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Roggenmischbrot mit Madre

Ein paar Tage zu spät, aber nicht minder herzlich wünsche ich all meinen
LeserInnen ein schönes, gesundes und vor allem friedliches
Jahr 2017!

Das mit den Vorsätzen fürs neue Jahr lasse ich einfach mal – auch was den Blog anbetrifft – bevor ich mich selbst und andere mit nicht gehaltenen Vorsätzen enttäusche. Ich ziehe dann lieber wieder Ende 2017 meine persönliche Bilanz des Jahres. 😉

Hier geht es heute weiter mit einem Roggenmischbrot (60:40) mit Madre. Ein bisschen was Kräftigeres, passend zur kalten Jahreszeit.

Einfach zu backen und schmeckt köstlich zu deftigerem Belag wie Wurst und Käse.

Roggenmischbrot (60:40) mit Madre

Portionen: 1 Brot à ca. 900 g

Roggenmischbrot (60:40) mit Madre

Zutaten

  • Madre TA 150
  • 90 g Weizenmehl 1050
  • 45 g Wasser (ca. 40°C)
  • 90 g Madre Anstellgut TA 150
  • Hauptteig
  • Madre
  • 300 g Roggenmehl 1150
  • 50 g Weizenmehl 550
  • 5 g Malzextraktmehl
  • 5 g Flohsamenschalen
  • 3 g Hefe (je nach Triebkraft der Madre)
  • 8 g Pflanzenöl
  • 310 g Wasser

Zubereitung

  • Hauptteig: Alle Zutaten vermischen und verkneten.
  • Knetzeit: 6-8 Min. verkneten
  • Teigtemperatur: ca. ca. 28°C
  • Teigruhe: ca. 30 Min.
  • Aufarbeiten: Den Teig auf leicht bemehlte Unterlage geben, nochmals kurz kneten, dann in 2 gleich schwere Stücke teilen, rund wirken. Mit dem Schluss nach oben in ein leicht bemehltes Gärkörbchen legen.
  • Stückgare: ca. 60-80 Min. - bis zur knapp vollen Gare. Teig auf Backschieber od. Backpapier kippen, Teigoberfläche einschneiden do.stippen (mit Stipprolle oder einem Holzstäbchen mehrmals einstechen). Bei knapp voller Gare mit Schwaden anbacken.
  • Für dasAufbringen eines Musters sollte kein Mehl auf der Teigoberfläche vorhanden sein, evtl. abbürsten.
  • Schablone auflegen, mit Mehl übersieben, Schablone vorsichtig abnehmen und das Muster leicht mit Wasser benebeln/besprühen.
  • Backen: Ofen mit Backblech od. Backstein vorheizen auf 240°, Teig auf heißes Blech/Backstein legen und ca. 15 Min. bei voller Temperatur mit wenig Schwaden anbacken, fallend auf ca. 190- 200° ausbacken. Nach ca. 10-15 Min. Schwaden ablassen (Ofentür kurz öffnen).
  • Backzeit gesamt: ca. 45-50 Min. – dann auf einem Rost auskühlen lassen.
http://deichrunnerskueche.de/2017/01/roggenmischbrot-mit-madre.html

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Und weiter geht es mit Brot backen – ich habe gerade einen Lauf! 🙂

Als ich bei Marlene dies Cranberry-Walnuss-Brot gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich das nachbacken werde, denn ich mag süßes/nussiges Brot sehr gerne mit Brie oder Camembert als Belag. Marlene hat für ihr Rezept Zorras Kalifornisches Walnuss Cranberry Brot modifiziert.

Vor Jahren habe ich schon 2 Rezepte von Petra nachgebacken, die man auch wunderbar mit Käsebelag essen kann: Müslibrot mit Pistazien und Cranberries sowie Früchte-Müsli-Brötchen.

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito madre)

Dieses Brot und darauf Brie de Meaux = ein Gedicht! Ihr müsst es einfach kosten.

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Portionen: 2 Brote à ca. 500 g

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Zutaten

  • Madre-Auffrischung: Reifezeit ca. 3-4 Std. – 24-26° – TA 150
  • 110 g Madre
  • 55 g Wasser ca. 30°
  • 110 g Weizenmehl 1050 (od. ½ 550 + ½ 1050)
  • Weitere Infos Auffrischung/Führung siehe hier:
  • Madreauffrischung/Führung
  • Mehlkochstück: Stehzeit ca. 1-2 Std. - muss wieder abkühlen
  • 10 g Weizenmehl 550
  • 50 g Wasser - kalt
  • Mehl und Wasser mit Schneebesen gut verrühren, unter Rühren kurz aufkochen bis die Stärke gut verkleistert ist. Vom Herd nehmen, nochmals durchrühren und abkühlen lassen.
  • Alternativ - Zubereitung Mikrowelle: Zutaten mit Schneebesen verrühren 20 Sek. erhitzen (ca. 900 Watt), durchrühren und noch mal 20-30 Sek. erhitzen, nochmals durchrühren, abkühlen lassen.
  • Hauptteig:
  • 270 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 40 g Roggenvollkornmehl 997 od. 1150 (Eva:1150)
  • 12 g Salz
  • 3 g Hefe (optional)
  • 250 + ca. 20 g Wasser
  • 275 g Madre - aufgefrischt
  • Mehlkochstück
  • am Ende der Knetzeit unterkneten:
  • 80 g Walnüsse - geröstet, grob zerkleinert
  • 80 g Cranberries - grob zerkleinert

Zubereitung

  • Zubereitung:
  • 150 g Weizenmehl 550, 100 g Weizenmehl 1050 mit 250 g Wasser grob vermischen, ca. 30 Min. verquellen lassen.
  • Restliches Mehl, Madre, Mehlkochstück, Salz, Hefe und restliches Wasser zugeben und verkneten. Wenn der Teig ausgeknetet ist, langsam die Walnüsse und Cranberries unterkneten, Teig 2-3x aufziehen/falten, in eine geölte Box legen und abdecken, damit der Teig nicht austrocknet.
  • Teigruhe: ca. 120 Min. – Teig nach 45 + 90 Min. 1x aufziehen/falten.
  • Nach der Teigruhe den Teig nochmals aufziehen/falten, in 2 gleichschwere Stück teilen, ca.10 Min. entspannen lassen, anschließend, wirken und formen nach Wunsch. In Hartweizengrieß wälzen und mit dem Schluss noch oben in die Gärkörbchen legen und gehen lassen. Abdecken, damit die Teiglinge nicht austrocknen. -
  • Alternativ kann man den Teig auch mit dem Schluss nach unten ins Gärkörbchen legen, der Schluss ist im Ofen dann oben und reißt rustikal auf.
  • Stückgare: ca. 90-120 Min. bis zur knapp vollen Gare, das Volumen sollte sich gut verdoppelt haben. Teiglinge aus Gärkörbchen kippen, einschneiden und im vorgeheizten Ofen mit Schwaden backen.
  • Backen: Ofen mit Backblech oder Backstein gut vorheizen auf 240°C;
  • anbacken mit Schwaden bei 240°C - fallend auf ca. 220°C ausbacken.
  • Nach ca. 15 Min. Schwaden ablassen - die letzten 5-10 Min. mit leicht geöffneter Türe backen, evtl. auf Umluft umschalten.
  • Die Brote sollten gut ausgebacken werden, damit sich eine schöne rösche Kruste bildet, diese sorgt für gute Frischhaltung. Aufpassen, dass die Brote nicht zu dunkel werden.
  • Gesamtbackzeit: ca. 40-45 Min.
  • Eva im MIWE folgendermaßen gebacken: 220°C/15 Minuten/5 sec Schwaden//190°C/30 Minuten/ohne Schwaden - nach ca. 10 Minuten Backofentür kurz geöffnet und Schwaden abgelassen

Notizen:

Rezept von hier

http://deichrunnerskueche.de/2016/09/cranberry-walnuss-brot-lievito-madre.html

Saatenbrot mit Möhren (Lievito madre)

Heute stelle ich euch mal wieder ein köstliches Brotrezept vor. Nach der ersten Scheibe dieses Saatenbrotes mit Möhren war es um mich geschehen: ich musste mich wirklich zwingen mit essen aufzuhören. 😉
Dieses Brot ist wunderbar saftig, aber auch schön körnig – eben genau Meines.

Ihr solltet es unbedingt nachbacken, es lohnt sich wirklich.

Saaten-Brot mit Möhren

Bein Fotografieren war mir leider die tiefstehende Sonne im Wege; es wird wieder schwieriger gute Fotos zu machen in den nächsten Monaten.

Saatenbrot mit Möhren (Lievito madre)

Portionen: 1 Brot ca. 750 g

Saatenbrot mit Möhren (Lievito madre)

Zutaten

  • Lievito Madre- Auffrischung für ca. 200 g
  • 80 g Lievito madre – TA 150
  • 40 g Wasser ca. 30°
  • 80 g Weizenmehl ½ 1050 u. ½ 550
  • Weitere Infos Auffrischung/Führung siehe hier:
  • http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537
  • Brühstück: Quellzeit ca. 3 Std.
  • 30 g grobe Flocken (Weizen, Gerste, Hafer) (Eva: Hafer)
  • 25 g Chiasamen ganz – alternativ Leinsamen geschrotet
  • 25 g Kürbiskerne - geröstet (Eva: nicht vorrätig, daher Sesam)
  • 25 g Sonnenblumenkerne - geröstet
  • 11 g Salz
  • 120 g Wasser ca. 60-70°
  • Hauptteig:
  • 50 g Weizenmehl Vollkorn od. 1050 (Eva: 1050)
  • 50 g Weizenmehl 550
  • 150 g Roggenmehl 815 od. 997 (Eva: 1150)
  • Madre, Brühstück
  • 2 g Hefe – optional
  • 100 g + ca. 20 g Wasser - je nach Feuchtigkeitsgehalt der Möhren evtl. auch etwas mehr, der Teig eher fest, sollte nicht zu weich werden
  • zusätzlich:
  • 8 g Raps- od. Sonnblumenöl
  • 80 g Möhren - frisch geraspelt (od. im Mixer zerkleinert - geht schneller)

Zubereitung

  • Alle Zutaten des Hauptteiges miteinander verkneten lassen.
  • Nach ca. 5 Min. Knetzeit zugeben:
  • 8 g Raps- od. Sonnblumenöl
  • 80 g Möhren
  • Autolyse:
  • 50 g Weizen VK od. 1050 u. 50 g Weizenmehl 550 u. mit 100 g Wasser grob vermengen, ca. 30 Min. quellen lassen.
  • Restliche Zutaten zugeben, incl. Madre und Brühstück.
  • Nach ca. 5 Min. Knetzeit Möhren u. Öl zugeben und unterkneten.
  • Knetzeit: ca. 10 Min.
  • Teigtemperatur: ca. 24-26°
  • Teigruhe: 90 Min. – mit zusätzlicher Hefe ca. 60 Min.
  • Nach der Teigruhe Teig 2x falten, rund- od. langwirken, leicht befeuchten und in Flocken od. einer Mischung aus Flocken und Saaten wälzen. Teig mit dem Schluss noch oben in ein bemehltes Gärkörbchen legen, bis zur knapp vollen Gare gehen lassen.
  • Einschneiden nach Wunsch, Schnitte kurz öffnen lassen und im gut vorgeheizten Ofen mit Schwaden anbacken.
  • Gehzeit gesamt: ca. 60-90 Min. - je nach Triebkraft der Madre – mit Hefe ca. 60 Min.
  • Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 250° mit Schwaden anbacken, nach 15 Min. die Schwaden wieder ablassen – Ofentüre kurz öffnen, fallend auf ca. 200° ausbacken.
  • Backzeit gesamt: ca. 50 Min. – kräftig ausbacken, evtl. die letzten 5-10 Min. mit Umluft
  • Eva im Miwe folgendermaßen gebacken: 230°C/15 Min./5 sec Schwaden (nach 10 Min Schwaden abgelassen); 200°C/35 Min/ohne Schwaden
http://deichrunnerskueche.de/2015/10/saatenbrot-mit-moehren-lievito-madre.html

 

 

 

Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück und Lievito madre

Mal wieder lecker Brot gebacken … so ganz verlernt hab ich es wohl noch nicht?!
Einfach zu backen und schmeckt mit jedem Belag: Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück und Lievito madre

Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück u. Madre  (1)

Das Rezept stammt ursprünglich vom Brotdoc: er nennt seine Brote ‚Altbrotstangen‚, hier wurden sie modifiziert in eine Variante mit madre

Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück u. Madre  (2)

Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück und Lievito madre

Portionen: 2 Brote à 500 g

Weizenbrot mit Altbrot-Brühstück und Lievito madre

Zutaten

  • Lievito madre
  • ca. 250 g Madre TA 150 - aufgefrischt
  • (Weitere Infos Auffrischung von Lievito madre siehe hier:
  • http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537)
  • Altbrot-Quellstück:
  • 35 g Altbrot - geröstet und gemahlen
  • 90 g Wasser
  • Gut verrühren und mind. 30 Minuten quellen lassen.
  • Hauptteig:
  • Vorteig
  • Altbrot-Quellstück
  • 360 g (200 + 160g ) Weizenmehl 550 od. mediterran od. T65 (Eva: 200 g 500er und 160 g T65)
  • 220 + 20 g Wasser
  • 11 g Salz
  • 5 g Hefe (optional)

Zubereitung

  • 260 g Weizenmehl mit 200 g Wasser grob vermischen und ca. 30 Min. quellen lassen.
  • Anschließend restliche Zutaten zugeben und verkneten.
  • Restliches Wasser nach Bedarf zugeben, der Teig ist eher etwas fest, sollte nicht zu weich werden.
  • Teigtemperatur: 24-26° - wäre optimal
  • Knetzeit: 10-15 Min. – der Teig sollte sich am Ende der Knetzeit vom Schüsselrand u. boden lösen.
  • Teigruhe: ca. 90-120 Min. - nach 45 Min. 1x aufziehen/falten od. im Kneter zusammenkommen lassen (ca. 6-10 Umdrehungen mit dem Knethaken).
  • Nach der Teigruhe den Teig 2x falten, wirken u. formen. Teiglinge leicht bemehlen und mit dem Schluss nach oben in eine Gärkörbchen legen.
  • Stückgare: ca. 100-120 Min. (je nach Triebkraft der Madre) – bei knapp voller Gare auf Backpapier od. Backschieber stürzen, einschneiden nach Wunsch.
  • Backen: Backofen vorheizen auf 240° - mit Schwaden anbacken – bei ca. 220° gut ausbacken - gegen Ende der Backzeit Schwaden ablassen. Die letzten 5 Min. der Backzeit mit leicht geöffneter Türe backen, damit das Brot eine schöne Kruste bekommt, evtl. Temperatur nochmals erhöhen auf ca. 230/240°
  • Gesamtbackzeit: ca. 35-40 Min. – gut ausbacken

Notizen:

Quelle: Altbrotstangen vom Brotdoc - modifiziert in eine Variante mit madre

http://brotdoc.com/2015/06/27/altbrot-stangen/

http://deichrunnerskueche.de/2015/07/weizenbrot-mit-altbrot-bruehstueck-und-lievito-madre.html

 

La Couronne

Neues Brotbackbuch in meiner Küche. 🙂

Bäcker Süpke hat mich mit seiner Begeisterung über Peter Kapp angesteckt: zuerst wurde das Schwarzwälder Kirschbrot nachgebacken und dann musste natürlich das Buch ‚Mein Brot – Rezepte ohne Kompromisse‚* von Peter Kapp in Deichrunners Küche.

Als erstes Rezept habe ich mir das La Couronne ausgesucht und es laut Rezept nachgebacken – nur den Weizensauerteig hab ich durch meinen Lievito madre ausgetauscht.

Wahrscheinlich hätte ich die kurze Gehzeit, die das Rezept vorgibt, doch verlängern sollen, dann wäre die Krume sicherlich noch ein wenig lockerer geworden.
Geschmacklich ist das Brot aber wirklich gut.

Es werden mit Sicherheit noch mehr Brote aus diesem Buch von mir nachgebacken werden; es werden auch viele Brote mit Roggensauerteig darin vorgestellt.

La Couronne

Portionen: 1 Brot - ca. 430 g

La Couronne

Zutaten

  • 125 g Weizensauerteig (Eva: ersetzt durch Lievito madre)
  • 125 g Weizenmehl 550er
  • 32 g Meule T80
  • 32 g Hartweizengrieß
  • 5 g Meersalz
  • 4 g Hefe
  • 88 g Wasser (Eva: 30 g Wasser zusätzlich wg LM)

Zubereitung

  • Den Weizensauerteig sowie die restlichen Zutaten ca. 15 Minuten langsam mischen und weitere 4 Minuten schneller auskneten.
  • Den Teig aus der Schüssel nehmen und 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend schonend zu einer Kugel formen.
  • Nach weiteren 10 Minuten Ruhephase die Teigkugel sanft flachdrücken.
  • In der Mitte des Brotlaibes ein Loch eindrücken und den Laib vorsichtig auseinander ziehen, bis das Loch einen Durchmesser von ca. 8 cm aufweist.
  • Couronne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
  • Den Backofen auf 235°C voheizen.
  • Kurz vor dem Einbringen in den Backofen das Brot mit Roggenmehl bestäuben, mit einem scharfen Messer 4mal einschneiden und in den vorgeheizten Backofen schieben - Schwaden zugeben.
  • Nach ca. 10 Minuten die Backofentür kurz öffnen, um den Wasserdampf abzuführen, anschließend die Temperatur auf 215°C reduzieren.
  • Nach ca. 30 Minuten ist das Couronne fertig gebacken.
  • Eva im Miwe folgendermaßen gebacken: 235°C/10 Minuten/5 sec Schwaden//215°C/20 Minuten/ohne Schwaden - nach 10 Minuten Backofentür kurz geöffnet und Schwaden abgelassen

Notizen:

Hinweis Eva: im Buch ist keine Stückgare angegeben, ich habe das Brot dann 30 Minuten gehen lassen; beim nächsten Backen würde ich es noch länger gehen lassen.

Auch würde ich beim nächsten Backen Hartweizengrieß und franz. Mehl mit dem Wasser ca. 30 Minuten vorverquellen und erst dann die restlichen Zutaten zugeben.

http://deichrunnerskueche.de/2014/11/la-couronne.html

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Kartoffelbrötchen

Zu diesen Kartoffelbrötchen gibt es nicht viel zu schreiben, außer dass man beim Nachbacken nicht so dumm sein sollte wie ich, als ich sie das erste Mal gebacken habe: ich habe nur die Hälfte der Rezeptmenge gebacken. 🙁
Von diesen Brötchen sollte man am besten gleich die doppelte Menge backen – so gut schmecken die! Sind derzeit die absoluten Lieblingsbrötchen.

Und wenn dann noch Marlenes leckere Zwetschgen-Konfitüre als Belag drauf darf, dann ist die Welt rundum in Ordnung! 🙂

Danke fürs Überraschungspäckchen, liebe Freundin.

Kartoffelbrötchen

Portionen: 9-10 Brötchen

Kartoffelbrötchen

Zutaten

  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 350 g Weizenmehl 550er
  • 100 g Lievito madre (kann direkt aus dem Kühlschrank sein)
  • 3 g aktives Backmalz
  • 14 g Salz
  • 1 g Muskatpfeffer (Eva: 0,5 g Pfeffer + 0,5 g Muskat; mit Löffelwaage gewogen; ansonsten je 1 Prise))
  • 114 g gekochte Kartoffeln
  • 11 g Rapsöl
  • 10 g Hefe
  • 278 g Wasser (kalt bis lauwarm, Teig sollte aber nicht wärmer als ca. 24° werden)

Zubereitung

  • Knetzeit: ca. 10 Min.
  • Teigtemperatur: 24-26°C - wäre optimal
  • Teigruhe: Teig in eine leicht geölte Box/Schüssel legen und ca. 60 Min. ruhen lassen, während dieser Zeit 2x falten
  • Aufarbeiten: Teig nach der Teigruhe kurz durchkneten u. 1x falten - 5 Min. entspannen lassen, anschließend ca. 9-10 gleichschwere Teigstücke abstechen, rundwirken, 5 Min. entspannen lassen, dann etwas langrollen
  • Mit der Oberseite nach unten auf ein leicht bemehltes Tuch legen und gehen lassen.
  • Gehzeit: ca. 40-50 Min. abgedeckt gehen lassen bis zur knapp vollen Gare. Teiglinge umdrehen und 3* schräg einschneiden. Einschnitte ca. 1 Min. öffnen lassen, auf heißes Backblech legen und backen.
  • Backen: Ofen mit Blech vorheizen bei ca. 230-240°, mit Schwaden anbacken und fallend auf ca. 200-220° ausbacken - ca. 8-10 Min. bei voller Temperatur backen, dann Ofentür öffnen und Schwaden ablassen, die Temperatur reduzieren und weitere 8 -10 Min. ausbacken.
  • Für eine bessere Krustenbildung evtl. die letzten 5 Min. mit Umluft und leicht geöffneter Ofentür backen.
  • Backzeit: gesamt: ca. 15-18 Min.
  • Eva im Miwe folgendermaßen gebacken:220°C/10 Minuten/5 sec Schwaden//200°C/8 Minuten/ohne Schwaden

Notizen:

Rezeptidee von Markus Messemer, leicht modifiziert

http://deichrunnerskueche.de/2014/10/kartoffelbroetchen.html

 

Pane nero – Schwarzbrot mit Timilia-Hartweizen

Last, but not least das letzte der 3 Brotrezepte, die Marlene und ich zusammen gebacken haben, als sie bei mir zu Besuch war.

Das Pane nero – Schwarzbrot mit Timilia-Hartweizen schmeckt mir noch besser als das Pane di casa con Lievito madre, ist es doch durch das besondere Mehl kräftiger im Geschmack.

Der Weizen Tumminia/Timilia ist eine Hartweizensorte die ursprünglich aus Sizilien stammt, sie gehört zu den ältesten Weizensorten Italiens und war vom Aussterben bedroht.
Es ist ein sehr dürreresistenter Weizen, geeignet für den Anbau in heißen und trockenen Ländern. Aus diesem Grund wurde er in den südlichen Regionen wie Sizilien, Italien, aber auch in Frankreich, Spanien und Portugal und in den Ländern Nordafrikas, die ans Mittelmehr grenzen, angebaut.
Dank der Hartnäckigkeit von Produzenten und Bauern hat sich die Anbaufläche dieser Weizensorte in den letzten Jahren auf Sizilien, vor allem in der Region Trapani und Palermo, vergrößert.
Erhältlich ist diese spezielle Weizensorte bisher nur in Italien, einige Shops liefern auch nach Deutschland z. B. dieser hier:
http://www.emporioecologico.it/farina-di-grano-duro-timilia-alimenti-ritrovati-ecor.html

Der Geschmack dieser Weizensorte ist kräftiger, rustikaler, ähnlich wie beim Emmer.

  (Das Anschneiden muss ich noch weiter üben, damit bin ich nicht zufrieden!)

So ein Pane nero = ‚Schwarzbrot‘ sollte mindestens 20% dieses speziellen Hartweizens enthalten, es können aber auch 100 % sein. Der Name ‚Schwarzbrot‘ bezieht sich auf die etwas dunkle Farbe dieser speziellen Weizensorte und auf die dunklere Krustenfarbe.

Für dieses Brot ging genau das letzte Gramm des Timilias ‚drauf‘, da ich es mehrmals gebacken habe, bis ich zufrieden mit dem Ergebnis war – umso mehr freue ich mich, dass es da so eine liebe Freundin gibt, die schon Nachschub auf den Weg geschickt hat. 😉

Pane nero – Schwarzbrot mit Timilia-Hartweizen

Portionen: 1 Brot - ca. 800 g

Pane nero – Schwarzbrot mit Timilia-Hartweizen

Zutaten

  • Lievito madre - Auffrischung
  • ca. 20 g Anstellgut LM od. milder Weizen ST (Eva: LM)
  • 40 g Wasser (40°C)
  • 80 g Weizenmehl 1050 od. Tipo 00 od. Timilia-Vollkornmehl (Eva: 1050)
  • Mehlkochstück: Stehzeit ca. 1 Std. - muss wieder abkühlen.
  • 5 g Weizenmehl 550 od. Tipo 0 (Eva: 550)
  • 25 g Wasser - kalt
  • 1 g Salz
  • Hauptteig:
  • Autolyse
  • 200 g Timilia-Vollkorn – alternativ Emmer- od. Kamutvollkorn
  • oder ½ Timilia-Vollkorn u. ½ Hartweizenmehl od. Pizzamehl od. Kamutmehl hell (Eva: 100g Timilia und 100 Pizzamehl)
  • ca. 200 g Wasser kalt
  • Grob vermengen – ca. 30-60 Min. quellen lassen und anschließend restliche Zutaten zugeben:
  • ca. 140-160 g Lievto madre - aufgefrischt
  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Hartweizenmehl od. Pizzamehl od. Kamutmehl hell (Eva: Pizzamehl)
  • 9 g Salz
  • 2,5 g Hefe – optional wenn die Triebkraft des Lievito madre nicht so gut ist
  • 10 g Honig oder Malzextrakt flüssig
  • 5 g Öl – z. B. Sesamöl
  • ca. 30-50 g Wasser, je nach Mehl, der Teig sollte nicht zu weich werden (Eva: 35 g)

Zubereitung

  • Lievita madre Auffrischung: Anstellgut mit Wasser verquirlen, Mehl zugeben und gut verkneten, -Teig zu einer Kugel formen und kreuzweise einschneiden.
  • Teigkugel in ein schmales hohes Gefäß/Glas legen und ca. 3 - 5 Std. bei ca. 22-24° reifen lassen, bis der Ansatz sein Volumen mind. verdoppelt hat.
  • Auffrischung kann schon 1 Tag vorher gemacht werden, den Ansatz dann bis zu Verarbeitung im Kühlschrank lagern (ca. 5°).
  • Weitere Infos Auffrischung Lievito madre siehe hier:
  • http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537
  • Mehlkochstück: Mehl mit Wasser gut verrühren, unter Rühren kurz aufkochen bis die Stärke gut verkleistert ist. Vom Herd nehmen, nochmals durchrühren und abkühlen lassen.
  • Alternativ - Mehlbrühstück:
  • Mehl mit kochendem Wasser überbrühen, gut durchrühren und abkühlen lassen.
  • Kann schon 1 Tag vorher hergestellt werden, dann kühl lagern, kann im Sommer direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden.
  • Hauptteig: Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, er sollte sich am Ende der Knetzeit vom Schüsselrand und –boden lösen.
  • Knetzeit: ca. 10 Min
  • Teigtemperatur (TT): ca. 24-26° wären optimal
  • Teigruhe- Gare: hier gibt es 3 Möglichkeiten der Teigführung:
  • 1. Variante - Normale Teigführung: Teigruhe bei 22 ° ca. 2-3 Std. – Teig während dieser Zeit Teig 2-3x falten od. in der Küchenmaschine kurz zusammenkommen lassen (ca. 3-5 Umdrehungen mit dem Knethaken) – dannach Teig rundwirken. Glatte Oberfläche leicht befeuchten und in Sesam drücken, mit Schluss nach oben in Gärkörbchen legen, abdecken damit der Teig nicht austrocknet und bei Raumtemperatur gehen lassen bis sich das Volumen etwas verdoppelt hat.
  • 2. Variante - Lange kühle Stückgare des Brotteiges:
  • Teigruhe bei 22 ° ca. 2-3 Std. – Teig während dieser Zeit Teig 2-3x falten od. in der Küchenmaschine kurz zusammenkommen lassen (ca. 3-5 Umdrehungen mit dem Knethaken) – dann Teig rundwirken. Glatte Oberfläche leicht befeuchten und in Sesam drücken, mit Schluss nach oben in Gärkörbchen legen, abdecken damit der Teig nicht austrocknet. Teig in den Kühlschrank stellen (ca. 5-7°) und ca. 6-10 Std. gehen lassen. Teig anschließend bei Raumtemperatur ca. 30-120 Min. akklimatisieren lassen, er sollte sein Volumen vor dem Backen etwa verdoppelt haben.
  • 3. Variante - Lange kühle Gare des Brotteiges, anschließend warme Stückgare:
  • Teigruhe ca. 30 Min. bei Raumtemperatur, 1x falten, dann Teig kühlstellen ca. 5-7° für ca. 10-14 Std. – anschließend den Teig ca .60 Min. Raumtemperatur akklimatisieren lassen – Teig 1-2x falten, 5 Min. entspannen lassen, anschließend rundwirken. Glatte Oberfläche leicht befeuchten und in Sesam drücken, mit Schluss nach oben in Gärkörbchen legen, bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat, ca. 2-3 Std.
  • Bei knapp voller Gare Teig aus dem Körbchen auf Backpapier oder Backschiebe stürzen, evtl. Einschneiden und mit Schwaden anbacken.
  • Backen: im vorgeheizten Ofen bei 250-260° mit Schwaden anbacken, fallend auf ca. 190-200° ausbacken.
  • Nach 10 Min. Ofentüre kurz öffnen und Schwaden ablassen.
  • Backzeit gesamt: ca. 45-50 Min. – die letzten 10 Min. der Backzeit die Backofentüre leicht öffnen, damit das Brot eine schöne rösche Kruste bekomme.

Notizen:

Eva im Miwe wie folgt gebacken: 240°C/10 Min/5 sec Schwaden//190°C/40 Min/ohne Schwaden//nach 10 Min kurz die Türe öffnen und Schwaden ablassen

Eva folgende Variante für Teigruhe/Gare gewählt: 3. Variante - Lange kühle Gare des Brotteiges, anschließend warme Stückgare

http://deichrunnerskueche.de/2014/09/pane-nero-schwarzbrot-mit-timilia-hartweizen.html

Französisches Landbrot

Weiter geht es mit den herrlichen Brotrezepten mit Fermentteig (hier mit Weizenfermentteig). Wer keinen Fermentteig sein eigen nennt, kann auch triebstarken Weizensauerteig nehmen.

Auch ich habe an manchen Stellen so weißliche Schlieren im Brot wie vor einiger Zeit schon Petra in ihrem herrlichen Brot für die 1. Plötziade…warum auch immer, ich weiß es nicht – aber es schadet dem tollen Geschmack kein bisschen! 😉

Das (gerade) Einschneiden muss ich wohl noch üben…..

Französisches Landbrot

Portionen: 1 Brot

Zutaten

  • Fermentteig- Weitervermehrung: 2,5–3 Std. bei ca. 28-30° und mind. 6 Std. gekühlt bei 5° - TA 200
  • 45 g ASG- Weizen
  • 150 g Weizenmehl 1050
  • 150 g Wasser ca. 40°
  • Alles gut verrühren, abgedeckt 2,5 – 3 Std. bei ca. 28-30° reifen lassen.
  • Nach der warmen Reifezeit, wenn der Ansatz gut aufgegangen ist, wird er für mind. 6 Std. gekühlt bei 5° (diese Temperatur hab ich im Kühlschrank im untersten Fach).
  • Die Kühlzeit kann auf bis zu 48 Std. verlängert werden.
  • Zutaten Brotteig:
  • ca. 345 g Weizenfermentteig (alternativ triebstarker Weizensauerteig)
  • 180 g Weizenmehl 1050
  • 180 g Weizenmehl 550
  • 10 g Öl
  • 12 g Salz
  • 4 g. Honig
  • 4 g Hefe (optional)
  • ca. 150 + 20 g Wasser

Zubereitung

  • Autolyse:
  • 180 g Weizenmehl 550 mit 150 g der Wassermenge grob vermischen und 30 Min. quellen lassen.
  • Restliche Zutaten zugeben und alles ca. 10 Min. zu einem Teig verkneten.
  • Knetzeit: ca. 10 Min
  • Teigtemperatur (TT): ca. 24-26° wären optimal
  • Teigruhe bei 22 ° ca. 4 Std. – dann Teig wirken, mit Schluss nach unten in Gärkörbchen legen und bei Raumtemperatur gehen lassen; Teig im Gärkörbchen abdecken, damit er nicht austrocknet; bei knapp voller Gare aus dem Körbchen auf Backpapier oder Backschieber stürzen, ca. 30 sec.. Schluss öffnen lassen und backen.
  • Backen: im vorgeheizten Ofen bei 250-260° ohne Schwaden anbacken, erst nach ca. 3 Min. Schwaden und fallend auf ca. 200° ausbacken.
  • Nach 10 Min. Ofentüre kurz öffnen und Schwaden ablassen.
  • Backzeit gesamt: ca. 50 Min.
  • Alternativ den Teig mit Schluss nach oben gehen lassen, Teig bei knapp voller Gare einschneiden und mit Schwaden anbacken.
  • Rezeptidee Firma Deffland von Marlene modifiziert

Notizen:

Eva: im Miwe folgendermaßen gebacken: 230°C/15 Min/5 sec Schwaden (Schwaden erst nach 3 Min zugegeben)//190°C/35 Min/ohne Schwaden

mit Schluss nach oben ins Gärkörbchen gelegt und dann vor dem Backen eingeschnitten

http://deichrunnerskueche.de/2014/08/franzoesisches-landbrot.html

Herstellung und weitere Infos zu Weizen- oder Dinkelfermentteig siehe hier!

Weizenmischbrötchen, einfach

Weiter geht es mit Rezepten zum Thema Fermentteig. Dieses Mal habe ich einfache Weizenmischbrötchen, mit Weizenfermentteig gebacken, zu denen jeder Belag wunderbar passt und die mit der Methode des Fermentteigs immer mal schnell gebacken sind. Die Brötchen haben eine schöne locker Krume und  ein mildes Aroma.

Die Brötchen sind noch ein wenig blass, weil ich Brötchen immer ein paar Minuten kürzer backe, dann einfriere und sie gefroren bei 180°C (vorgeheizt) mit wenig Schwaden aufbacke. So habe ich jederzeit frisch gebackene Brötchen! 🙂

Weizenmischbrötchen

Portionen: 9 Stück

Weizenmischbrötchen

Zutaten

  • Hauptteig:
  • ca. 220 g Weizenfermentteig mit Weizenmehl 1050 - TA 200
  • 220 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 70 g Roggenmehl 1150
  • 10 g Salz
  • 3 g Hefe - optional
  • 10 g Butter - weich od. Öl
  • 10 g Honig oder Malzsirup - 5- 10 g alternativ Backmalz inaktiv
  • ca. 220 g Wasser (200 g + ca. 20 g)

Zubereitung

  • Autolyse:Weizenmehl 550 mit 200 g des Wasser übergießen, grob vermischen und ca. 20-30 Min. quellen lassen
  • Anschließend restlich Zutaten zugeben und den Teig gut auskneten.
  • Knetzeit: ca. 10-15 Min. – der Teig sollte sich am Ende der Knetzeit vom Schüsselrand und –boden lösen.
  • Teigtemperatur: 25-26°C wäre optimal
  • Teigruhe: 2 x 20 Min. – nach 20 Min. 1x falten oder in der Küchenmaschine zusammenkommen lassen – ca. 10 Umdrehungen mit dem Knethacken.
  • Nach der Teigruhe den Teig in ca. 9 gleich schwere Portionen teilen und rund schleifen, ca. 5 Minuten entspannen lassen (Zwischengare), mit leichtem Druck lang rollen (oder formen nach Wunsch).
  • Teiglinge mit der Oberseite nach unten auf einem leicht bemehlten Tuch gehen lassen, bis zur knapp vollen Gare (Stückgare) ca. 40-60 Min. - Teiglinge abdecken, damit sie nicht austrocknen.
  • Vor dem Backen die Teiglinge umdrehen, die Oberseite ist nun oben, mittig einschneiden, ca. 0,5 – 1 Min. Schnitte öffnen lassen, dann auf heißes Backblech legen, mit Wasser einsprühen und backen.
  • Backzeit: mit Schwaden anbacken bei ca. 230-240°, ausbacken fallend auf ca. 200-220° - ca. 18-20 Min. - nach ca. 10 Min. Dampf ablassen, die letzten 5 Min. mit leicht geöffneter Türe backen
http://deichrunnerskueche.de/2014/04/weizenmischbroetchen-einfach.html

Wie man sich Weizenfermentteig herstellt, steht im unteren Rezept in meinem Beitrag zum Ruchbrot.

Ruchbrot (Weizenmischbrot)

Mich hat das Brot backen wieder vermehrt gepackt – das liegt vor allem an dem tollen Fermentteig, der mir nicht nur vom Geschmack und der Triebstärke her gefällt, sondern mir auch von den Zeiten fürs Backen ein wenig entgegenkommt.

Das Ruchbrot ist ein schnelles einfaches Weizenmischbrot mit ca. 15 % Roggenanteil.

Das Brot hat eine rösche Kruste und eine lockere, elastische Krume, der Geschmack ist mild aromatisch. Jede Art von Belag passt prima zu diesem Brot.

Eigentlich dürfte ich mein Brot vielleicht nicht Ruchbrot nennen, denn ich habe statt Ruchmehl 1050er Mehl zum Backen genommen; ich denke aber nicht, dass das wirklich einen großen Unterschied macht.

Das Rezept stammt – wie fast immer bei mir 😉 – von meiner Freundin Marlene, die es nach einer Rezeptidee der Firma Deffland modifiziert hat.

Ruchbrot mit Weizenfermentteig - einfaches Weizenmischbrot 85:15

Portionen: 1 Brot von ca. 1 kg

Ruchbrot mit Weizenfermentteig - einfaches Weizenmischbrot 85:15

Zutaten

  • Weizenfermentteig
  • ca. 50 g Ferment-Anstellgut (3. Stufe = Weitervermehrung - näheres über die beiden ersten Stufen bzw die Herstellung von Fermentteig bitte unten im 2. Rezept nachlesen)
  • 165 g Weizenmehl 1050 od. Ruchmehl
  • 165 g Wasser ca. 40°
  • Alles gut verrühren, abgedeckt 2,5 – 3 Std. bei ca. 28-30° reifen lassen.
  • Behältnis sollte nicht zu klein sein, der Ansatz geht stark auf, auf der Oberfläche sind viel Bläschen zu sehen.
  • Nach der warmen Reifezeit, wenn der Ansatz gut aufgegangen ist, wird er für mind. 6 Std. gekühlt bei 5° (diese Temperatur hab ich im Kühlschrank im untersten Fach).
  • Die Kühlzeit kann auf bis zu 48 Std. verlängert werden.
  • Brotteig: ca. 330 - g Weizenfermentteig (alternativ triebstarker Weizensauerteig)
  • 260 g Weizenmehl 1050 od. Ruchmehl (Eva: 1050)
  • 75 g Roggenmehl 997 od. 1150 (Eva: 1150)
  • 10 g Öl
  • 10 g Salz
  • 5 g Malzsirup od. Honig od. inaktives Backmalz (Weizen oder Dinkel)
  • 3 g Hefe (optional)
  • ca. 170 g Wasser – der Teig sollte nicht zu weich werden

Zubereitung

  • Alle Zutaten zu einem Teig verkneten.
  • Knetzeit: ca. 10 Min
  • Teigtemperatur (TT): ca. 24-26° wären optimal
  • Teigruhe: ca. 60 Min – Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmals kurz kneten, 2-3x falten, langwirken und mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen (1 kg) legen.
  • Gehzeit: ca. 60 Min. – ohne Hefe je nach Triebkraft des Fermentteiges/ST - Teig abdecken damit er nicht austrocknet - bei knapp voller Gare aus dem Körbchen auf Backpapier oder Backschieber stürzen und nach Wunsch einschneiden.
  • Einschnitte ca. 1 Min. öffnen lassen.
  • Backen: im vorgeheizten Ofen bei 250-260° mit Schwaden anbacken und fallend auf ca. 200° ausbacken. Nach 10 Min. Ofentüre kurz öffnen und Schwaden ablassen.
  • Backzeit: gesamt: ca. 50 Min.
  • Rezeptidee Firma Deffland von Marlene modifiziert
  • Eva im Miwe folgendermaßen gebacken: Ofen auf 230° vorgeheizt, Brot 3 Minuten ohne Schwaden in den Ofen gegeben, dann 5 sec Schwaden und Brot 15 Min bei 230° weiterbacken, nach 10 Minuten Backofentüre kurz öffnen und Schwaden ablassen. Dann auf 190° weitere 35 Minuten ohne Schwaden backen.
http://deichrunnerskueche.de/2014/04/ruchbrot-weizenmischbrot.html

Herstellung/Infos: Fermentteig - mit Dinkel oder Weizen - triebstark und mild

Zutaten

  • Beispiel für ca. 230 g Fermentteig und 30 g Anstellgut:
  • 1. Stufe: 12 Std. bei ca. 28-30°- TA ca. 200
  • 3 g Starterkultur (50%) (Bezugsquelle siehe unten)
  • 6 g Dinkel- od. Weizenmehl
  • 6-8 g Wasser ca. 30°
  • Alles gut verrühren, abgedeckt reifen lassen, es sollen am Ende der Reifezeit Bläschen zu sehen sein
  • 2. Stufe: 12 Std. bei ca. 28 - max. 30° - TA 200
  • Ansatz aus Stufe 1 (ca. 15 g = ca. 50 %)
  • 30 g Dinkel- od. Weizenmehl
  • 30 g Wasser ca. 40°
  • Alles gut verrühren, abgedeckt reifen lassen. Behältnis sollte nicht zu klein sein, der Ansatz geht stark auf, verdoppelt etwa das Volumen, auf der Oberfläche sind viel Bläschen zu sehen.
  • Am Ende der Reifezeit ca. 30 g abnehmen für die 3. Stufe.
  • Das Anstellgut kann man im Kühlschrank für ca. 2-3 Tage zwischenlagern und dann direkt in der 3. Stufe weitervermehren/führen.
  • Falls das ASG länger als 2 Tage im Kühlschrank gelagert werden soll, dann ist es besser wenn es fester ist, zusätzlich noch etwas Mehl unterkneten.
  • 3. Stufe - Weitervermehrung: 2,5 – 3 Std. bei ca. 28-30° und mind. 6 Std. gekühlt bei 5° - TA 200
  • 30 g Anstellgut/Ansatz aus Stufe 2 – (ca. 30 % in Bezug zur Mehlmenge der 3. Stufe)
  • 100 g Dinkel- od. Weizenmehl
  • 100 g Wasser ca. 40°
  • Alles gut verrühren, abgedeckt 2,5 – 3 Std. bei ca. 28-30° reifen lassen.
  • Behältnis sollte nicht zu klein sein, der Ansatz geht stark auf, auf der Oberfläche sind viel Bläschen zu sehen.
  • Nach der warmen Reifezeit, wenn der Ansatz gut aufgegangen ist, wird er für mind. 6 Std. gekühlt bei 5° (diese Temperatur hab ich im Kühlschrank im untersten Fach).
  • Die Kühlzeit kann auf bis zu 48 Std. verlängert werden.

Zubereitung

  • Für die Herstellung dieses Fermentteiges benötigt man eine Fermentstarterkultur z. B. von Sekowa* od. Bio Vegan *
  • Der natürliche Fermentationsprozess unterstützt und verstärkt die Backleistung von allen Weizen- und Dinkelmehlen, auch Vollkorn und Schrot.
  • Der Fermentteig ist ein triebstarker und sehr milder Sauerteig. Teige, die mit Fermentteig zubereitet werden, fühlen sich wollige-weich an, haben eine bessere Gärstabilität, mehr Volumen, und einen guten Ofentrieb. Das fertige Gebäck hat ein mildes Aroma und zeichnet sich durch gute Frischhaltung aus.
  • Beim Neuansatz wird der Fermentteig in mehreren Stufen/Phasen herangezüchtet - 3 warmen und 1 kühlen Phase.
  • Nach ca. 33 Std. ist der neue Fermentteig fertig und kann ohne zusätzliche Hefe verarbeitet werden. Man kann den fertigen Fermentteig aber auch für bis zu 48 Std. im Kühlschrank bei 5° zwischenlagern, er bleibt mild und hat auch weiterhin Triebkraft, es wird hier eine Hefezugabe von ca. 1 % (in Bezug zur Gesamtmehlmenge) empfohlen.
  • Man kann also gleich eine größere Menge Fermentteig herstellen und diesen dann innerhalb von ca. 48 Std. verarbeiten.
  • Der fertige Fermentteig ist von der Konsistenz homogen und cremig, der Geruch ist mild, erinnert an frischen Joghurt.
  • Während der warmen Reifezeit soll die Vermehrung der Milchsäurebakterien und Hefen angeregt werden. In der kühlen Reifephase wird die Säureproduktion, weitgehendst eingestellt. Die vorhandenen milden Milchsäuren wirken positiv auf die Dextranbildung ein = besser Verquellung.
  • Wenn man nach der 2. Stufe Anstellgut abnimmt, kann man dieses innerhalb von ca. 3 Tagen direkt in der 3. Stufe vermehren, die 1. u. 2. Stufe kann entfallen.
  • Es wird empfohlen den Fermentteig etwa alle 4 Wochen mit Starterkulturen aufzufrischen, damit er mild und triebstark bleibt.
  • Zugabemenge:
  • Bei direkt geführten Teigen können ca. 25-30% der Gesamtmehlmenge fermentiert werden, max. 40%.
  • Bei langer Teigführung über Nacht können ca. 10 % der Gesamtmehlmenge fermentiert werden.
  • *Bezugsquelle: Sekowa: http://www.teetraeume.de/themes/kategorie/detail.php?artikelid=1081&refertype=16
  • *Bezugsquelle: Bio Vegan: http://www.isaak-naturkost.de/shop/product_info.php?products_id=360
http://deichrunnerskueche.de/2014/04/ruchbrot-weizenmischbrot.html