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Falkenstein, Elbhöhenweg – eine Wanderung der feinen Art

Jeder von uns hat ja so seine Lieblingsblogs im Feed-Reader und bei mir gibt es da – neben den Foodblogs – auch Blogs, die sich mit dem Reisen/mit Ausflügen beschäftigen. Und unter diesen Blogs ist mein absoluter Liebling der von Stefanie und Volko: In der Nähe bleiben. ‚In der Nähe bleiben‘ bedeutet hier vorrangig Norddeutschland, aber hin und wieder gehen die Beiden auch raus in die weite Welt und berichten darüber. Mich ziehen aber vorrangig ihre Berichte/ihre Tipps über die nähere Umgebung an – waren sie mir doch schon oft Inspiration für eigene Ausflüge!

Als ich Stefanies Bericht über „Reich. Reicher. Falkenstein“ mit den – wie immer – herrlichen Fotos gelesen habe, stand sofort für mich fest: ‚da muss ich hin!‘ Leider konnte ich ihren Rat diesen Spaziergang zu machen, bevor wieder alle Bäume grün sind, nicht sofort in die Tat umsetzen und so war mein Blick auf die Elbe an einigen Stellen leider schon vom Blattwerk verhindert. Aber dennoch war es ein herrlicher, interessanter Spaziergang am sonnigen Christi Himmelfahrtstag.

Das Auto habe ich am Parkplatz des Puppenmuseums abgestellt, der direkt am Eingang des Sven-Simon-Parks liegt. Sven Simon war das Pseudonym von Axel Springers Sohn, ein bekannter Fotografen, der sich 1980 das Leben nahm. Ihm zum Gedenken stiftete sein Vater der Öffentlichkeit den Park samt seinem ehemaligen Landhaus.

Sven-Simon-Park

Sven-Simon-Park

ein herrlich ruhiger Park

ein herrlich ruhiger Park

Wenn man ein kurzes Stück durch diesen wunderschönen und sehr stillen Park gegangen ist, kommt man zum heutigen Puppenmuseum Falkenstein, das über 500 Puppen und 60 Puppenhäuser sowie zahlreiche historische Kinderbildnisse beherbergt. 1923 war der Bau dieses interessanten Gebäudes – im Stil des neuen sachlichen Bauens -, von dem man den schönsten Hamburger Elbblick hat, vom Ehepaar Michaelsen beauftragt worden. Von Mitte 1950 bewohnte Axel Springer das Landhaus Michaelsen einige Jahre. Nachdem es danach lange Jahre leer stand und immer mehr verfiel, kam es 1980 in städtischen Besitz und seit 1985 ist es in Besitz von Elke Dröscher, die darin das Puppenmuseum und eine Galerie eröffnete.

Landhaus Michaelsen - heute: Puppenmusem

Landhaus Michaelsen – heute: Puppenmusem

Blick auf die Elbe vom Landhaus Michaelsen

Blick auf die Elbe vom Landhaus Michaelsen

Auch dies war einst Axel Springers Zuhause….man gönnt sich ja sonst nichts 😉

auch einst Axel Spingers Zuhause, hoch über der Elbe gelegen

auch einst Axel Spingers Zuhause, hoch über der Elbe gelegen

Vom Landhaus Michaelsen aus gibt es nun die verschiedensten Möglichkeiten den ca. 7 km langen Elbhöhenweg zu gehen, aber es geht viel rauf und runter, viel treppauf und treppab. 🙂 Ich muss gestehen, dass mich der Weg schon ein wenig gefordert hat. Nicht zu Unrecht nennt der NDR den Elbhöhenweg in einem Artikel „steile Piste für Naturfans“.

So war eine der vielen Bänke am Wegesrand sehr willkommen für mein erstes Picknick. 🙂

viele Bänke mit toller Aussicht auf die Elbe laden zum Verweilen ein

viele Bänke mit toller Aussicht auf die Elbe laden zum Verweilen ein

Stefanie hatte recht: ein wenig früher im Jahr hätte man an manchen Stellen noch eine bessere Aussicht gehabt….

bald kann man hier keinen Blick mehr auf die Elbe erhaschen

bald kann man hier keinen Blick mehr auf die Elbe erhaschen

Natur pur

Natur pur

Elbinsel Neßsand

Elbinsel Neßsand

Wenn man entweder viele Serpentinen oder viele Treppen nach unten gegangen ist, kommt man auf den Elbuferweg und da ist es dann mit der Ruhe vorbei – und an einem Tag wie „Vatertag“ allemal!

wenn das mal nicht ein tolles Gefährt ist

wenn das mal nicht ein tolles Gefährt ist

Ruhe vorbei....alle Menschen scheinen das gute Wetter zu nutzen

Ruhe vorbei….alle Menschen scheinen das gute Wetter zu nutzen

Aber nicht nur der Elbhöhenweg war mir bis dato unbekannt, Stefanies Blogbeitrag hatte auch noch ein weiteres Highlight für mich parat: den römischen Garten!

Blick vom Römischen Garten auf die Elbe

Blick vom Römischen Garten auf die Elbe

eine sogenannte Würzburger Treppe trennt den Park vom tiefer gelegenen Theater

eine sogenannte Würzburger Treppe trennt den Park vom tiefer gelegenen Theater

ein kleines Amphitheater mit Platz für etwa 200 Zuschauer

ein kleines Amphitheater mit Platz für etwa 200 Zuschauer

getrimmte Koniferen erinnern an die Toskana

getrimmte Koniferen erinnern an die Toskana

Am Himmelfahrt begann auch der 827. Hafengeburtstag mit der traditionellen Einlaufparade – ein kleiner Eindruck davon ist mir auch ‚vor die Linse‘ gekommen.

kleiner Einblick auf die Einlaufparade des 827. Hamburger Hafengeburtstages

kleiner Einblick auf die Einlaufparade des 827. Hamburger Hafengeburtstages

Es war ein herrlicher Spaziergang für mich, den ich sicherlich immer mal wieder – von unterschiedlichen Startpunkten aus – wiederholen werde.

Noch ein Tipp: wer mehr und schönere Fotos vom Hamburger Hafengeburtstag sehen möchte, sollte mal bei diesen beiden – ebenfalls immer sehr sehenswerten – Blogs vorbeischauen: Hinnerk&Henrikje und MeerArt

 

 

 

Botanischer Garten Hamburg/Loki-Schmidt-Garten

Als mir vor nunmehr fast genau 4 Jahren sehr unerwartet der geliebte Garten und einiges andere ‚abhanden‘ gekommen sind, wurde mir ja schnell klar, dass ich mir Garten-Ersatz suchen musste. Was lag näher als Garten-Blogs zu lesen (in diesem hier wird seit Wochen täglich gearbeitet und verschönert) und öffentliche Parks aufzusuchen, um dort die Sehnsucht nach Blumen und Natur zu stillen?! Inzwischen weiß ich aber auch (bis auf kurze Unvernunfts-Momente), dass es jetzt besser ist so wie es ist, denn in den vergangenen 4 Jahren hat mir aber auch der Körper gezeigt, dass er eh nicht mehr zur Gartenarbeit (und leider auch nicht zum Laufen) bereit wäre – der Rücken macht da einfach nicht mehr mit.

Dieses Wochenende wurde die Garten-Sehnsucht wieder groß und so habe ich mich am Sonntagvormittag in den Metronom gesetzt (5 Minuten Fußweg!), bin zum Hamburger Hauptbahnhof und von dort mit der S1 bis Klein Flottbeck gefahren. Und schon war ich da: im Botanischen Garten Hamburg, der seit Oktober 2012 Loki-Schmidt-Garten heißt. Auf 24 Hektar kann man hier einen Spaziergang durch die Pflanzenwelt der Nordhalbkugel machen. Hier kann man das ganze Jahr über auf botanische Entdeckungsreise gehen.

Besondern gut gefallen hat mir, die ich zum ersten Mal in diesem Park war, die Weitläufigkeit, die Ruhe – die Menschenmengen verlaufen sich in dem riesigen Areal des Parks und überall sind versteckt Sitzplätze und Bänke zu finden, wo man ganz in Ruhe die Natur genießen kann – ob jung oder alt, alles bunt gemischt! Leider hat noch relativ wenig geblüht und so steht für mich fest, dass ich diesen Ausflug dieses Jahr noch das eine oder andere Mal wiederholen werde, um die ganze Blütenpracht miterleben zu können.

Ich habe natürlich Fotos mitgebracht, die hier im Blog verewigt werden sollen – vielleicht gefällt euch ja das eine oder andere auch. 🙂

Mein geliebter Bambus als Allee – ein toller Beginn meines Rundganges

Bänke in den schönsten und unterschiedlichsten Formen laden überall zum Verweilen ein

japanischer Etagenschneeball – wunderschön!

Solche Prachtsburschen schwimmen dort in allen Gewässern

ein Bauerngarten – genau so wie ich ihn liebe!

Der japanische Garten ist das absolute Schmuckstück des Parks

einen Gesteinsgarten gibt es auch

Damaszener Rose

Rezepte gibt es dann auch bald wieder hier; habe in letzter Zeit viel Altbewährtes gekocht und ein wenig einen Durchhänger, was Neues anbelangt….aber das wird schon wieder. 🙂

 

Hamburger aufgepasst: einen schönen Abend mit netten Menschen verbringen und dadurch ein sehr sinnvolles Projekt unterstützen!

 

 

 

Wenn einer aus der Reihe tanzt, ist die Reihe besser zu sehen.
Das Außergewöhnliche, Andersartige und Besondere gehört
zum Leben unabdingbar und macht es erst lebbar – erst lebendig!

(Zitat: http://www.tourette.de/)

 


Schon letztes Jahr durften wir an der Charity-Veranstaltung einer guten Bekannten, Marianne, in Hamburg teilnehmen, die sich für die Belange von Menschen einsetzt, die vom Tourette-Syndrom betroffen sind oder an einer Tic-Störung leiden.

Marianne unterstützt mit dem Erlös dieser Charity-Parties, die sie dieses Jahr bereits zum siebten Mal veranstaltet, das Projekt N.E.M.O., das von Ärzten des UKE Hamburg ins Leben gerufen wurde.

N.E.MO. e.V. ist ein gemeinnütziger Förderverein für die Erforschung der Neurophysiologie und Entwicklung des Motorischen Systems und die Erforschung und Behandlung von Bewegungsstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen e.V.

Der Förderverein ist natürlich auf Spenden angewiesen und darum wäre es schön, wenn sich Menschen aus Hamburg und Umgebung von meinem Blogbeitrag dazu verleiten ließen an der Charity-Party teilzunehmen oder aber für den Verein zu spenden.

Wie dem unten angefügten Flyer zur Charity Party zu entnehmen ist, kostet der Eintritt für den Abend € 20,– und wird in voller Höhe dem Verein N.E.M.O. übergeben.

Marianne – und natürlich auch ich – freut sich über jeden neuen Gast, der den Weg zur Party findet bzw über jede Spende für den Verein. Um Anmeldung bei Teilnahme an der Party wird gebeten – Mailadresse bzw Telefonnummer sind im Flyer vermerkt.

Ich hoffe sehr, dass ich einige Leser/innen neugierig machen konnte und dass diese auch den Weg ins Café Rouge im Hanse-Viertel in Hamburg finden werden!

 

Charity Party

 

Ausflug: Das Hamburger Stadtpark-Revival 03. – 04.09.2011

Jedes Jahr am ersten Septemberwochenende findet das Hamburger Stadtpark-Revival statt – inzwischen schon zum 10. Mal!

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"Hamburg und Motorsport. Wer wird da nicht hellhörig. Hamburg und sein Hafen. Klar, das ist eine feste Größe, aber Motorsport!

Weit ab vom Hafen, mitten im Herzen der Stadt und dennoch am Wasser, befindet sich einer der schönsten Straßenrundkurse Europas. Gesäumt vom Stadtparkgrün und den angrenzenden Wasserläufen, wird hier alljährlich Anfang September auf einer 1,7 km langen gesperrten Strecke – an historischer Stelle – das Hamburger Stadtpark-Revival ausgetragen. Heute wie damals gehen Rennmaschinen und Sportwagen an den Start. Darunter auch Oldtimer- Fahrzeuge und Aktive aus der Stadtpark-Rennära.

Das Hamburger Stadtpark- Revival wird seit 1999 gefahren. Die Hamburger Stadtparkrennen wurden in den 1930er bis in die 1950er Jahre ausgetragen." (Zitat aus der Homepage des Stadtpark-Revivals)

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung dabei und schon sehr angetan davon. Als Knut vor ein paar Wochen fragte, ob ich ihn dieses Jahr auch wieder begleiten wolle, brauchte ich nicht lange überlegen: ich verstehe zwar absolut nichts von Autos, Motoren und dergleichen, aber ich sehe mir diese Oldtimer inmitten der dröhnenden Motoren gerne an – entweder bei den laufend stattfindenden spannenden Rennen oder aber wenn sie in ihren Pausenquartieren zum Besichtigen stehen. Das absolute Highlight war für mich wieder der Demolauf der RG-Renngespanne, bei dem die Mitfahrer im Beiwagen immer die gewagtesten Stunts machen, damit die Fahrer die beste Zeit herausholen.

Wir haben uns dieses Jahr den Samstag, den ersten Veranstaltungstag, ausgesucht, da der Wetterbericht für den Sonntag schon wieder nicht mehr so gut lautete – und so eine Veranstaltung macht natürlich bei Regen nicht halb soviel Spaß: unsere Entscheidung war richtig – es war ein herrlicher sonniger und sehr warmer Frühherbsttag.

 

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31,5° C in meiner Wohnung = Küche bleibt kalt

Eigentlich ist meine liebste Jahreszeit der Sommer und dann möglichst immer mit Sonnenschein – eigentlich! Denn was die letzten 2-3 Tage hier im Norden an Temperaturen und Schwüle herrscht, das ist nichts mehr für mich.

Wenn man (Eva) dann noch so intelligent ist, sich im kühlen März eine Wohnung im Dachjuhee (mit nicht isoliertem Dach) zu mieten, dann braucht man sich wohl nicht wundern, wenn an Tagen wie heute 31,5°C in der Wohnung sind (in Hamburg waren es draußen 35°C).

An Kochen war also nicht zu denken, sondern eher an Flucht. 🙂

Ich bin nach Hamburg an die Alster gefahren und habe mir das hier gegönnt:

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Danach habe ich noch ein paar Fotos gemacht und bin dabei in Richtung Heiligengeistfeld gelaufen, denn da findet während der Fußball-WM 2010 immer ein Public Viewing statt.

Ich hab' mir gedacht "wenn man (Eva) schon keine Ahnung von Fußball hat, dann ist es am besten, wenn sie sich so richtig 'in die Meute' begibt. 😉 Schon verrückt: 35°C, die Sonne knallte nur so vom Himmel, Menschenmassen (80% davon um einiges jünger als meine Kinder), aber es war auch ein ganz neues Erlebnis für mich.

Zur Halbzeit habe ich dann beschlossen, dass ich nicht unbedingt einen Hitzschlag brauche, hab' mich schnell ins Auto gesetzt, bin nach Elmshorn gefahren und habe da in einem kleinen Lokal die zweite Halbzeit mitverfolgt – auch wenn ich keine Ahnung habe, aber das haben 'unsere Jungs' gut gemacht.

Hier noch meine Fotos von heute:

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hier hat mir der Eisbecher geschmeckt 🙂

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 Public Viewing!

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Die Feuerwehr sorgte zum Glück für Abkühlung.

Glückwunsch zum 4:0!

 

  


 

 

 

Eppendorfer Landstraßenfest 2010 = die Küche bleibt kalt!

Eigentlich wollte ich ja heute endlich mal den Keller aufräumen, in den während des Umzugs alles hineingestellt worden ist, wofür ich vorerst keinen anderen Platz wusste…eigentlich! 🙂 Aber dann rief meine Tochter an und meinte, dass das Wetter viel zu schön sei, um drinnen zu bleiben und ob ich daher nicht mit ihnen zum Eppendorder Landstraßenfest gehen wolle, da sei dann auch gleich für das leibliche Wohl gesorgt.

Was für eine schöne Alternative zum Keller aufräumen! Klar, dass ich direkt 'ja' gesagt habe. Schließlich ist Eppendorf ja auch ein wunderschöner Hamburger Stadtteil.

Herrlichstes Sommerwetter, viele Menschen, Angebote für klein und groß, für jung und alt sowie kulinarische Spezialitäten aller Herren Länder in flüssiger und fester Form und zu all dem auch noch die Begleitung von zwei lieben Menschen – besser hätte dieser Sonntag doch gar nicht sein können!

Vielen Dank an euch, liebe Miriam und lieber Marcus, fürs Mitnehmen und die nette Begleitung. 🙂

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Ich geb' es ja zu: ich habe auch einen Crêpe mit Nutella gegessen….

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So ein bisschen was für die Schönheit durfte nicht fehlen…

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Abi Wallenstein (höchstpersönlich)

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meine liebe Begleitung konnte kaum eines der vielen kulinarischen Angebote auslassen 🙂

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Na, was guckt er so kritisch? Hat er Angst, dass sie ihm alles wegisst? :-) 

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Blick hinter die Kulissen

Es geht mir wie Jutta: ich koche ganz gerne nach seinen Rezepten, aber sehen muss ich ihn nicht unbedingt dabei……bisher zumindest!

In seiner eigenen Kochshow, die er vor Jahren auf Vox hatte, ging es noch, aber wenn er bei Kerner's Köche oder Lanz kocht dabei ist, fand ich ihn nicht so sehr sympathisch. Inzwischen ist mir aber klar, dass er einfach besser rüberkommt, wenn er alleine ist, das scheint mehr Seins zu sein!

Überhaupt habe ich meine Meinung über ihn sehr revidiert, nachdem ich ihn nun live und recht hautnah erleben durfte.

Ich beziehe seit Jahren seinen Newsletter und vor ein paar Wochen flatterte eine Mail mit der Mitteilung in mein Email-Postfach, dass Tim Mälzer nun in seiner samstäglichen ARD-Kochshow mit Publikum kochen würde und dass man sich bewerben könne, um einmal live bei so einer Aufzeichnung dabei zu sein. Ich wollte nicht so gerne, hatte es aber Herrn D. erzählt, der sofort Feuer und Flamme war, weil er unbedingt einmal hinter die Kulissen schauen wollte. Ich meldete uns dann auf seinen Wunsch hin an, hoffte insgeheim, dass wir nicht angenommen werden würden, aber Pustekuchen…..:-(

Tim Mälzer hat ja in Hamburg ein neues Restaurant  – die Bullerei – eröffnet, hier und hier wurde schon darüber berichtet; in diesem – riesigen – Gebäude hat er auch ein Studio untergebracht, in dem die ARD-Kochshows aufgezeichnet werden. So hatten wir also die Möglichkeit zusätzlich zum Studio auch noch das neue Restaurant kennenzulernen.

Zusammen mit uns waren noch gut 20 weitere Personen zu der Aufzeichnung eingeladen worden (insgesamt wurden 3 oder 4 Sendungen an diesem Tag aufgezeichnet und dazu war jedes Mal anderes Publikum eingeladen); zur angegebenen Uhrzeit wurden wir freundlichst vor der Bullerei von einer jungen, sehr charmanten Dame empfangen, die uns den weiteren Ablauf erklärte und uns Getränke anbot. Bis zur Aufzeichnung war noch gut 1 Stunde Zeit, in der die meisten von uns gleich die Möglichkeit nutzen den Mittagstisch der Bullerei zu kosten, der bei herrlichsem Wetter draußen auf dem Vorplatz des Restaurants – im sogenannten Deli – eingenommen werden konnte.

Bild1 

Bild2 

An diesem Vorplatz/Deli kann man mittags essen oder auch nur etwas trinken (Bier holt man sich selbst am Bierwagen hinter dem Sonnenschirm), später dann auch Kaffee trinken und Kuchen essen und gegen Abend wurde ein Grill aufgebaut und man konnte hautnah miterleben, wie das bestellte Fleischstück gegrillt wurde – alles in allem eine sehr angenehme, lockere Atmosphäre und Tim spaziert zwischendurch auch mal da herum oder setzt sich irgendwo dazu….kaum einer nimmt davon Notiz – so entsteht keine unruhige Promi-Atmosphäre.

Nachdem wir beide je ein Essen von der Mittagskarte verspeist hatten und damit sehr zufrieden waren (Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt!), hatten wir noch genügend Zeit das Restaurant zu besichtigen.

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Restaurant 4 

Restaurant 5 

Restaurant 6

Kaminecke mit massenhaft Polstern, um es sich am Boden bequem zu machen

Restaurant 6a

man sieht – hinter einer Verglasung – , was man auf den Teller bekommen wird

Restaurant 7 

Restaurant 8

sogar die Toiletten haben ihr ganz eigenes Flair – mit Holzherz, aber auch mit ganz einfachem Schiebeschloß

Restaurant 9

wenn das nicht das Hobby-Bäckerinnenherz höher schlagen lässt?!!!

Alles in allem ein sehr individuell und ansprechend gestaltetes Restaurant – ich freue mich schon auf unser erstes Essen dort!

So, nun wurde es aber ernst – wir wurden ins Studio geholt und dort plaziert. Es wurde jedem ein Platz zugewiesen und der eine und andere musste sich wieder umsetzen, weil es wohl irgendwie nicht stimmig war fürs Bild. Die Fernsehleute stellten sich vor, sprachen ein paar Worte mit uns und erklärten alles; dann kam Tim zu Wort, der auch schon die ganze Zeit mit dabei war und von der ersten Minute an habe ich meine bisherige Meinung von ihm revidiert: er ist total natürlich, strahlt eine große Herzlichkeit aus, spricht mit jedem und geht auf jeden ein. Man merkt ihm an, dass er gerne Kontakt mit Menschen hat – jede auch noch so kleine Pause hat er für Gespräche mit dem Publikum genutzt und nicht nur einmal ließ er die Kameraleute und die Regie warten, weil er mit dem Gespräch noch nicht fertig war – er hat das glaubhaft vermittelt, was er eingangs sagte: er braucht den direkten Kontakt zum Publikum, er braucht Publikum
, um gut zu sein.

Man hat in der Zeit dort nun nicht groß etwas Neues fürs Kochen gelernt, aber man hat einen Eindruck gewonnen, was für ein hartes, anstrengendes Geschäft es ist so eine Kochsendung aufzuzeichnen und wie viel Konzentration es auch erfordert – alle wussten immer, was Tim gerade als Letztes gesagt hatte und mit welchem Wort er im Text wieder einsteigen musste; ich möchte mit keinem von diesem Team tauschen und schon gar nicht mit Tim. Bis er 30 Minuten Sendezeit voll hat, steht er mindestens 2 Stunden im Studio und das an einem Tag mehrmals hintereinander!

Aber eines war die ganze Zeit über zu spüren: er hat Spaß daran und das ganze Team auch!

Studio1 

Studio2 

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Studio4 

Studio5a 

Studio 5 

Studio 6 

Studio 7 

Studio 8 

Studio 10 

Studio 11 

Studio 13 

Und nach der Aufzeichnung gab es – wenn gewünscht – auch noch Autogramme!

Mälzer 

Schön war es, interessant war es – man sieht jetzt einiges mit anderen Augen – vielen Dank an alle, die uns das ermöglicht haben!