Steckrübeneintopf

Schon ein bisschen verrückt derzeit…
Donnerstag, Freitag letzter Woche trübes Herbstwetter, bei dem man sich zum ersten Mal wieder auf einen deftigen Eintopf freut und gestern, am Sonntag, über 24°C und eine Art Sahara-Wind, so dass einem am 19. Oktober in Norddeutschland noch im T-Shirt zu warm
ist!  😉

Doch zurück zu Freitag, denn da war meine Lust auf Eintopf riesengroß und so kam mir das Rezept für den Steckrübeneintopf in seinem neuen Buch ‚Heimat‚ gerade recht. Schnell die Zutaten eingekauft und losgelegt. Ich habe mich auch mengenmäßig ans Originalrezept gehalten und mich zum Glück für meinen 5,5 Liter Topf entschieden, denn der wurde bis oben hin voll – die angegebene Menge ergibt vier reichhaltige Essen für 2 Personen. Aber das ist gut so, denn aufgewärmt schmeckt so ein Eintopf bekanntlich noch besser und einfrieren lässt er sich auch hervorragend.

Der Steckrübeneintopf schmeckt – so wie im Rezept angegeben – ’nur‘ mit Speck wunderbar kräftig und aromatisch, aber der Mitgenießer ist ja bekennender Fleischliebhaber und so habe ich noch Kochwürste und ein Kassler Kotelett zum Eintopf gegeben = ein Kann, kein Muss!

Ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Gericht für die kühlere Jahreszeit, das sich bestens auf Vorrat zubereiten lässt.

Noch kurz zum neuen Buch: Ich weiß, Tim Mälzer ist umstritten – entweder man findet ihn gut oder aber man kann ihn partout nicht leiden, ich gehöre eher zur ersten Fraktion. Sein neues Buch ‚Heimat‘ hat bestimmt nicht das Rad der Rezeptewelt neu erfunden, aber es ist wirklich ein Querschnitt durch die Rezepte Deutschlands und nur darum geht es Tim mit diesem Buch: Zitat „Das auf der Zunge muss für mich auch immer das Herz berühren, und das gelingt natürlich gerade mit der Küche der Heimat, der Küche der Kindheit.
Das Buch ist wunderbar illustriert (schon auf der ersten Seite geht mir das Herz auf: ein in voller Blüte stehendes Rapsfeld, darüber der typisch norddeutsche, leicht wolkenverhangene Himmel, in dem in kindlicher Handschrift das Wort ‚Heimat‘ geschrieben steht) und versehen mit Bildern von den Menschen, die noch natürlich und handwerklich mit dem Produkt Lebensmittel arbeiten; immer wieder eingestreut handgeschriebene Rezepte und kleine Anekdoten aus der jeweiligen Gegend – ich liebe so aufgemachte Kochbücher und da stehen für mich auch nicht Rezepte der allerausgefallensten Küche an vorderster Stelle.

Steckrübeneintopf

Portionen: für 4-6 Personen (Eva: eher mehr!)

Steckrübeneintopf

Zutaten

  • 1 Steckrübe (ca. 1 kg)
  • 500 g dicke Möhren
  • 2 große Gemüsezwiebeln
  • 700 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 EL Gänseschmalz (wahlweise Schweine- oder Butterschmalz)
  • 150 g Speckwürfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • Essig (optional) (Eva: 1 Schuss weißer Balsamico-Essig)
  • Eva zusätzlich zum Rezept:
  • 4 Kochwürste
  • 1 Scheibe Kassler Kotelett mit Filet

Zubereitung

  • Steckrübe und Möhren schälen und würfeln, Zwiebeln pellen und würfeln. Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln. Gänseschmalz in einem Bräter erhitzen, die Speckwürfel darin glasig dünsten.
  • Gemüse und Lorbeerblatt zugeben, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und glasig dünsten. Mit 2,5 l Wasser auffüllen und offen 80 Minuten leise köcheln. Vor dem Servieren nochmals mit Salz, Pfeffer, Zucker und auf Wunsch mit etwas Essig abschmecken.
  • Eva: mir war das Ganze ein wenig zu grob und wir mögen einen Eintopf auch gerne etwas sämiger, daher habe ich das Gemüse teilweise mit dem Pürierstab zerkleinert.
  • schmeckt köstlich an kühlen, nasskalten Herbst- und Wintertagen!

Notizen:

unbedingt einen großen Topf wählen: mein 5,5 Liter Topf war bis oben voll!1 Habe noch Kochwürste und 1 Scheibe Kassler Kotelett mit Filet dazugegeben (Kochwürste genügen aber!)

schmeckt aufgewärmt fast noch besser und lässt sich auch super einfrieren, daher am besten die im Rezept angegebene Menge kochen.

http://deichrunnerskueche.de/2014/10/steckruebeneintopf.html

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