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Hefezopf

Eine Alternative zu Brot und Brötchen ist beim Wochenendfrühstück immer mal gerne gesehen. Bisher war das meist mein Rosinenbrot, jetzt wurde das Repertoire aber erweitert um einen wunderbar lockeren, flaumigen Hefezopf.

Ist das nicht ein kleines Prachtstück?

locker, flaumig, flauschig = ich bin begeistert! Unbedingte Nachbackempfehlung.

Hefezopf

Portionen: 1 Zopf à ca. 800 g

Hefezopf

Zutaten

  • Hefefeinteig
  • Mehlbrühstück:
  • 12 g Weizenmehl 550er
  • 48 g Wasser
  • 2 g Salz
  • Mehl mit kochendem Wasser überbrühen, gut durchrühren und abkühlen lassen.
  • Kann schon 1 Tag vorher hergestellt werden, dann kühl lagern, kann im Sommer direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden.
  • Hefeteigpaste:
  • 60 g Butterschmalz
  • 30 g Zucker
  • 30 g Invertzuckersirup oder Glukosesirup oder Honig (Eva: Honig)
  • Zitronenabrieb nach Geschmack
  • Vanillemark nach Geschmack
  • 2 g Salz
  • Butterschmalz erst weich werden lassen, dann mit einer Gabe und dem Knethaken des Handrührers mit den restlichen Zutaten vermischen. (Eva: direkt von der KCC vermischen lassen)
  • Teig:
  • Mehlbrühstück
  • Hefeteigpaste
  • 400 g Weizenmehl 550er
  • 40 g Ei (kleines Ei verquirlen, Menge abmessen oder ganzes Ei abwiegen und restliche Menge beim Wasser abziehen)
  • 16 g Hefe
  • 130 g Wasser/alternativ Milch (Eva: Milch)
  • 0,4 g aktives Backmalz
  • Eistreiche und evtl. Topping
  • 1 verquirltes Ei sowie etwas Wasser und Salz
  • 1 Hand voll gehackte Mandeln oder Hagelzucker (nach Belieben) (Eva: weggelassen)

Zubereitung

  • Alle Zutaten einige Zeit vorher in der Küche bereitstellen, so dass sie bei der Teigzubereitung gleich temperiert sind.
  • Alle Zutaten (bis auf die für die Eistreiche) in die Backschüssel geben und den Teig kneten lassen.
  • Knetzeit: 8 Minuten langsam und 4 Minuten schneller. - Der Teig sollte am Ende der Knetzeit nicht mehr an der Schüssel kleben
  • Teigtemperatur: 26°C
  • Teigruhe: an einem warmen Platz zugedeckt mindestens 30 Minuten. (Eva: in der Kenwood Cooking Chef bei gleichbleibend eingestellten 35°C)
  • Zwischengare und Flechten: nach der Teigruhe den Teig in 3 Teile teilen und diesen Strängen wieder eine Zwischengare von 30 Minuten oder mehr geben. Dazu werden sie zu handlangen dicken Walzen gerollt, in die Falten eines bemehlten Leinentuchs gelegt und mit Folie abgedeckt. - Wenn die Stränge deutlich an Größe zugenommen haben, wird jedes einzelne Teigstück in die Länge gezogen, auf ein Drittel zusammengelegt und dann zu einer festen Wurst aufgerollt, die so lange auf der Arbeitsfläche gerollt wird, bis sie die richtige Länge zum Flechten hat. Die Stränge müssen zum Flechten trocken, sogar ein wenig mehlig sein. - Die Teigstränge müssen sehr locker miteinander verflochten werden. Am Ende verbindet man die drei Teigenden durch einen Schlag mit der Handkante fest miteinander, legt den entstandenen Zipfel nach unten um und schlägt nochmals mit der Handkante darauf. Dann sollten die Zöpfe nicht mehr aufgehen.
  • Gare: Den fertigen Zopf auf ein gefettetes oder mit Dauerbackfolie belegtes Backblech legen, überschüssiges Mehl abwischen und den Zopf ein erstes Mal dünn, aber sorgfältig mit Eistreiche bestreichen. Er darf jetzt an der Luft weiterreifen ca. 40-60 Minuten bis zur knapp vollen Gare so dass er vor dem zweiten Einstreichen eine leichte Haut bildet. Unmittelbar vor dem Backen nochmals leicht mit Eistreiche einpinseln und ggf. mit gehackten Mandeln bestreuen.
  • Im vorgeheizten Ofen ohne Schwaden backen.
  • Backen: Ofen vorheizen auf ca. 200°(Ober-/Unterhitze) - ca. 10 Min. anbacken, dann Temperatur reduzieren auf ca. 160-170° und weitere 20-25 Min. backen
  • Gesamtbackzeit: ca. 25-30 Minuten
  • Rezept: Rezeptvorlage für den Hefefeinteig von Markus Messemer, leicht modifiziert; Art des Flechtens sowie Eistreiche nach Günther Weber "Gut Brot will Weile haben"

Notizen:

Eva im Miwe folgendermaßen gebacken: 180°C/10 Minuten/ohne Schwaden//160°C/25 Minuten/ohne Schwaden

http://deichrunnerskueche.de/2014/09/hefezopf.html

Lebkuchen ‚Deichrunners way‘

Jeder hat ja so seine Kindheits-Weihnachtsplätzchen, die nur nach Mutters Rezept gebacken schmecken. Bei mir sind das die Lebkuchen, deren Rezept ich euch heute verrate. Das sind FÜR MICH die einzig wahren Lebkuchen. Das mag keiner verstehen, aber für mich ist das so.

Meine Mutter hat sie bis ins hohe Alter für uns alle gebacken und – zusammen mit anderen Kindheitsplätzchen und Stollen (auch das MEIN Kindheitsstollen – nur so mag ich ihn) – im Paket an Kinder und Enkelkinder verschickt.

Weihnachten, Plätzchen, Lebkuchen

Ich habe diese Lebkuchen vermisst und daher habe ich sie mir dieses Jahr zum ersten Mal selbst gebacken und  – sie schmecken immer noch nach Kindheit! 🙂

Lebkuchen ‘Deichrunners way’

Portionen: ca. 120 Stück

Lebkuchen ‘Deichrunners way’

Zutaten

  • 1000 g Mehl
  • 500 g "Kunsthonig" (= Zuckerrübensirup, z.B. Grafschafter Goldsaft)
  • 500 g Zucker
  • 180 g Mandeln
  • 150 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 4 Eier
  • 6 g Zimt
  • 6 g Nelken
  • etwas Kirschwasser (ca. 1 EL)
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung

  • Die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, dann in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken. Nun die Haut abziehen. Die Mandeln dann fein mahlen.
  • Kunsthonig in einem Topf auf dem Herd zerlassen und dann ein wenig auskühlen lassen.
  • Man schüttet das Mehl auf ein Backbrett oder die Küchenarbeitsplatte, macht in die Mitte des Mehls eine Vertiefung, gibt in diese zuerst den Zucker, macht darin wieder eine Vertiefung und gibt dahinein den Kunsthonig sowie die Eier und das Kirschwasser dazu. Die Mandeln streut man mit den restlichen Zutaten auf das Mehl und verarbeitet alles zusammen zu einem Mürbeteig.
  • Den Teig gibt man für eine gute Stunde - in Klarsichtfolie gewickelt - in den Kühlschrank. Dann teilt man den Teig in mehrere kleinere Stücke (alle bis auf eines immer wieder in den Kühlschrank legen) und rollt das eine Teigstück auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick aus. Mit einer rechteckigen Form mit Zacken sticht man die einzelnen Lebkuchen aus und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  • Die Lebkuchen werden bei 170°C auf der mitteleren Schiene etwa 20 Minuten lang gebacken; aber immer Sichtkontrolle halten - meist braucht nur das erste Blech die volle Backzeit.
  • Quelle: Familienrezept

Notizen:

Meist sind die Lebkuchen erst einmal recht hart; nach 1-2 Wochen in einer Dose gibt sich das aber (man kann auch einen Apfelschnitz mit in die Dose geben, das macht die Lebkuchen auch schneller weich) - Meine Lebkuchen waren aber von Anfang an weich.

http://deichrunnerskueche.de/2013/12/lebkuchen-deichrunners-way.html

Schnecken vom Blech (Quark-Ölteig mit Mandelfüllung)

Für das Wochenend-Backwerk habe ich mal wieder zu einem meiner Lieblingsbackbücher gegriffen. Ich backe sehr gerne aus dem Buch "fein gebacken!" von Cornelia Schinharl und Christa Schmedes, denn die Rezepte sind ansprechend präsentiert, gut erklärt und alles, was ich bisher daraus gebacken habe, ist gut gelungen und hat prima geschmeckt.

Ich esse gerne Schneckennudeln und dergleichen vom Bäcker – besser gesagt: ich würde es gerne essen, aber viele norddeutschen Bäcker meinen, dass sie alles mit einem dicken Puderzuckerguss einstreichen müssen und das mag ich gar nicht, das ist mir viel zu süß.

Als ich beim Durchblättern des Buches dann die Schnecken vom Blech mit der Mandelfüllung – ohne Puderzuckerguß!! – gesehen habe, wusste ich sofort, was es am Wochenende zum Kaffee geben würde.

Dem (norddeutschen!!) Mitgenießer war das Gebäck zu schlicht, zu trocken, zu wenig sahnig, aber für mich waren das genau die Schnecken, die ich gerne esse: nicht zu süß, aber saftig durch die Füllung, man kann sie gut einfrieren und so einzeln mit zur Arbeit oder auch auf einen Fahrradausflug nehmen.

Schnecken vom Blech

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schnecken vom Blech (Quark-Ölteig)
Kategorien: Backen, Quark-Öl-Teig, Mandeln
Menge: 16 bis 20 Stck

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
250 Gramm   Magerquark
100 ml   Neutrales Öl
80 ml   Milch
75 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
500 Gramm   Mehl
1 Pack.   Backpulver
      Mehl zum Arbeiten
H FÜR DIE FÜLLUNG
2 Essl.   Honig
1     Ei
1/2 Teel.   Zimtpulver
250 Gramm   Gemahlene Mandeln
50 Gramm   Sahne (Eva: bisschen mehr gebraucht); ca.
1 Essl.   Rum
30 Gramm   Butter
100 Gramm   Aprikosenkonfitüre

Quelle

  aus: Cornelia Schinharl/Christa Schmedes – "fein
  gebacken!"
  Erfasst *RK* 22.10.2013 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Für den Teig den Quark in einem Tuch leicht auspressen, dann mit Öl, Milch, Zucker und Vanillezucker glatt rühren. Die Hälfte des Mehls unterrühren, restliches Mehl mit Backpulver mischen und auf die Arbeitsfläche geben. Quarkmasse dazugeben und alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.

Für die Füllung den Honig erwärmen und mit dem Ei und dem Zimt glatt rühren. Dann die Mandeln, die Sahne und den Rum unterrühren. (Ist die Masse zu fest, einfach noch 1-2 El Sahne dazugeben.)

Die Butter zerlassen. Den Teig auf wenig Mehl zu einer Platte von 56*32 cm ausrollen und mit der Butter bestreichen. Die Mandelmischung darauf verstreichen. Teigplatte von der Längsseite her einrollen. Die Rolle halbieren und zugedeckt 30 Minuten kühl stellen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Jede Rolle in 10 jeweils 2-3 cm breite Stücke schneiden. Die Schnecken nebeneinander mit einer offenen Seite auf das Blech legen (Eva: gleichmäßig ein bisschen platt gedrückt). Im Ofen (Mitte) ca. 20 Minuten backen.

Inzwischen die Aprikosenkonfitüre erwärmen und durch ein Sieb streichen. Nach 20 Minuten Backzeit die Schnecken mit Aprikosenkonfitüre bestreichen und in weiteren 5 Minuten fertig backen.

Schnecken als Blechkuchen servieren oder mit einem Messer trennen und einzeln anrichten. *

*Anmerkung Eva: bei mir waren sie alle einzeln; war aber auch so gewollt

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