Heidelbeertarte mit Mascarponefüllung – nachgebacken von MaLu

Ein verlängertes Wochenende steht bevor! 🙂 Wie wäre es da mit einer schnell gemachten, aber äußerst leckeren Heidelbeertarte? Vielleicht habt ihr ja genau so viel Glück wie ich und bekommt auch noch frische Heidelbeeren.

Diese Heidelbeertarte hat mich auf dem Blog von MaLu’s Köstlichkeiten direkt angelacht, denn ich wusste sofort, dass die mir schmecken würde. Es lohnt sich eh bei Malu zu stöbern, denn sie kreiert viele tolle süße Leckereien.

Erst dachte ich, dass der Mürbeteigboden zu dick geraten ist (ich bin ja ein Freund von sehr dünnen Mürbeteigböden), aber nach dem ersten Kosten war direkt klar, dass das Verhältnis von Teig zur Füllung total stimmig ist.

Die geniale Tarteform mit losem Boden* finde ich wunderschön, das einzige Manko ist, dass ich bis jetzt keine passende Kuchenplatte dafür gefunden habe – sie sind alle zu kurz. Wenn da jemand einen Tipp für mich zu einer Bezugsquelle hätte, immer gerne! 😉

Maren hat noch einen tollen Tipp, wie man einen mit Obst belegten Kuchen oder eine Tarte ein wenig länger haltbar und ansehnlicher machen kann: sie bestreicht die Früchte mit einer Fruchtglasur. Das Rezept dafür habe ich direkt zum Tarterezept dazu geschrieben.

Heidelbeertarte mit Mascarponefüllung und Fruchtglasur

Portionen: 1 Tarteform mit losem Boden - 10*35 cm

Heidelbeertarte mit Mascarponefüllung und Fruchtglasur

Zutaten

  • Mailänder Mürbeteig:
  • 120 g Süßrahmbutter - weich, aber nicht flüssig
  • 60 g Puderzucker
  • 25 g Vollei, kalt (Ei verquirlen und abwiegen)
  • 185 g Weizenmehl 405 oder 550, kalt
  • 2 g Backpulver
  • Mascarpone-Füllung
  • 250 g Mascarpone
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • Abrieb einer Zitrone
  • Belag:
  • 250 g Heidelbeeren
  • Fruchtglasur:
  • 3 Blätter weiße Gelatine
  • 75 ml Mineralwasser
  • 100 g Zucker
  • Abrieb einer halben Zitrone oder Orange
  • 1/4 Vanilleschote

Zubereitung

  • Mailänder Mürbeteig:
  • Weiche Süßrahmbutter etwa 10 Sek. mit den Knethaken des Handrührers durchrühren.
  • Puderzucker zugeben und noch mal 10 Sek. durchrühren, kaltes Eigelb zugeben wieder kurze rühren bis der Teig sich verbindet (10-15 Sek.)
  • Weizenmehl u. Backpulver mischen, Gemisch zugeben, auf kleiner Stufe anrühren, sobald das Mehl etwas untergerührt ist auf höchster Stufe etwa 2 Min. durchkneten
  • Der Teig sollte sich gut verbinden. Teig aus der Schüssel nehmen und kurze mit den Händen durcharbeiten, etwas flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mind. ca.30 Min. kühlen.
  • Tarteform gut fetten, Teig dünn ausrollen und in Tarteform legen, Rand hochziehen, Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit sich keine Blasen bilden und blindbacken. Das heißt, man legt ein Stück Backpapier auf den ungebackenen Teig und füllt z.B. getrocknete Erbsen zum Beschweren ein. Auch das verhindert, dass der Teig zu sehr aufgeht und seine Form verliert. Das ist vor allem wichtig, wenn er noch gefüllt werden soll.
  • Teig nun ca. 25 min. bei 180 Grad (U/Oberhitze) backen, 5 min. vorher kurz aus dem Ofen nehmen, die Erbsen und das Backpapier entfernen und nochmal die restlichen 5 min. backen. Abkühlen lassen.
  • Mascarpone-Füllung:
  • Mascarpone und Zitronenabrieb in eine Rührschüssel geben. Die weiße Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und dann mit dem Mixer kurz unter die Mascarponemasse rühren. Diese Masse gibt man in die vorgebackene Tarte und streicht sie glatt.
  • Tarte dann mit Heidelbeeren belegen.
  • Fruchtglasur:
  • Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  • Wasser und Zucker in einen Kochtopf geben und die Vanille und Zitronenschale hinzufügen. Alles zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und die gut ausgedrückte Gelatine in der heißen Flüssigkeit auflösen. Durch ein feines Sieb gießen. Noch warm mit einem Pinsel auf den vorbereiteten Fruchtbelag streichen.
  • Kocht eine Rezeptmenge und, nachdem z. B. die Heidelbeertarte fertig glasiert wurde, bewahrt die restliche Glasur in einem sauberen Marmeladenglas einige Tage im Kühlschrank auf oder friert sie ein. Durch Erhitzen kann man sie später immer wieder verflüssigen und weiteren Backwerken Glanz verleihen.

Notizen:

Rezept für Mailänder Mürbeteig von hier: http://www.natuerlich-selbst-gebacken.de/f9c80649d7-video-back-kurs-teil-4/item/download/1.html

Rezept für Füllung und Belag von hier: http://maluskoestlichkeiten.wordpress.com/2013/09/04/blaue-stunde-heidelbeertarte-mit-mascarponefullung/

Rezept für Fruchtglasur von hier: http://maluskoestlichkeiten.wordpress.com/2013/09/04/fruchtglasur/

http://deichrunnerskueche.de/2014/10/nachgebacken-malus-heidelbeertarte-mit-mascarponefuellung.html

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16 Gedanken zu „Heidelbeertarte mit Mascarponefüllung – nachgebacken von MaLu

  1. MaLu's Köstlichkeiten

    Liebe Eva,
    ach, wie schön, dass dir die Tarte auch so gut geschmeckt hat. 🙂 Vielen Dank fürs Verlinken.
    Das mit der Tortenplatte ist wirklich ein kleines Problemchen. Da müssen die Porzellanhersteller wohl nachbessern, denn diese Tarteform hat ja einen Siegeszug durch sämtliche Küchen gemacht.
    Ich bin gespannt, ob einer deiner Leser noch eine bessere Idee, als die Schieferplatte hat.
    Ich wünsche dir ein erholsames langes Wochenende.
    Liebe Grüße Maren

    Antworten
    1. Eva Beitragsautor

      Liebe Maren, die ist so köstlich, die muss bekannt gemacht werden. 🙂
      Deine Idee mit der Schieferplatte ist ja schon mal gut, aber vielleicht hat doch noch jemand eine weitere gute Idee bzw eine Kuchenplatte dafür, die passt. Dir auch ein wunderschönes verlängertes Wochenende, viele Grüße Eva

      Antworten
    2. Roger Warna

      Liebe Maren und Eva, ich habe die Idee eigentlich schon auf dem zauberhaften Foto von Eva entdeckt.

      Einfach das überstehende Stück abschneiden und gleich verdrücken. 🙂

      Nein Spass beiseite, einfach nur Toll und genial diese Tarte!!!

      Lieber Gruss Roger

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  2. Petra aka Cascabel

    Oh wie hübsch! Ich bin zwar kein Freund der großen Kulturheidelbeeren, habe aber noch Waldheidelbeeren eingefroren. Die kann man dann zwar nicht so akurat auf dem Kuchen anordnen, aber ich bin ja eh etwas chaotischer veranlagt 😉

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    1. Eva Beitragsautor

      tja, wenn ich Waldheidelbeeren hätte…, aber solche Köstlichkeiten sind mir meist versagt hier.
      So akurat bin ich ja normalerweise auch nicht, aber es gefiel mir schon bei Maren so gut. 🙂

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  3. Eva

    Die ist mir bei Maren auch schon aufgefallen. 🙂
    Sehr schick!
    Zur geeigneten Platte kann ich leider nix beisteuern. 35cm sind schon eine stolze Länge, aber wenn ich etwas sehe, sage ich dir Bescheid!
    Liebe Grüße,
    Eva

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  4. Sabine

    Vielleicht mal beim örtlichen Schreiner nach einer Holzschale fragen (bspw. fertigt der Mann von Carmen (Schweizergarten Blogspot) traumhafte Holzschalen, ich bin sicher, das macht so manch örtliche Bastler auch … das würde bestimmt edel aussehen).
    Ansonsten finde ich das mit der Fruchtglasur eine tolle Idee. Vielleicht kann ich das meiner Tochter mal unter schummeln, die kann Gelatine (dick rot oder weiß) auf Kuchen gar nicht leiden.

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    1. Eva Beitragsautor

      Hallo Sabine, willkommen auf meinem Blog! Holzschale wäre wohl nicht so gut, aber ein Holzbrett. Gute Idee von dir, ich werde mich umhören.
      Ich mag auch keinen Tortenguß oder die dicke Gelatine, die sie beim Bäcker drüber machen, daher gefällt mir diese Fruchtglasur ausgesprochen gut.Liebe Grüße Eva

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    1. Eva Beitragsautor

      Sandra, die Schieferplatte als Tablett ist schon mal ein ganz toller Tipp….immerhin ist sie lang genug. Danke vielmals!!

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  5. Roger Warna

    Liebe Eva, so was von schön…
    Ich als alter Patissier stehe total auf solche Leckereien.
    Das Bild hat sich immer wieder in meinen Augen festgekrallt. Die Perfektion, wie diese Tarte daher kommt. Weltmeisterlich, wirklich.
    Das Bild zeigt mir auch, dass die Tarte mit Sicherheit hervorragend schmeckt.
    Aber das werde ich selber überprüfen müssen. 🙂

    Lieber Gruss
    angefixter Nachbacker 🙂

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  6. Peppinella

    Hallo Eva! Das sieht verführerisch aus, und wunderbar fotografiert (kann ich nicht, aber weißt du ja. Ich werde nachbacken. Sehr gut gefällt mir auch die Fruchtglasur. Grüße vom Niederrhein sendet Peppinella.

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  7. Turbohausfrau

    Ganz elegant schaut diese Tarte aus!
    Mir geht’s allerdings wie Petra: Heidelbeeren esse ich am liebsten die aus dem Wald. Aber die kann man dann nie so schön in Reih und Glied legen wie bei dir!

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