Meyers Windmühle in Bardowick – unbedingt besuchen!

Die letzten drei Blogbeiträge drehten sich um selbstgebackenes Brot. Da ist es doch sehr passend, wenn es heute um Getreide geht und um den Ort, an dem dies zu Mehl gemahlen wird.

Schon ein bisschen kurios, dass erst meine Freundin Marlene zu Besuch kommen muss, um mich kurz nach ihrem Besuch auf eine Fernsehsendung (sehenswert!!) aufmerksam zu machen, in der über eine der wenigen Mühlen berichtet wird, in der das Müllergewerbe noch berufs- und erwerbsmäßig ausgeübt wird. Ihr fragt euch vielleicht, was daran kurios ist? Na, dass diese Mühle mal gerade eben 40 km von meinem Zuhause entfernt ist und ich von meiner Freundin darauf aufmerksam gemacht werden muss, die so weit entfernt wohnt. 😉
Nachdem ich mir die Reportage angesehen hatte, stand für mich fest, dass ich diese Mühle so schnell wie möglich besichtigen wollte – schon um zu sehen, ob ich da künftig mein Mehl fürs Brot backen kaufen kann.

Gestern war es nun so weit: es ging nach Bardowick zu Meyers Windmühle.

Meine kühnsten Erwartungen wurden weit übertroffen: ich hoffe, ich kann meine Begeisterung in diesem Blogbeitrag wiedergeben und viele Menschen animieren die Mühle selbst zu besichtigen!

Die Mühle hat in ihrem über 200 Jahre alten Bestehen viele Auf und Abs erleben müssen und ist nun schon seit über 100 Jahren in der Hand der Familie Meyer. 1996 übernimmt der jetzige Müller Eckhard Meyer den Mühlenbetrieb in 6. Generation – nachzulesen in der Chronik.

Da ich keine geführte Besichtigung (muss man anmelden) der Mühle mitgemacht, sondern sie nur auf eigene Faust erkundet habe, kann ich eigentlich nichts über die Technik der Mühle schreiben bzw ich müsste es von der Website von Eckhard Meyer abschreiben. Da ist es doch einfacher, wenn ihr selbst dort nachlest, euch diesen Live-Mitschnitt einer weiteren Fernsehsendung mit Eckhard Meyer anseht ( da werden schon viele Fragen beantwortet) und ich nur meine Fotos sprechen lasse.

Zur Windmühle gehört auch ein heute 200 qm Mühlenladen, in dem Mehl aus eigener Herstellung (yeah!!), Naturkost, Futtermittel aus eigener Herstellung sowie Gartenbedarf verkauft wird.

Schon klar, wo ich künftig meine gängigen Mehlsorten kaufen werde?!!

Zur Mühle und zum Mühlenladen gehört auch ein 2005 erbautes Backhaus mit Holzbackofen, in dem das Mühlenbrot und leckerer Butterkuchen gebacken wird.

Last but not least wurde in den Jahren 2011/2012 neben der Mühle aus altem Eichenfachwerk (unbedingt hier Genaueres dazu nachlesen!) Meyer’s Cafe Mühle errichtet. Wir haben uns bereits vor der Mühlenbesichtigung im Cafe gestärkt – bei köstlichem Heidelbeer-Quark-Pie sowie Marzipan-Nusstorte (die Qual der Wahl war sooo schwer).

Die Leckereien werden alle mit Mehl der Mühle in der eigenen Backstube/Konditorei selbst gebacken und mit Freundlichkeit und Herzlichkeit vom hauseigenen Team serviert.

Überall spürt man hier die Liebe zur Arbeit und den Stolz am Tun – ob in der Mühle, dem Backhaus oder dem Cafe und seinem Team. Hinter allem steht das Motto: aus der Region für die Region!

 

22 Gedanken zu „Meyers Windmühle in Bardowick – unbedingt besuchen!

  1. Sandra Gu

    Purer Neid! Ich wünschte, ich hätte auch eine Mühle in der Nähe… Ich schau heute Abend mal in den Sendung rein, am Ende mache ich auch noch eine so tolle Entdeckung!

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    1. Eva Beitragsautor

      bis vor kurzem wusste ich ja auch nicht, dass ich so was in der Nähe habe…und dann erzählt Suse auch noch, dass es fast genau so nah noch eine zweite Mühle gibt. 🙂

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  2. Eva

    Meine Mutter kauft schon seit Jahren dort. 😉 Und ist sehr zufrieden!
    Für mich ist es (ohne Auto) leider logistisch einfacher, mir das Mehl anderwo zu bestellen.
    Liebe Grüße,
    Eva

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  3. Suse

    Ich wohne nicht mal 30km von der Mühle entfernt und war noch nicht da!
    Allerdings beziehe ich mein Mehl von der Mühle in Oldendorf/Luhe.
    Für eine Gleichberechtigung innerhalb des Landkreises werde ich bei dem Mühlenladen in Bardowick selbstverständlich demnächst vorbeischauen.

    Übrigens ist jedes Jahr Pfingstmontag Mühlentag, an dem viele Mühlen teilnehmen und die Betriebe intensiv besichtigt werden können.

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    1. Eva Beitragsautor

      Wie? Es gibt so nahe bei mir noch eine zweite Mühle und eine zweite Möglichkeit Mehl direkt zu beziehen?
      Danke für die Info.
      Auch ich werde dann für die Gleichberechtigung die Mühle in Oldendorf/Luhe mal besuchen 😉

      Und den Pfingstmontag für Mühlenbesichtigungen werde ich mir schon mal merken.

      Vielen Dank für deine Infos!

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      1. Suse

        Die Olderndorfer Mühle hat allerdings werder einen Mühlenladen noch ein Café. Das mehl geht an viele Bäcker ind er region. wenn ich dort Mehl kaufen möchte, dann bestelleich es vor, lass es zusammenpacken und hole es vor Ort ab.
        Aber an besagtem Pfingstmontag kann man alles beichtigen. Vor daher ist die Bardowicker Mühle für Verbraucher interessanter.
        Solltest du dennoch überlegen, zur Oldendorfer Mühle zu fahren, dann gib mir unbedingt vorher Bescheid, die ist keine 10 Minuten von mir entfernt.

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        1. Eva Beitragsautor

          Das hatte ich auf der Website gesehen, dass sie kein Cafe und keinen Mühlenladen hat; das ist für mich auch nicht entscheidend.
          Muss mal ein bisschen recherchieren, wie weit das genau von uns ist…..vielleicht könnte ich da auch mal einen Fahrradausflug hin machen, um mich umzuschauen.

          Wenn du magst, dass ich mich vorher melde, werde ich das gerne tun! 🙂

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  4. Stefanie

    Oh wie schön, da kommen Urlaubserinnerungen hoch. Wir waren 2010 (ist das wirklich schon so lange her?) in Lüneburg und da mussten wir natürlich die Mühle besichtigen und Mehl kaufen.
    Danke für die vielen Bilder, ich schwelge jetzt noch ein wenig in Erinnerungen!

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  5. Toettchen

    Ich habe bereits als Kind die alten Mühlen geliebt. Oft waren es damals nur Ruinen, später renovierte „Edelwohnungen“. So eine real mahlende Mühle habe ich selber noch nie, außer im Freilichtmuseum gesehen. Das muss ich dann doch mal nachholen, wenn ich mal wieder in die Lüneburger Heide komme.
    Ich kann mich gut an ein Ereignis während meiner Grundschulzeit erinnern. Ich glaube es war 1955. Unsere Lehrerin erzählte uns, dass sie uns auf dem Klassenausflug „Riesen“ zeigen würde. Der erste Riese war eine alte Windmühle, und der zweite Riese einen Ladekran im Kanalhafen in Dortmund. Seit dem liebe ich diese „alten Riesen“.

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    1. Eva Beitragsautor

      vielen lieben Dank für deine immer so netten Kommentare. Ich freue mich sehr darüber, vor allem, wenn du auch ein wenig von dir erzählst. 🙂

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  6. Sabine

    Ein Ausflugstipp, wie toll! Das lässt sich von Hamburg aus bestimmt gut mit einer Radtour verbinden (also, mit Bahnanfahrt). Muss ich doch gleich mal recherchieren!

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    1. Eva Beitragsautor

      Sabine, das geht super von Hamburg aus….auch ohne Bahnanfahrt; oder nur Hin- oder Rücktour mit der Bahn. Wir wollen das auch mal so machen.

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