Nachgebacken: Kirschpfannkuchen/Kirschenplotzer

Geht es euch auch so? Ich finde die Kirschen und Erdbeeren dieses Jahr besonders aromatisch und könnte (besser gesagt: kann) mich derzeit nur von Obst ernähren.
Als ich dann vor ein paar Tagen bei Claudio vom Blog Anonyme Köche, den ich gerne lese und sehr schätze, diesen Beitrag las, wusste ich sofort, was ich dieses Jahr noch mit Kirschen backen würde: seinen Kirschenpfannkuchen  (bekannt auch als Kirschenplotzer).

Da ich heute nun keine Nachbarn mit verköstigen konnte und an einem Kuchen in der von ihm angegebenen Größe zu lange essen müsste, habe ich all seine Zutaten halbiert und dann in einer 18er Form gebacken. So ist mein Kirschenpfannkuchen viel höher ausgefallen als seiner und seine Fotos sind daher viel ansprechender, aber geschmacklich war dieser lauwarme Kirschenpfannkuchen genau das, was ich aus Kindheitstagen als Kirschenplotzer kenne – immer regional ein bisschen abgewandelt, aber von den Grundzutaten sehr ähnlich. (Hinweis: Im Rezept habe ich Claudios Mengen für die größere Form angegeben.)

Zufällig sah ich dann noch bei facebook, dass Bernd Neuner von den backfreaks heute auch einen Kirschenplotzer gebacken hat und dazu Zimtsahne anpries; das habe ich dann direkt auch mal ausprobiert und kann nur sagen: Danke, lieber Bernd, super Tipp!

Übrigens: von Bernd habe ich auch schon einen sehr leckeren Kirschenmichel nachgebacken.

Nachbacken des Kirschenpfannkuchen unbedingt empfohlen und möglichst lauwarm sowie mit Zimtsahne an einem schönen Sommertag draußen verspeisen! 🙂

Nachgebacken: Kirschpfannkuchen/Kirschenplotzer

Portionen: 22-24er Springform

Nachgebacken: Kirschpfannkuchen/Kirschenplotzer

Zutaten

  • 4 alte Brötchen oder 200 g altes Brot
  • 200 ml heiße Milch
  • 50 g Butter
  • 80 g Zucker
  • Schale und Saft von 1/2 Zitrone
  • 3 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • 150 g Nüsse, gehackt (Eva: gemahlene Mandeln und gehackte Walnüsse gemischt)
  • 1 kg Kirschen
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Springform (22-24 cm) fetten und mit Paniermehl ausstreuen
  • Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen.
  • Alte Brötchen oder altes Brot kleinschneiden (gerne gemischte Brotreste). Heiße Milch darüber gießen, einweichen, fein zerdrücken. Butter, Zucker, Schale und Saft von Zitrone und Eigelb schaumig rühren.
  • Nüsse, gehackt (Eva: gehackt hatte ich überlesen und daher zu meinen gemahlenen Mandeln noch ca. 1/3 der Menge gehackte Walnüsse zugegeben = passte gut!!), Kirschen zugeben (nicht damit sparen; bei der Menge Teig 1 kg Kirschen nehmen!) und alles mit dem Brot vermischen.
  • Eischnee sorgfältig unter die Brotmasse ziehen, diese in die ausgefettete, mit Paniermehl ausgestreute Form einfüllen, bei guter Mittelhitze( Eva: 200g Ober-/Unterhitze) 45–60 Minuten backen. Auf Tortenplatte stürzen und mit Puderzucker überstäubt gut lauwarm servieren.

Notizen:

Schlagsahne mit Vanillezucker und einer Prise Zimt passt sehr gut dazu!

http://deichrunnerskueche.de/2014/07/nachgebacken-kirschpfannkuchenkirschenplotzer.html

6 Gedanken zu „Nachgebacken: Kirschpfannkuchen/Kirschenplotzer

  1. Toettchen

    Kirschpfannkuchen ist eine Kindheitserinnerung. Dabei müssen aber immer zwei Zwillingspaare übrigleiben, die man sich über die Ohren hängt.
    Ganz lieben Dank an diese Erinnerung
    Gerd

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  2. Sandra Gu

    Schöne Idee! Und ein paar Kirschen habe ich auch noch vom Markteinkauf am Wochenende zuhause, mal schauen, ob ich noch alte Brötchen finde, dann kann ich direkt loslegen 😀

    Und Dein Foto finde ich ansprechend, könnte direkt mal zulangen.

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  3. Eva

    Herr H. und ich kauften am Samstag ein Pfund herrlich saftige Knupperkirschen und naschten sie beim Spazieren direkt weg. Inklusive Kernweitspuckwettbewerb. 🙂 Vielleicht schaffen es die nächsten bis nach Hause…
    Liebe Grüße,
    Eva

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  4. Turbohausfrau

    Sehr genial schaut dein Kirschenplotzer aus!
    Aber ich muss gestehen, dass es bei mir Kirschen kaum schaffen, dass sie so lang leben, um in einem Kuchen zu landen. Aus irgendeinem Grund haben die so einen argen Schwund bei uns im Haushalt. 😉

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  5. Krapfenfrau

    Sonntagmittag. Kein Kuchen im Haus, nur ein paar alte Brötchen, im Keller ein Glas Sauerkirschen: Ob die Eva wohl ein passendes Rezept hat? Sie hat! Die Menge reicht mühelos für eine 26er Form, dazu eine schnelle Vanillesauce aus der Mikrowelle – und die Männer sind glücklich, satt und zufrieden (ich auch!). Kein Krümel mehr da. Danke, Eva!

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