Blätterteig + Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken = 2* nachgekocht

Auch wenn ich mit meinem heutigen Blogbeitrag alles andere als  „weg vom Ponyhof“ mit meinem Foodblog bin, stehe ich dazu, dass es mir Spaß gemacht hat Nachzukochen und das gleich zwei Mal!

Dieser Blog ist mein Hobby, den ich als Ausgleich zu einem anstrengenden Job in meiner – inzwischen recht knapp bemessenen – Freizeit betreibe und da möchte ich mir abends oder am Wochenende keinerlei Gedanken mehr darüber machen, ob ich „ewig grüßt das Murmeltier“ oder „mein Foodblog ist ein Ponyhof“ betreibe.  Mir gefällt es mich durchs Bloggen mit interessanten und sehr hilfsbereiten Menschen mit ähnlichem Hobby auszutauschen und von ihnen zu lernen. Mir gefällt es auch, dass es immer mal wieder „Blogbuster“ gibt (Zitat: ‚das fünfzigste Post eines beliebten Rezeptes von JO, Ottolenghi, Mälzer & Co‚), denn es ist doch interessant zu sehen, wie jeder Einzelne das gleiche Rezept anders mit Leben füllt und präsentiert.

Ich gehe da ganz mit Stevan Paul konform, den ich hier zitiere: „ein Foodblog kann und darf alles sein. Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass die allermeisten FoodbloggerInnen sehr viel Mühe, Zeit, Arbeit und Persönlichkeit ins eigene Blog investieren. Das ist alleine schon  in jedem Fall honorabel – alles darüber hinaus ist Geschmackssache.“

Nun aber zu meinem heutigen Blogbeitrag. Denn ich bin stolz auf meinen ersten selbstgemachten Blätterteig und den habe ich Roger, seinen gelingsicheren Rezepten und sehr anschaulichen Videos zu verdanken.

Als ich bei Petra vor ein paar Tagen die Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken gesehen habe, war für mich sofort klar, dass die nachgekocht/nachgebacken werden muss und dann überkam mich der Ehrgeiz: ich wollte keinen gekauften Blätterteig verwenden, sondern mich mal an selbstgemachten wagen.

Das Ergebnis ist okay, kann sicherlich mit mehr Übung noch verbessert werden – aber ein Anfang ist gemacht: ich hätte es mir schwieriger vorgestellt.

Die Tarte schmeckt traumhaft – sogar der Mitgenießer, der ja ansonsten Fleischgerichten gegenüber eher aufgeschlossen ist, sagte beim ersten Kosten: „das schmeckt wunderbar, das kannst du gerne wieder mal machen.“

Liebe Petra, lieber Roger, was bin ich froh, dass ich euch durchs Bloggen kennengelernt habe und noch Vieles von euch lernen kann! 🙂

Schaut euch am besten das Video von Roger auf seinem Blog an, in dem er die Zubereitung des Blätterteiges Schritt für Schritt zeigt.

Blätterteig (nach Roger Warna)

Zutaten

  • 190 g Mehl
  • 3 g Salz
  • ca. 80 g Wasser
  • 135 g Butter

Zubereitung

  • Zuerst vermenge ich das Wasser und Salz mit dem Mehl. Knete ihn zu einem geschmeidigen Teig. Verpacke ihn in eine Schüssel mit Deckel und ab in den Kühlschrank für eine halbe Stunde.
  • Die Teigkugel schneide ich in einem Kreuz ein und drücke die Lappen so nach unten, dass ein Quadrat entsteht.
  • Jetzt rolle ich den Teig auf eine Dicke von 1 cm aus zu einem Rechteck. Lege die Butterplatten in die Mitte des Rechtecks und falte den Teig ineinander ein. Bestäube den Teig mit etwas Mehl und rolle ihn vorsichtig wieder auf ein Rechteck aus. Diesmal etwa 1,5 cm dick. Nicht zu stark drücken, damit die Butter nicht durch den Teig quillt. Jetzt gebe ich dem Blätterteig eine einfache Tour. Ich falte 1/3 des Teiges übereinander. Das andere 1/3 falte ich drüber - so wie ein Badetuch zusammengelegt wird. Das wiederhole ich gleich nochmals. Dann geht es wieder für 2 Stunden zugedeckt in den Kühlschrank.
  • Danach bestäube ich die Arbeitsfläche nochmals mit etwas Mehl und rolle den Teig nochmals vorsichtig auf 1,5 cm Dicke aus zu einem Rechteck. Benetze die Teigoberfläche mit etwas Wasser und dann gebe ich dem Blätterteig eine doppelte Tour. Das geschieht wie folgt: Ich schlage den linken Teil des Teiges bis in die Mitte. Das gleiche von der rechten Seite. Nun überschlage ich den Teig auf die andere Hälfte. Hört sich kompliziert an, ist aber relativ einfach. Das wiederhole ich gleich nochmals und lege den Blätterteig für 2 Stunden zugedeckt wieder in den Kühlschrank.
  • Nach seiner Ruhepause nehme ich den Teig aus dem Kühlschrank und verarbeite ihn weiter.

Notizen:

Bitte am besten das Video von Roger Warna auf seinem Blog anschauen, da zeigt er genau, wie das mit den Touren geht:

http://rwarna.com/2014/01/30/tarte-des-demoiselles-tatin/

http://deichrunnerskueche.de/2014/02/blaetterteig-tarte-mit-geroestetem-blumenkohl-zwiebeln-und-schinken-2-nachgekocht.html

und nun zeige ich euch, was ich Leckeres mit meinem ersten selbstgemachten Blätterteig zubereitet habe:

Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken = 2* nachgekocht

Portionen: 4

Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken = 2* nachgekocht

Zutaten

  • 1 Fertiger Blätterteig, rund ausgewallt (32 cm Durchmesser) (Eva: selbstgemachter Blätterteig)
  • 500 g Blumenkohl; in Röschen
  • 2 1/2 EL Olivenöl
  • 250 g Zwiebeln; in Streifen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 TL Senf (mittelscharf oder Dijon, nach Geschmack)
  • 100 g Schinken; in dünnen Streifen
  • 100 g grob geraffelter Käse (hier Greyerzer und Gouda)
  • 200 g Schlagsahne
  • 50 g Schmand
  • 2 große Eier
  • Muskatnuss

Zubereitung

  • Den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Blumenkohlröschen in einer großen flachen ofenfesten Schale oder auf einem Backblech mit 1 El Öl vermischen, salzen und pfeffern. Für 15 Minuten in den Backofen schieben, dann wenden und weitere 15 Minuten rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen, dann die Röschen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter häufigem Wenden bei nicht zu großer Hitze langsam tief goldbraun braten, salzen und pfeffern.
  • Eine Tarteform mit dem Blätterteig auslegen, den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Boden dünn mit dem Senf bestreichen. Die karamellisierten Zwiebeln in der Form verteilen, Blumenkohl und Schinken darüber geben.
  • Sahne, Schmand und Eier verquirlen, die Hälfte des Käses dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Guss über das Gemüse gießen, mit dem restlichen Käse bestreuen.
  • Die Tarte bei 220°C auf die unterste Schiene schieben und etwa 30 Minuten backen, bis der Teig knusprig und die Oberfläche appetitlich gebräunt ist.
  • Anmerkung Petra: Das Gemüse und der Guss lässt sich gut vorbereiten, die Tarte ist dann schnell zusammengebaut. Schmeckt ausgezeichnet.
  • Man kann natürlich auch andere Tarte-Böden verwenden, die man je nach Rezept zuerst blind bäckt.
http://deichrunnerskueche.de/2014/02/blaetterteig-tarte-mit-geroestetem-blumenkohl-zwiebeln-und-schinken-2-nachgekocht.html

 

36 Gedanken zu „Blätterteig + Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken = 2* nachgekocht

  1. Turbohausfrau

    Ein sehr schönes Rezept! Und fototechnisch toll in Szene gesetzt.
    Irgendwann werde ich mich auch diesem Blogbuster anschließen und Blätterteig selber machen. Bisher hat es nur zu Topfenblätterteig gereicht.

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    1. Eva Beitragsautor

      Blätterteig selber machen geht gut mit Rogers Rezept, aber auch mit dem von Eline, das Petra ja so super umgesetzt hat.

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  2. Eva

    Danke, Eva, du sprichst mir aus der Seele!
    Und ich freue mich für dich, dass du nun auch zum Blätterteig „gefunden“ hast. 🙂 Die Tarte verlockt mich doch tatsächlich, dem ungeliebten Blumenkohl mal wieder ein Chance zu geben – und selbst gemachter Blätterteig ist noch im TK. 🙂
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Eva Beitragsautor

      Schön, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine bin. 🙂
      Du magst keinen Blumenkohl? Bei mir ist es eher der Brokkoli 😉

      LG Eva

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  3. lamiacucina

    die innovativen, kreativen Blogs mag das fünfzigste, nachgekochte Rezept nicht mehr interessieren. Das ist verständlich. Wir Nachkocher haben andere Ziele mit unsern Blogs. Wir sammeln für uns darin gute Rezepte oder führen ein Kochtagebuch, kurz: wir freuen uns, wenn sich etwas als Nachkochenswert etabliert.

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    1. Roger Warna

      Lieber Robert, wahre Worte. Wieso das Rad neu erfinden? (alt, ich weiss) Wenn man die Räder etwas aufpolieren und pflegen kann. Ich finde es super, wenn nachgekocht wird. Alle meine Rezepte sind aus irgendeinem Notizbuch meine vergangen Chef`s. In den Jahren habe ich sie etwas angepasst, aber sie sind immer noch die gleichen Räder. Lg Roger

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  4. Tanni

    Hallo Eva,

    an Blätterteig möchte ich mich demnächst auch mal ranwagen. Mal schauen, ob er mir auch so gut gelingt. Die Tarte sieht sehr lecker aus!

    Liebe Grüße
    Tanni

    Antworten
    1. Eva Beitragsautor

      Hallo Tanni, willkommen auf meinem Blog! Klar, gelingt dir der Blätterteig auch so gut – mit dem Rezept und dem Video kann nichts schief gehen. 🙂 LG Eva

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  5. Sabine

    My blog is my castle. Die Leute suchen ganz Unterschiedliches in Foodblogs, und Du hast Deine treue Leserschaft – warum solltest Du was anders machen, als Du es willst? Wobei ich Dir dankbar bin, dass Du mich auf den Artikel bei Eline gestoßen hast, denn ich finde schon, dass sie durchaus Bedenkenswertes zu sagen hat: ihren Wunsch nach mehr (auch durchaus kritischer) Diskussion in Blogs und Kommentaren kann ich verstehen und unterschreiben.
    Das Nachkochen hat für mich durchaus Wert, weil ich dadurch auf Blogs, Rezepte und Anleitungen gestoßen werde, die mir sonst durchgegangen wären. Danke also – für Rezepte, Links, Deine Erfahrungen und insgesamt für Deinen Blog-Einsatz in knapper Freizeit (das verstehe ich soo gut!). So. Das darf nämlich auch außerhalb von Bloggeburtstagen mal gesagt werden.

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    1. Eva Beitragsautor

      Liebe Sabine, danke für deine Worte und dein Verständnis. Ich habe gelesen, was du bei Eline geschrieben hast und finde es sehr treffend. Mir geht es einfach um die Wertschätzung eines jeden Blogs – jeder von uns gibt sich Mühe, investiert viel Zeit, hat Freude daran – all das ist das Wichtigste und nicht, ob neu erfunden oder nachgekocht…..

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      1. Roger Warna

        Liebe Eva, auch Du schreibst mir aus der Seele. Jeder von uns Food-Blogger (zähle mich auch jetzt auch dazu) liebt, das was er macht. Ein Künstler der die gleiche Farbe und Leinwand nimmt um ein Vase zu malen, ist doch auch kein Nachmaler. Oder wie der Schriftsteller, der nimmt auch die gleichen Buchstaben und setzt sie zusammen. Deshalb ist er ja auch kein Nachschreiber. So ist es mit uns, wir nehmen ein Rezept und machen was wunderbares (wie Du) daraus. Ganz liebe Grüsse Roger

        Antworten
        1. Eva Beitragsautor

          Lieber Roger, schön, dass gerade du als Fachmann das auch so siehst. Es ist doch auch wirklich interessant zu sehen, was jeder draus macht. 🙂

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  6. Susanne

    Ich mag Deinen Ponyhof, sehr, Eva, aber das weißt Du ja. Und jetzt hast Du mich so weit, dass ich bald in der Küche stehe und Blätterteig mache. Der geröstete Blumenkohl steht sowieso auf der Liste, und die Kombination liest sich herrlich und schmeckt bestimmt auch so.
    Ich denke, auch im Bloggerleben gilt die Maxime „Leben und leben lassen“. Was mich nicht interessiert, muss ich nicht lesen. Meine ganz persönliche Freiheit. Ich selbst finde nachgekochte Rezepte und Blogbuster eher interessant – denn es macht doch ein jeder etwas anderes aus der Vorlage.
    Ein schönes Wochenende für Dich 🙂

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    1. Eva Beitragsautor

      Susanne, das freut mich, dass du meinen Ponyhof magst und ja, ich habe es geahnt! 🙂 Aber hoffentlich weißt du auch, dass ich deinen auch sehr gerne mag?!! Du gehörst auch mit zu den Bloggern, die ich gerne mal im realen Leben treffen würde.
      Einen schönen Tag heute noch für dich und auch ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Eva

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  7. Petra aka Cascabel

    Eva, auch ich bin jetzt erst durch dich auf den Eintrag von Eline gestoßen, den ich mir nochmal in Ruhe durchlesen muss. Für mich gilt das, was Robert oben so schön gesagt hat: mein Blog ist mein Küchentagebuch und da kann ich machen, was ich will. Und genau das macht mir Spaß! Ich muss keine Normen erfüllen, ich muss das Rad nicht neu erfinden, aber vielleicht kann ich kann darin auch anderen Anregungen geben, genauso, wie ich mir woanders Anregungen hole. In diesem Sinne bin ich über unsere „Vernetzung“ sehr froh 🙂

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    1. Eva Beitragsautor

      Petra, du sprichst mir aus der Seele und verstehst mich – aber das wusste ich und es freut mich sehr!
      Ich bin über dich zum Bloggen gekommen und da bin ich dir auch heute noch dankbar dafür! 🙂

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    1. Eva Beitragsautor

      den wollte ich damals auch schon nachmachen, aber da war durch den ganzen Umbruch die Zeit noch knapper bemessen und so geriet das Vorhaben wieder in Vergessenheit. Danke für die Erinnerung und den Link!

      Antworten
    1. Eva Beitragsautor

      Liebe Ariane, schön, dass du mich auf meinem Blog besuchst – das freut mich sehr! Und noch mehr freut es mich, dass du mich und meine Gedanken zum Bloggen verstehst bzw die Gedanken teilst. 🙂 LG Eva

      Antworten
  8. Roger Warna

    So liebe Eva, ich fand die Diskussion in Deine Kommentaren so interessant. Aber nun zu Deiner Tarte. Was mir besonders gefällt ist der geröstete Blumenkohl. Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen. (wieder was gelernt) Den Boden mit Senf ausstreichen, genial. Komme mir gerade wie ein Lehrling vor. 🙂 Diese zwei Ideen werden mit Sicherheit „Nachgekocht“ Glaube mir, auch meine Köche werden es nachkochen. 🙂 Zum Schluss noch, ich bin begeistert, wie Du Dinge umsetzten kannst beim ersten mal. Erste Gnocchi, erste Ravioli, erster Blätterteig und alles so super hinbekommen. Gratuliere. Liebe Grüsse Roger

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    1. Eva Beitragsautor

      Lieber Roger, du lobst mich zu doll – ich bin ein ganz kleines Licht, aber durchaus zufrieden damit! 🙂 Und die Idee mit dem gerösteten Blumenkohl und dem Senf stammen ja von Petra bzw aus einem Rezept von ihr. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Ich hab einfach nur nachgekocht – euch beide und das gerne! Ich lerne sehr gerne von dir. Ganz liebe Grüße zurück Eva

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  9. giftigeblonde

    Hab das Rezept schon beim Roger bewundert, jetzt auch noch bei dir.
    Vielleicht versuch ich das auch noch, wobei ich sollte erstmal Susis Topfenblätterteig fehlerfrei hinkriegen 🙂

    Liebe Grüße von einem weiteren Ponyhof
    S.

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  10. Basler Dybli

    Jedes Blogbeitrag in Ehren !

    Mir macht es einfach Freude in den verschiedenen Blogs Ideen zu sammeln und koche vieles nach. Mitunter auch die Tarte von Petra welche auch mir ausgezeichnet gemundet hat. Deine sieht ebenso perfekt aus !

    Ich habe auch keine Mühe damit, wenn Blogbuster entstehen und zig mal gepostet werden. Dieser Umstand ist für mich motivierent es gleich zu tun und das Gericht nach meinem persönlichen Gusto umzusetzen. Diese Rezepte „müssen“ ja etwas Besonderes an sich haben.

    Na dann, auf zur weiteren Suche nach nachkochbaren und köstlichen Leckereien. 🙂

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