Weizenbrötchen (nach Lutz Geißler)

Das Brotbackbuch* von Lutz Geißler habe ich schon, seit es käuflich zu erwerben war. Sogar mit Widmung: „Zeit ist die Seele guten Brotes“

Es wurde nun allerhöchste Zeit, dass ich endlich mal etwas daraus backe, ist das Buch und auch der Blog von Lutz doch hochgelobt in aller Munde.

Der Mitgenießer isst sehr gerne die ganz einfachen Schnittbrötchen vom Bäcker (ich weiß nicht, ob der Name von Region zu Region verschieden ist – hier zumindest heißen sie so und sind noch die preiswertesten Brötchen, die man kaufen kann). Schon lange habe ich nach dem richtigen Rezept dafür gesucht und bin nun in Lutz Buch fündig geworden: er nennt diese Brötchen ‚Weizenbrötchen‚.

Ich habe mich genau an sein Rezept gehalten und wurde mit herrlich knusprigen Brötchen mit lockerer Krume belohnt: künftig werden im Hause Deichrunner keine Schnittbrötchen mehr vom Bäcker gekauft!

Ich werde sicherlich noch mehr aus dem Buch von Lutz nachbacken – immer im Wechsel mit den tollen Backwaren von Marlene und auch Rezepten aus dem Buch ‚Hefe und mehr‚* von Stefanie.

Brötchen, Weizen

Auf diese Brötchen bin ich richtig ein bisschen stolz! Obwohl das Quatsch ist, weil ich ja immer der Meinung bin, dass mit dem richtigen, gelingsicheren Rezept jeder so ein Ergebnis hinbekommt!

Weizenbrötchen (nach Lutz Geißler)

Portionen: 8 Brötchen à 90 g

Weizenbrötchen (nach Lutz Geißler)

Zutaten

  • Vorteig (Pâte fermentée)
  • 130 g Weizenmehl 550
  • 90 g Wasser
  • 3g Frischhefe
  • 3 g Salz
  • Hauptteig
  • Vorteig
  • 305 g Weizenmehl 550
  • 70 g Wasser
  • 100 g Milch (3,5% Fett)
  • 6 g Frischhefe
  • 6 g Salz
  • 6 g Zucker

Zubereitung

  • Die Vorteigzutaten mit einem Löffel verrühren und ca. 1 Stunde bei 20-22°C anspringen lassen. Anschließend den Vorteig bei 6°C (z.B. unteres Fach im Kühlschrank) zur Gare stellen. Das Volumen sollte sich nach 2 Tagen mindestens verdoppelt haben. Der Vorteig wirft deutlich Blasen.
  • Alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe in der Knetmaschine mischen. Weitere 8 Minuten auf 2. Stufe kneten bis ein fester, straffer, aber feuchter Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselboden löst.
  • Den Teig 1 Stunde bei ca. 24°C luftdicht abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen. Nach 30 Minuten auf der schwach bemehlten Arbeitsfläche falten.
  • Anschließend den Teig kurz von Hand durchkneten (ausstoßen) und 8 Teiglinge zu je ca. 90 g abstechen. Die Teiglinge rundschleifen und paarweise mit Schluss nach oben in Bäckerleinen 45 Minuten luftdicht abgedeckt bei ca. 24°C zur Gare stellen.
  • Die Teiglinge paarweise so auf Backpapier oder auf einen mit Gries bestreuten Brotschieber setzen (Schluss zeigt nun nach unten), dass sie sich gut berühren. Die Teiglingspaare mit Wasser abstreichen.
  • Mit einem scharfen Messer der Länge nach über jedes Teiglingspaar einen ca. 1-1,5 cm tiefen geraden Schnitt setzen.
  • Im kräftig vorgeheizten Backofen 20 Minuten bei 230°C mit Schwaden backen. Nach 10 Minuten die Ofentür weit öffnen, um den Schwaden abzulassen. Die Temperatur auf 210°C senken. Für eine rösche Kruste während der letzten 5 Backminuten die Ofentür einen Spalt breit geöffnet lassen.
  • Für einen schönen Glanz die Brötchen nochmals mit Wasser abstreichen und anschließend unbedeckt auf einem Gitterrost abkühlen lassen.
http://deichrunnerskueche.de/2013/12/weizenbroetchen-nach-lutz-geissler-2.html

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23 Gedanken zu „Weizenbrötchen (nach Lutz Geißler)

    1. Eva Beitragsautor

      danke dir, liebe Kathrin. Ja, du solltest dich trauen, die gehen wirklich einfach und erfordern keine besonderen Zutaten!

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  1. Susanne

    Die sehen perfekt aus, auf die darst Du zu recht stolz sein. Natürlich liegt so ein tolles Ergbenis auch immer am Rezept, aber nicht nur alleine. Können gehört dennoch dazu, finde ich.

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  2. Emma

    Das Buch vom Lutz ist wirklich toll! Für Brötchen bin ich aber noch zu faul und der Bäcker ums Eck hat auch noch wirklich gute im Angebot 😉 . Bei uns heißen die Weizenbrötchen übrigens „Normale“ 😉
    Liebste Grüße
    Emma

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  3. Eva

    Ich finde, auf die kannst du zu recht stolz sein! 🙂 Komischerweise habe ich mit Lutz‘ Rezepten meist so meine Schwierigkeiten, ich komme mit denen des Brotdocs besser klar. Aber ich probiere es gern noch einmal mit diesen Brötchen.

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    1. Eva Beitragsautor

      Brotdoc habe ich noch nie ausprobiert, kommt aber sicherlich auch noch. – Dieses erste Rezept von Lutz hat super funktioniert, wie es bei weiteren Rezepten geht, muss man sehen.- Absolut gelingsicher sind ja für mich immer Marlenes Rezepte.

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  4. Harald

    Die Brötchen sehen super aus.
    Wir bräuchten auch mal wieder Zeit, damit wir backen können – z. B. diese Brötchen.
    Wenn die dann nur halb so schön werden…

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  5. Sarah

    Die sehen fantastisch aus. Außen knusprig und innen fluffig.

    Leider bin ich in Sachen Brot und Brötchen backen nicht so firm. Und mir sagen voll viele Begriffe im Rezept nichts. Wenn mich die Brötchen-Backlust überkommt, werde ich mich damit wohl mal befassen müssen =)

    LG Sarah

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  6. Sabine

    Ich finde auch: Sei doch stolz! Auch ein gutes Rezept lässt in der Regel noch jede Menge Freiheiten, es kräftig zu verhunzen. Hast Du die Brötchen eigentlich ganz normal auf dem Blech gebacken, oder hast Du einen Backstein oder so etwas?

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    1. Eva Beitragsautor

      ich finde es eben immer schade, dass ich nur nachbacken kann und nicht selber Rezepte ‚basteln‘. 😉
      Ich habe einen speziellen Backofen (Miwe) wie in die Bäckereien zum Fertigbacken der Brötchen im Ladengeschäft oft haben; da werden die Brötchen nur auf ein Lochblech gesetzt; Backstein benutze ich nur bei Pizza.

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  7. Marlene

    Kann mich den Vorschreibern nur anschließen, deine Brötchen sehen ganz prima aus, das liegt ganz sicher nicht nur am Rezept, sondern auch an der Bäckerin 😉

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  8. Melanie

    Wunderschön sehen sie aus, da kannst du mit Recht stolz sein! Ich bin meist morgens zu faul und die Brötchen groß zu formen und noch lange gehen zu lassen, deshalb gibt es bei meist die Version für Faule (den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und dann nur noch in Stücke schneiden). Aber so hübsche Brötchen haben schon auch was 🙂 Liebe Grüße Melanie

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    1. Eva Beitragsautor

      ich backe immer auf Vorrat – bisschen kürzer als im Rezept angegeben, friere die Brötchen ein und backe sie dann morgens bei 180°C ca. 8 – 10 Minuten mit ganz wenig Schwaden auf, dann schmecken sie wie gerade frisch gebacken.

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  9. Turbohausfrau

    Nachdem der Drogeriemarkt uns in Österreich mit deutschem Mehl beglückt, habe ich nicht mehr so ein Problem, das richtige zu bekommen. Und diese Weckerl schauen genau so aus, als müsste ich die in der Weihnachtszeit einmal nachbacken.

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  10. trinchen

    Hallo
    Also geschmacklich sind die Brötchen einfach Klasse. Aber irgendwie sehen sie bei mir anders aus. Der Ofentrieb war echt gut und dann waren es richtige Doppelwopper. 😉 Wie tief schneidest Du die Brötchen ein. Bei mir ist dieser Schnitt nicht so schön. Irgendetwas mache ich da noch falsch. Wäre über einen guten Tipp dankbar. PS. Habe kein Lochblech , kann es daran liegen. Ist ein Lochblech wichtig für Brötchen?
    Ach so viele Fragen, sorry.
    VG trinchen , toller Blog

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    1. Eva Beitragsautor

      Hallo Trinchen,

      herzlich willkommen auf meinem Blog.
      Ich schneide so ca 1/2 cm tief; mit einem sehr scharfen Messer. – Zum Lochblech: ich habe bisher nur auf Lochblech gebacken, da mein Miwe-Backofen, in dem ich ja alle Brote und Brötchen backe nur Lochbleche hat – ich kann also zum Backen auf normalen Blechen nichts sagen.

      Kein ’sorry‘ wegen der Fragen! Immer gerne fragen und kommentieren – ich freue mich darüber.

      Liebe Grüße
      Eva

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