Lebkuchen ‚Deichrunners way‘

Jeder hat ja so seine Kindheits-Weihnachtsplätzchen, die nur nach Mutters Rezept gebacken schmecken. Bei mir sind das die Lebkuchen, deren Rezept ich euch heute verrate. Das sind FÜR MICH die einzig wahren Lebkuchen. Das mag keiner verstehen, aber für mich ist das so.

Meine Mutter hat sie bis ins hohe Alter für uns alle gebacken und – zusammen mit anderen Kindheitsplätzchen und Stollen (auch das MEIN Kindheitsstollen – nur so mag ich ihn) – im Paket an Kinder und Enkelkinder verschickt.

Weihnachten, Plätzchen, Lebkuchen

Ich habe diese Lebkuchen vermisst und daher habe ich sie mir dieses Jahr zum ersten Mal selbst gebacken und  – sie schmecken immer noch nach Kindheit! 🙂

Lebkuchen ‘Deichrunners way’

Portionen: ca. 120 Stück

Lebkuchen ‘Deichrunners way’

Zutaten

  • 1000 g Mehl
  • 500 g "Kunsthonig" (= Zuckerrübensirup, z.B. Grafschafter Goldsaft)
  • 500 g Zucker
  • 180 g Mandeln
  • 150 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 4 Eier
  • 6 g Zimt
  • 6 g Nelken
  • etwas Kirschwasser (ca. 1 EL)
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung

  • Die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, dann in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken. Nun die Haut abziehen. Die Mandeln dann fein mahlen.
  • Kunsthonig in einem Topf auf dem Herd zerlassen und dann ein wenig auskühlen lassen.
  • Man schüttet das Mehl auf ein Backbrett oder die Küchenarbeitsplatte, macht in die Mitte des Mehls eine Vertiefung, gibt in diese zuerst den Zucker, macht darin wieder eine Vertiefung und gibt dahinein den Kunsthonig sowie die Eier und das Kirschwasser dazu. Die Mandeln streut man mit den restlichen Zutaten auf das Mehl und verarbeitet alles zusammen zu einem Mürbeteig.
  • Den Teig gibt man für eine gute Stunde - in Klarsichtfolie gewickelt - in den Kühlschrank. Dann teilt man den Teig in mehrere kleinere Stücke (alle bis auf eines immer wieder in den Kühlschrank legen) und rollt das eine Teigstück auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick aus. Mit einer rechteckigen Form mit Zacken sticht man die einzelnen Lebkuchen aus und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  • Die Lebkuchen werden bei 170°C auf der mitteleren Schiene etwa 20 Minuten lang gebacken; aber immer Sichtkontrolle halten - meist braucht nur das erste Blech die volle Backzeit.
  • Quelle: Familienrezept

Notizen:

Meist sind die Lebkuchen erst einmal recht hart; nach 1-2 Wochen in einer Dose gibt sich das aber (man kann auch einen Apfelschnitz mit in die Dose geben, das macht die Lebkuchen auch schneller weich) - Meine Lebkuchen waren aber von Anfang an weich.

http://deichrunnerskueche.de/2013/12/lebkuchen-deichrunners-way.html

16 Gedanken zu „Lebkuchen ‚Deichrunners way‘

  1. Christina

    Lecker, bei mir wirds auch würzig, ich habe gestern einen Spekulatiusteig gemacht, der wird gleich verarbeitet. Deine Lebkuchen sehen toll aus, besonders die Butterkeksform gefällt mir 😉

    Liebe Grüße, Christina

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    1. Eva Beitragsautor

      da muss ich doch gleich mal gucken, wenn du die Plätzchen eingestellt hast! 🙂 (die Butterkeksform hat schon meine Mutter genommen – optisch und geschmacklich wie in Kindertagen.

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    1. Eva Beitragsautor

      Ich habe dieses ‚Einbrennen‘ nicht bei allen Gerichten aus Kindheitstagen; aber die, bei denen ich es habe, die gehen bis heute nicht anders. 🙂

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  2. Sabine

    Es geht nichts über die Plätzchen etc., die schon in der Kindheit zu Hause auf dem Teller lagen! Und danke für die Erinnerung an Kunsthonig – den habe ich schon lange nicht mehr gesehen und geschmeckt. Heute würde ich allerdings wohl auch eher Sirup nehmen.

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    1. Eva Beitragsautor

      mit dem Kunsthonig meinte ich Sirup, da hab ich mich falsch ausgedrückt. – Meine Mutter nannte dieses Sirup immer Kunsthonig. 🙂

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  3. Melanie

    Es geht doch nichts über Kindheitserinnerungen! Ich freue mich auch immer unglaublich über das Plätzchenpaket, das mir meine Mutter noch immer schickt…

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    1. Eva Beitragsautor

      mit Wehmut denke ich an die Zeit, in der ich dieses Paket noch bekommen habe…aber so ist der Lauf der Welt: irgendwann ist alles zu Ende. Genieße daher deine Pakete, so lange du sie noch bekommen kannst.

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    1. Eva Beitragsautor

      Gerne habe ich es euch verraten! – Aber sag mal: nachts um halb vier Uhr kommentieren?? So lange gebacken oder hatte Smilla schlechte Träume? 😉

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  4. Verboten gut!

    Deine Lebkuchen die Lachen mich so an, die müssen noch auf meine Liste.
    Ich werde den Kunsthonig durch meinen eigenen „Kunsthonig“ Tannenspitzenhonig austauschen, da freue Ich mich schon drauf ;O)

    Liebe Grüße Kerstin

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    1. Eva Beitragsautor

      Hallo Dörte,
      willkommen auf meinem Blog!
      Nein, in das Rezept gehört keinerlei Fett. Die Lebkuchen werden aus den Zutaten zubereitet, die ich aufgeschrieben habe.
      Viele Grüße Eva

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