Königsberger Klopse

Nach einer kurzen – sehr schönen und erholsamen – Auszeit hier (Bericht und Bilder folgen) hat mich das nasskalte und derzeit sehr stürmische Deutschland seit gut einer Woche wieder und hier ist es mit bedient und bekocht werden natürlich vorbei – der Blog kann also wieder 'gefüttert' werden!

Heute gibt es einen richtigen Klassiker bei mir: Königsberger Klopse. Ich habe mir dazu ein Rezept von ihm ausgesucht und es nicht bereut – obwohl mich das Rezept ins Schwitzen gebracht hat, denn die von Lafer angegebene Ziehzeit von 10-15 Minuten reicht bei Weitem nicht aus, um die Klopse durchzugaren! Es ist schon unangenehm, wenn die Mitesser bereits am Tisch sitzen, die Beilagen fertig sind und das Hauptgericht sich noch als fast roh entpuppt 🙁 !

Ich musste die Garzeit gut verdoppeln, aber dann entschädigte das Geschmackserlebnis voll für den leichten Ärger bei der Zubereitung – das ist ab sofort MEIN Rezept für Königsberger Klopse und ich rate sehr zum Nachkochen.

 

Königsberger Klopse (im Topf)

Königsberger Klopse (angeerichtet)

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Königsberger Klopse
Kategorien: Hack, Sardellen, Kapern
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H KLOPSE
2 Essl.   Öl
5 Gramm   Butter
120 Gramm   Zwiebel, fein gewürfelt
1     Knoblauchzehe, fein gewürfelt
300 Gramm   Mageres Schweinehackfleisch
400 Gramm   Mageres Rinderhackfleisch
2     Brötchen altbacken
125 ml   Milch lauwarm
1 Essl.   Eingelegte Sardellen, gehackt
2     Eigelbe
1     Ei
      Salz
      Pfeffer
      Muskatnuss gerieben
1 Essl.   Petersilie, gehackt
H SAUCE
30 Gramm   Gesalzene Butter
3 Essl.   Mehl
800 ml   Heller Rinderfond
75 Gramm   Kapern
2-3 Essl.   Weißweinessig
      Salz
      Pfeffer
2 Essl.   Geschlagene Sahne

Quelle

  aus Buch
  Johann Lafer: Meine Kochschule
  Erfasst *RK* 05.11.2011 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Die Brötchen ca. 10 Minuten in der warmen Milch einweichen. Dann gut ausdrücken und zerpflücken. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln. In einer Mischung aus dem Öl und der Butter glasig dünsten. Auskühlen lassen.

Das Hackfleisch mit Zwiebel- und Knoblauchwürfeln, Brötchen, Sardellen, Eigelben und Ei gut verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat pikant abschmecken. Die Petersilie daruntermischen.

Aus der Masse 12 Klöße formen und zugedeckt kühl stellen.

Für die Sauce die Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl dazusieben und unter Rühren hell anschwitzen. Den Rinderfond angießen und alles unter oftmaligem Rühren mit dem Schneebesen aufkochen. Kapern und Essig in die Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Die Klopse in der leicht köchelnden Sauce bei geringer Hitze in 10-15 Minuten garziehen lassen.*

Die Klöße aus der Sauce nehmen. Die geschlagene Sahne unter die Sauce heben und die Klopse wieder hineinlegen.

*Anmerkung Eva: 10 – 15 Minuten sind viel zu kurz, dann sind die Klöße noch halb roh; 30 Minuten mindestens – am besten eine Zeitlang mit geschlossenen Deckel

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19 Gedanken zu „Königsberger Klopse

  1. Dagmar Parzelle

    Oh, die sehen verführerisch aus! Ich bin ja leider mit lauter Nicht-Fisch-Mitessern geschlagen und musste mich verpflichten, die Sardellen wegzulassen. Mir fehlen die sehr, aber wast tut man nicht alles für den Frieden am Tisch. Die werden auf jeden Fall nachgekocht.
    Liebe Grüße, Dagmar

    Antworten
  2. Barbara

    Mir ist die Costa del Sol ja lieber als Königsberger Klopse – aber wenn Du die machst, mag ich sie sicher auch. 🙂
    Ja, das nächste Mal bei Zorra melden!

    Antworten
  3. Karin

    Königsberger Klopse mag ich sehr gerne und Dein Rezept liest sich sehr, sehr lecker.
    Meinst du ich könnte die Hälfte auch einfrieren ? oder schmeckt dann die Sosse nicht mehr ???
    Wunderschöne Fotos !!!!!

    Antworten
  4. Manu

    Wir kennen uns zwar nicht, aber ich hatte mir ernsthaft Sorgen gemacht ob Deines Verbleibs. Sah Dich vor dem geistigen Auge schon in einen dramatischen Küchenunfall verwickelt. Aber nun ist ja alles gut mit einem wunderbaren Rezept. Über Omas Königsberger geht zwar nix, aber die werden probiert. Ich esse kein Fleisch aus Massentierhaltung und werde hierfür ein besonderes Stück vom Bauernhof im Nachbarort herbeischaffen. Bin gespannt! (irgendwie tut gerade jeder Sardellen irgendwo rein, ein neuer Trend?)

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  5. Deichrunner

    ich finde auch, dass die Sardelle dazugehören (verstehe aber auch deine Mitesser, denn vor vielen vielen Jahren mochte ich sie auch noch nicht)
    Liebe Grüße an dich! Eva

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  6. Deichrunner

    da du nun schon zum zweiten Mal bei mir kommentiert, kennen wir uns doch schon ein bisschen (und für weitergehende Fragen oder so habe ich ja auch eine Mail-Adresse). „Dramatischer Küchenunfall“ – besser nicht. Aufgrund meiner langen Autofahrten wäre da ein Autounfall wesentlich wahrscheinlicher. 😉
    Wie geht denn das Rezept deiner Oma? Magst du mir das nicht mal schreiben?
    Ob Sardellen ein neuer Trend sind, weiß ich nicht – mir ist da noch nichts aufgefallen, aber in Königsberger Klopse gehören sie für mich schon hinein.
    Weiterhin viel Freude beim Mitlesen!

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  7. Deichrunner

    gern geschehen!! 🙂
    Schade, dass wir in Würzburg keinerlei Zeit hatten zum miteinander sprechen bzw sich ein wenig kennenlernen und das, wo ich doch deinen Blog seit Anbeginn meiner Bloggerzeit so bewundere!

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  8. W. Kazdepka

    Ihr habt noch nie Klopse von meine Oma und meine Mutter gegessen (geb. in Königsberg),die besten Klobse der Welt.Da kommen keine Sardellen und schon gar kein Knoblauch rein (Pui).Die Soße muss süß-sauer sein (Mit Essig und Zucker abschmecken).Leider haben Sie ihr Rezept mit ins Grab genommen.

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