Gibraltar

Mir ist schon klar, dass mein heutiger Blogbeitrag ein wenig aus dem Rahmen fällt – geht es doch in den meisten Blogs derzeit um die Adventszeit und somit ums Plätzchen backen bzw. ums Weihnachtsessen.

Aber ich möchte meine Erinnerungen an den Urlaub im November nicht zu sehr verblassen lassen und werde daher über den einen und anderen Ausflug berichten.

Zwei Wochen Costa del Sol, zwei Wochen Andalusien = wunderschön und sehr interessant! Zum Baden war das Wasser sowohl im Meer als auch im Pool zu kühl, aber es gab so viel Neues zu entdecken, dass wir eh nicht viel zum Baden gekommen wären.

Unser Hotel lag zwei Kilometer von Nerja entfernt und lag direkt am Strand. Jeden Morgen nach dem Aufwachen war meine erste Tat das Fotografieren der tollen Sonnenaufgänge vom Balkon aus:

(die Fotos lassen sich – wie immer – durch Anklicken vergrößern!)

Sonnenaufgang

Ein großer Wunsch des Mitgenießers war ein Tagesausflug nach Gibraltar. Der Weg dorthin führte uns auf Straßen mit meist unverbautem Blick auf die schöne Küste an Malaga und Marbella vorbei bis La Línea de la Concepción – der spanischen Stadt an der Grenze zu Gibraltar.

Am Grenzübergang angekommen herrschte um uns herum nur noch ein Gewusel von Motorrollern,

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Fußgängern und Autos (die Motorroller waren aber bei Weitem in der Überzahl) – man freute sich nur noch auf den nächsten Parkplatz, um das Auto abstellen zu können. ;-).  Bevor wir dies aber tun konnten, mussten wir erst noch die Start- und Landebahn des Gibraltar Airport passieren, die die ganz normale Autostraße kreuzt – schon allein das war ein Erlebnis!

Wir haben uns – nach erfolgreicher Parkplatzsuche – zuerst das Ocean Village angesehen, es ist die größte Wohn-, Shopping- und Freizeitanlage in Gibraltar mit zahlreichen Restaurants, Bars und Cafes an der einzigartigen Hafenpromenade, der Ocean Village Marina. Sie ist mit über 200 Boots-Anlegestellen ausgestattet. Vom kleinsten Boot bis zur größten Yacht, der Hafen ist für alles gerüstet und auf dem modernsten Stand der Technik. In der Anlage ist auch ein 35.000 m² großer subtropischer Garten angelegt.

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(eine Cash-Machine ist für solche Motorboot-Träume sehr wichtig! 🙂 )

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Um die vier bekanntesten Aussichtsplätze – die Herkulessäulen, die Sankt Michaels Höhle, den Affenfelsen und den Great Siege Tunnel – zu besuchen mietet man sich am besten eines der vielen Taxen. Mit dem eigenen Wagen darf man nicht überall fahren und die engen Straßen auf den Upper Rock erfordern so extremes Fahrgeschick, dass der Fahrer von der Umgebung eh nichts mitbekommen würde. Alternativ zu den Taxen gibt es noch eine Seilbahn bzw Schuster's Rappen.

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(Modernes und Altes vereint: eine maurische Burg oberhalb der modernen Ocean Village)

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(Säulen des Herakles)

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(Anlegestelle von Nelson)

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( jede Menge Schiffe warten darauf betankt zu werden, da der Treibstoff dort sehr günstig ist)

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(St. Michaels CaveAuf Gibraltar gibt es über 150 Höhlen und rund 50 km unterirdische Gänge. St. Michaels Cave ist die größte Höhle. Sie zeigt eindrucksvolle Tropfsteine. Im Sommer finden im Höhlenraum wegen der sehr guten Akkustik Konzerte statt.)

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(Da einer Legende zufolge Gibraltar solange in britischer Hand bleibt, solange dort Berberaffen leben und der Bestand 1942 auf wenige Tiere gesunken war, ließ Winston Chruchill einige Tiere aus Marokko auf der Halbinsel aussetzen. Genetische Untersuchungen brachten das Ergebnis, dass die derzeitige Population auf zwei Wurzeln zurückzuführen ist, eine algerische und eine marokkanische. Heute leben in Gibraltar rund 240 Tiere.)

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(auch auf der Mittelmeerseite von Gibraltar warten jede Menge Schiffe aufs Betanken)

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(Blick vom Upper Rock auf die Start- und Landebahn des Flughafen, die direkt in den Atlantik zu führen scheint…)

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(Blick vom Upper Rock sowohl auf den Atlantik als auch aufs Mittelmeer – aber auch auf die Grenzstadt La Línea de la Concepción und den Flughafen von Gibraltar)

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(Die Great Siege Tunnels sind Verteidigungsstollen, die an die Zeit der Belagerung im 18. Jahrhundert erinnern. In dem verzweigten Tunnelsystem befinden sich die Kanonen, zusätzlich lassen Wachsfiguren und Musik die Zeit wieder aufleben.)

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(Die Mainstreet – Haupteinkaufsstraße – zieht sich im Süden durch Gibraltar-Stadt. Sie beginnt am Kasematten Square und endet an der Residenz des Gouverneurs. In dieser Straße gibt es alles, was man sich an zollfreien Artikeln vorstellen kann: Elektronik, Textilien, Lebensmittel, Parfüm und natürlich Juweliere) – für mich war sie das am wenigsten Sehenswerteste in Gibraltar)

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(sehr englisch beeinflusst! 😉 )

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(Pomeranzenbäume – begegneten uns auch in Gibraltar, wie auch überall sonst an der Costa del Sol)

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(Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee)

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(Gibraltar Trinity Lighthouse am Europa Point)

Sollte ich noch irgendwann einmal in der Nähe von Gibraltar sein, werde ich sicherlich wieder hinfahren – ich fand den Tag sehr schön und interessant!

 

 

 

9 Gedanken zu „Gibraltar

  1. zorra

    Eva und nächstes Mal gehen wir zusammen einen Kaffee trinken. 😉 Schöne Bilder hast du gemacht. Ich freue mich schon auf die weiteren Beiträge. Tipp auch fürs nächste Mal, das Auto auf der spanischen Seite lassen und zu Fuss über die Flugpiste.

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  2. Jutta

    Ah, da werden Erinnerungen an unseren Urlaub im vorigen Jahr wach. Euer Staunen bezüglich der Landebahn haben wir geteilt und vor ein paar Tagen habe ich noch darüber nachgedacht, wie lustig das war, vor einer roten Ampel zu stehen, damit startende oder landende Flugzeuge Vor“flug“ haben.
    Du hast ja tolle Fotos gemacht, so schöne haben wir nicht. In der Höhle waren wir auch und die frechen Affen haben sehr zu unserer Erheiterung beigetragen. Vielen Dank für die schöne Erinnerung – ich freue mich schon auf die Fortsetzung 🙂

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  3. Venivici

    Toller Bericht und super Aufnahmen! Gibraltar habe ich noch nie erlebt! Du hast es mir schmackhaft gemacht, Eva! Vielen Dank!

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  4. Jens der andere

    Man kann dort auch eine Woche verbringen, besonders wenn man an Geschichte interessiert ist. Gibraltar hat übrigens deutlich mehr Tunnel als Straßen, ist davon durchlöchert wie ein Käse.
    Einige davon sind öffentlich zugänglich, die Mehrheit wird als Militärstützpunkt genutzt, andere Teile sind wegen Einsturzgefahr gesperrt.
    Es gibt viel zu entdecken. Auch nachts, wenn die Tagestouristen wieder weg sind. Beispielsweise den Friedhof, den Admirality Tunnel, bei dem man DURCH den Felsen sehen kann, das kleine Museum…
    (Die Landung auf der Landebahn ist übrigens wirklich spektakulär. „Leider“ baut man jetzt einen Tunnel unter der Landebahn, damit nicht immer die Straße nach Spanien bei Flugbewegungen gesperrt werden muß – die quert nämlich.)

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  5. Deichrunner

    Hallo Jens der andere (wieso der andere??), willkommen auf meinem Blog.
    Vielen Dank zu diesen Ergänzungen zu meinem Gibraltar Bericht.
    Gerne würde ich da mal eine Woche verbringen – ich sehe es wie du: da kann man gut eine Woche verbringen, bis man alles gesehen hat….aber ich habe mir auch fest vorgenommen irgendwann mal wieder hinzufahren.
    Viele Grüße Eva

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