Reisauflauf mit Kirschen

Man hat ja so Kindheitsrezepte, die man ziemlich verherrlicht und die man natürlich auch für die eigenen Kinder kocht.

Sind die Kinder dann längst aus dem Haus und man hat das Gericht jahrelang selbst nicht mehr gegessen, denkt man doch immer noch begeistert daran.

So erging es mir bisher mit unserem Reisauflauf – einem meiner liebsten Kindheitsrezepte.

 

Der Mitesser hatte mir vor kurzem einen wunderbaren Milchreis mit Zimt und Zucker kredenzt (bei uns zu Hause gab es das nie – es gab Reisauflauf, aber sonst nichts mit Milchreis) und so wollte ich ihn nun in den Genuss meines Milchreis-Rezeptes kommen lassen und habe mal wieder Reisauflauf gekocht.

Beim Essen mussten wir dann beide feststellen, dass die aufwendigere Zubereitung nicht zu einem besseren Ergebnis führt, sprich: der ganz normale Milchreis mit Zimt und Zucker hat uns beiden besser geschmeckt und so hab ich nun ein geliebtes Kindheitsrezept weniger. 😉

Aber Müttern mit Kindern kann ich das Rezept doch wärmestens empfehlen, denn – wie gesagt – wir haben es als Kinder geliebt und auch meine Kinder mochten es gerne!

(darüber, dass meine Fotos vorerst einmal einfacher und ohne große Hilfsmittel in Form von farbigen Hintergründen etc sein werden, spreche ich heute zum letzten Mal – derzeit habe ich einfach keine anderen Möglichkeiten.)

 

Reisaudflauf  roh für blog
Reisauflauf vor dem backen

Reisauflauf

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Reisauflauf
Kategorien: Süßspeise, Milchreis
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten

250 Gramm   Milchreis
1 Ltr.   Milch
125 Gramm   Zucker
1/2     Bio-Zitrone (Saft und Schale)
40 Gramm   Butter
3     Eier
1 Glas   Schattenmorellen (oder nach Belieben Apfelmus)

Quelle

  Familienrezept (Quelle unbekannt)
  Erfasst *RK* 18.01.2011 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Einen Topf mit kaltem Wasser ausschwenken. Milch und Reis hineingeben; Reis unter Rühren aufkochen. Wenn er kocht, die Herdplatte ausschalten und den Reis auf der Kochplatte stehen- und kalt werden lassen. (mindestens 1 Stunde, geht aber auch länger)

Backofen mit U-/Oberhitze auf 230° C vorheizen.

Eier trennen; Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen.

Butter schaumig rühren, Eigelb, Zucker, Zitronensaft und -schale ebenfalls unterrühren; dann den kalten Milchreis dazugeben und unterrühren und zuletzt den Eischnee vorsichtig untermischen.

Eine feuerfeste Form einfetten, leicht mit Paniermehl ausstreuen und die Masse einfüllen.

40-45 Minuten im Ofen backen; falls die Oberschicht zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.

Dazu reicht man Schattenmorellen mit Saft oder aber Apfelmus.

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12 Gedanken zu „Reisauflauf mit Kirschen

  1. daniela

    Hach, du hast jetzt bei mir ebenfalls Kindheitserinnerungen geweckt, diesen Reisauflauf gab’s bei uns bestimmt jede Woche und wir haben ihn geliebt. Aber wie du schreibst, irgendwann hört das auf und ich hab ihn bestimmt schon jahrelang nicht mehr gegessen.
    Das wird sich jetzt ändern, die Tage gibt’s mal Reisauflauf. 🙂

    Antworten
  2. Alex

    Hmmm, klingt gut. Was meinst du, könnte man nicht auch Obst mit in den Reis geben und mitgaren, z.B, eine untere Obstschicht und dann die Reismasse darüber?
    Ganz liebe Grüße

    Antworten
  3. Isabelle

    Hallo Eva!
    Ich verfolge Deinen Blog seit geraumer Zeit und kann mir bei diesem Rezept weder das Nachkochen, noch diesen Kommentar verkneifen: Es schmeckt GIGANTISCH!
    Mit dem klassischen Milchreis bin ich (25) zwar auch groß geworden, dass man daraus auch einen Auflauf machen kann, war mir bis Dato jedoch unbekannt. Die zwei Stunden Zubereitung, in der ich beinahe den ganzen Milchreis weggenascht habe (wusste garnicht, dass der selbst ungesüßt so gut schmeckt!), waren eine regelrechte Qual. Als ich den Auflauf endlich auf dem Teller hatte und mit eingemachten Zwetschgen genießen konnte, war mir klar – normalen Milchreis gibts nie wieder!
    Konnte mir ein bisschen Vanille, Rumrosinen und Kokosnussflocken-Topping nicht verkneifen, eventuell lag es ja daran… jedenfalls kann ich nicht nachvollziehen, warum Du nun ein Kindheitsrezept weniger hast. Bei mir hat es jedenfalls ein neues Zuhause gefunden, auch wenn ich schon groß bin – es wird definitiv nicht das letzte Mal sein, dass ich die Auflaufform bis zum letzten Korn ausgekratzt habe 😉
    Viele Grüße von der Schwäbischen Alb,
    Isabelle

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  4. Deichrunner

    Hallo Isabelle,
    willkommen auf meinem Blog und danke für den positiven Kommentar! Solche Rückmeldungen tun gut und man fühlt sich mit dem, was man da tut (bloggen) bestärkt! 🙂
    Vielleicht habe ich den Reisauflauf einfach zu oft für meine Kinder gemacht, dass ich jetzt irgendwie enttäuscht war, als ich ihn nach Jahren wieder mal gekocht habe.
    Mein Sohn ist nach wie vor begeistert – sein Kommentar bei facebook: „Hach, das waren noch Zeiten. 3,5 kilo in 20 min -:)…“
    Deine Verbesserungen mit Vanille, Rosinen und Kokostopping klingen sehr gut; vielleicht probiere ich das auch mal.
    Danke für die Tipps.
    Ich würde mich freuen öfter mal von dir in meinem Blog zu lesen! 🙂 (Übrigens mein Vater war gebürtig aus Kissleg und meine Mutter kommt aus Riedlingen….so von wegen Schwäbische Alb)
    Liebe Grüße
    Eva

    Antworten
  5. Isabelle

    Hallo Eva,
    na wenn das so ist, gerne 🙂
    Riedlingen, da sind wir jedes Jahr auf dem Flohmarkt, ist dort der Größte in Süddeutschland. Hoffe ich kann diese Tradition am Leben erhalten, wenn ich bald nach Hamburg ziehe – aufgrund dieser Traumstadt lese ich Deinen Blog auch gleich doppelt so gerne.
    In Deinem Tun kann und möchte ich Dich nur bestärken – es mag viele Blogs dieser Art geben, jedoch ist mir Deiner der Liebste. Warum, kann ich nicht schlüssig belegen, sind wohl viele kleine Details, die Deinen Blog so charmant machen. Dazu braucht es nichtmal Kochbuch taugliche Bilder Deines Schaffens, keine Sorge 🙂
    In diesem Sinne – nur weiter so!
    Liebe Grüße,
    Isabelle

    Antworten
  6. Deichrunner

    Hallo Isabelle,
    „die deinen Blog so charmant machen“ – wow, das hast du aber nett geschrieben, vielen Dank dafür!
    Ich hoffe, dass ich das „nur weiter so“ in Zukunft wieder ein bisschen mehr mit Leben füllen kann, aber ein Täglich-Bloggen kann es mit den neuen Lebensumständen nicht mehr werden; wenn ich 2-3*/Woche schaffe, bin ich schon recht zufrieden.
    Ich freue mich, wenn du mir als Leserin erhalten bleibst.
    Wann geht es denn ganz nach HH? Meine 3 Kinder wohnen alle in dieser Traumstadt, ich beneide sie darum! 🙂
    Liebe Grüße
    Eva

    Antworten
  7. Chaosqueen

    Die braune Kruste auf dem zweiten Foto sieht aber sehr verführerisch aus.
    Ich muss mir ‚mal überlegen, wie ich den Auflauf in kleiner Form für mich alleine fabrizieren kann. Herr C. mag nämlich keinen süßen Reis, ich dagegen umso mehr.

    Antworten

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