Französischer Orangenbiskuit

Aus seinem Kochbuch habe ich ja schon einige Male gekocht und gebacken und war mit dem Ergebnis immer sehr zufrieden.

Genau so ist es auch mit dem französischen Orangenbiskuit – wobei 'zufrieden damit sein' zu wenig ist!

Das schmeckt einfach köstlich, am nächsten Tag immer noch köstlich, wenn nicht sogar noch köstlicher und am dritten Tag eben so.

Erstaunlich ist vor allem, dass man den Kuchen ja mit einer gewaltigen Menge an Flüssigkeit tränkt und er beim Essen auch schön saftig schmeckt, aber nirgends durchsuppt. Die gebackene, feste Mandelschicht, die ja nach dem Stürzen oben auf dem Kuchen ist, bleibt schön knackig und darunter kommt dann die saftige Biskuitschicht – einfach nur herrlich! Dieser Kuchen wird künftig einen oberen Platz unter meinen Backrezepten einnehmen.

Französischer Orangenbiskuit 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Französischer Orangenbiskuit
Kategorien: Kuchen, Rührteig, Orange
Menge: 24 Er Kuchenform

Zutaten

      Butter zum Fetten
40 Gramm   Mandelblättchen
4     Eier
1 Prise   Salz
180 Gramm   Zucker
75 Gramm   Mehl
25 Gramm   Speisestärke
1/2 Teel.   Backpulver
      Schale von 1 Bio-Orange
80 Gramm   Flüssige Butter
250 ml   Frisch gepresster Orangensaft*
1     Zitrone; den Saft
1 Essl.   Zucker
      Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  nach
  Christian Rach – Das Kochgestzbuch
  Erfasst *RK* 23.10.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Das Backpapier mit
Butter fetten und gleichmäßig mit Mandelblättchen bestreuen.

Eier trennen. Eiweiße und 1 Prise Salz in einer Rührschüssel mit den
Schneebesen des Handrührgerätes auf hoher Stufe schaumig schlagen.

Die Eigelbe in einer zweiten Rührschüssel mit den Schneebesen des
Handrührgerätes auf höchster Stufe hell schaumig schlagen und dabei den
Zucker zufügen.

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und durch ein Sieb auf das
Eigelb geben. Die Orangenschale und die lauwarme flüssige Butter
zufügen und alles auf niedrigster Stufe unterziehen.

Ein Drittel der Eigelbmasse mit einem Spatel oder einer Schaumkelle
behutsam unter den Eischnee ziehen, dann die restliche Eigelbmasse
unterheben und alles zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Dabei
nicht zu viel und zu stark rühren – gerade so, dass die Masse gut
vermischt ist.

Die Biskuitmasse gleichmäßig in die Springform einfüllen und in den
auf 175°C vorgeheizten Ofen schieben. Den Biskuit 30 – 35 Minuten
backen, aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Den Rand mit
einem kleinen, scharfen Messer von der Springform lösen und den Biskuit
auf ein Kuchengitter stürzen. Den Springformboden abnehmen und das
Backpapier vorsichtig abziehen.

Die mit Mandeln bestreute Oberfläche vielfach mit einem Holzstäbchen
oder einer Gabel einstechen. Orangen- und Zitronensaft sowie 1 El
Zucker in einem Topf leicht erwärmen und die Flüssigkeit gleichmäßig
auf der Oberfläche verteilen. Den Kuchen mindestens 1 Stunde ziehen
lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und den Kuchen nach Belieben in Würfel, Streifen oder Kuchenstücke schneiden.

*Eva: wer es nicht ganz so saftig haben möchte beim ersten Mal, nimmt nur 200 ml Orangensaft

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17 Gedanken zu „Französischer Orangenbiskuit

  1. Claus

    Wow, das sieht gut aus. Komisch, ich hab das Buch auch, ist mir nie aufgefallen. Die Idee von Nathalie mit dem Cointreau find ich super (ich nehm dann aber Orangengeist von Hubertus Vallendar)…

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  2. Charlotte

    Das wäre ein Kuchen nach meinem Gusto: saftig, auch noch am 2. und 3. Tag gut bzw. noch besser und somit auch als Mitbringsel geeignet. Danke für das Rezept.
    Frage: auf welcher Schiene hast Du den Kuchen gebacken?

    Antworten
  3. Deichrunner

    Hallo Charlotte,
    ich backe fast immer mit Ober-/Unterhitze und auf der mittleren Schiene.
    Aber das kommt vielleicht auch ein bisschen auf den jeweiligen Backofen an.
    LG Eva

    Antworten
  4. Deichrunner

    Da ich zeitlich recht nah auf einander zwei ‚getränkte‘ Kuchen gebacken habe – gibt es einen mit und einen ohne Orangenlikör. 🙂
    Aber stimmt schon, der Likör würde hier auch gut passen.

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  5. Charlotte

    Hallo Eva,
    wie angekündigt, habe ich den Kuchen nachgebacken (halbe Zutatenmenge, 20 cm-Springform; gegen Abend zubereitet und erst am nächsten Tag angeschnitten). Du hast nicht zu viel versprochen: der Kuchen schmeckt phantastisch! Meine Abnehmerin an süßen Sachen erhielt die Hälfte und war begeistert. Heute, am 3. Tag, wird der (klägliche :-)) Rest verzehrt.
    Beim nächsten Mal werde ich bei der Zugabe von Zitronensaft vorsichtiger sein und eine kleinere Zitronenhälfte auspressen (Saftmischung war zu sauer, zusätzlicher Zucker war nötig und die Saftmenge war wirklich am Limit). Erstaunlich, daß der Kuchen die ganze Tränke geschluckt hat :-).

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  6. Flug

    Ein wunderbares Rezept! Kann man den Orangen- bzw. Zitronensaft nicht auch einfach ersetzen? Also gegen Pfirsich- oder Birnensaft oder so was? Das werde ich mal ausprobieren und euch schreiben wie der Kuchen geschmeckt hat 🙂

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