Nachgekocht/Nachgebastelt: Garganelli alla Sorrentina

Eigentlich hatte ich meine Pastamaschine ja nicht für die Wurstkrapfen aus dem hintersten Winkel des Küchenschrankes gekramt, sondern weil ich endlich Nathalie's Gnocchi/Garganelli-Brettchen ausprobieren wollte, das sie mir aus dem Urlaub mitgebracht und geschenkt hat.

Ein wenig zitterten die Knie schon vor dieser Bastelaufgabe und dann hatte der Meister der Pastazubereitung schon so perfekt vorgelegt…..das konnte nichts werden. Aber nichts da: Augen zu und durch!

Ich habe mich komplett an Robert's Rezept gehalten und fleissig seine Fotos studiert und losgelegt; nach den ersten paar Versuchen musste ich feststellen, dass es gar nicht so schwer war – wobei ich noch lange nicht an seine perfekte Vorlage herangekommen bin, aber das muss ja auch nicht beim ersten Mal – schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich kam mir ein bisschen vor wie bei Peterchen's Bastelstunde und für die, die sich auch an die Garganelli wagen wollen: Zeit ist gefragt dabei, das geht nicht so schnell nebenbei. 🙂

Garganelli-Zubereitung 

Soweit war ja alles gut und ich war nicht unzufrieden mit meinen ersten Garganellis, dachte schon darüber nach, ob ich die nicht – getrocknet und hübsch verpackt – zu Weihnachten verschenken könnte….aber Hochmut kommt ja nicht selten vor dem Fall!

Ich habe dann – auch ganz nach Robert's Vorgaben – die Sauce zubereitet und das Kochwasser für die Pasta aufgestellt – tja, und dann – dann war es recht schnell vorbei mit der Pracht: die meisten meiner Garganellis hielten ihre Form nicht im Wasser! 🙁 Ich weiß bis jetzt noch nicht, woran es gelegen hat, das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, ist, dass ich die Nudeln habe kochen lassen und Robert's "in siedendem Wasser" überlesen habe.

Ich hätte das Fiasko ja verheimlichen können, auf dem fertigen Foto sieht man es nicht so genau, aber ich möchte ja aus Fehlern lernen und daher meine Frage an dich, lieber Robert: was hab ich falsch gemacht?

Nathalie – an dich nochmals ein herzliches Danke-schön für das schöne Geschenk und nun warte ich gespannt auf deine Bastelkünste!

Garganelli alla Sorrentina 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Garganelli alla Sorrentina
Kategorien: Nudeln, Tomaten, Mozzarella
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
200 Gramm   Hartweizendunst (Pastamehl)
100 ml   Wasser
1 Prise   Salz
1     Elf. Olivenöl
H FÜR DIE SALSA ALLA SORRENTINA
500 Gramm   Gute Tomaten, entkernt, in Würfeln
1     Schalotte
2     Knoblauchzehe
1     Büffel-Mozzarella, möglichst frisch, in 1 cm
      — Würfeln
2-3 Zweige   Basilikum
1 Messersp.   Origano
2     Elf. Olivenöl extra
1-2     Peperoncino
      Pfeffer
      Salz
1 Prise   Zucker
30 Gramm   Parmesan, frisch gerieben

Quelle

  von Robert vom Blog 'lamiacucina'
  http://lamiacucina.wordpress.com/2009/10/09/garganelli-
  alla-sorrentina/
  Erfasst *RK* 30.10.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Vorbereitung

(1) Zutaten mischen, einen Teig kneten, zugedeckt 2 Stunden ruhen lassen.

(2) Den Teig auf der Pastamaschine sukzessive zu feinen Bahnen
auswalzen (Stufe 7/9). Aus den mit Weizendunst leicht bemehlten
Teigbahnen Quadrate von max. 4 cm Kantenlänge schneiden. Unterseite der
Teigplättchen nochmals mit Weizendunst bemehlen und mit bemehlter Seite
nach oben auf das Rillenbrettchen legen.

(3) Das Teigplättchen mit einer dicken Stricknadel von einer Ecke
des Quadrates beginnend, unter leichtem Druck auf das Rillenbrettchen
satt aufrollen und die Stricknadel herausziehen. Das geht recht
schnell, wenn mans los hat. (4) Wer sie nicht frisch verwenden will,
kann sie auf ein Kuchengitter legen und an einem warmen Ort oder in der
Umluft bei 40°C trocknen.

Zubereitung

(5) Die Tomaten waschen und entkernen und in Würfel schneiden.
Schalotte, Peperoncino und Knoblauchzehe würfeln, den Mozzarella in 1
cm Würfel schneiden.

(6) Die Garganelli in siedendem, gesalzenen Wasser al dente kochen (frisch 3-4 Minuten)

(7) Schalotten, Peperoncino und Knoblauch in heißem Öl andünsten,
Tomaten zugeben, kurz miterhitzen, würzen und mit Pfeffer abschmecken.
Die Tomatensauce vom Herd nehmen, die Mozzarellawürfel und den
gezupften Basilikum zugeben, einmal umrühren, dann die Garganelli mit
der Sauce anrichten und mit Parmesan bestreuen. Vorsicht, sobald der
Mozzarella in der Sauce ist, darf nicht mehr gross geheizt und
umgerührt werden, sonst verklebt sich der Käse zu Kaugummi.

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18 Gedanken zu „Nachgekocht/Nachgebastelt: Garganelli alla Sorrentina

  1. Alex

    Ich habe mich noch nie an solche Pastaformen rangetraut. Sie gehören auch nicht zu unserer Familientradition, so daß ich auch überhaupt keine Erfahrung damit habe. Deine Garganelli im Rohzustand könnten nicht besser aussehen. Ich bin auch gespannt, was Robert sagt. Sicherlich war aber der Geschmack genauso gut. Bastel macht doch Spaß, oder?
    Ein schönes Wochenende, liebe Eva.

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  2. Nathalie

    Der Herr der Cucina meinte gerade, ich wäre jetzt unter Zugzwang …………
    Aber die Vorgaben von Dir und Robert und natürlich von Peppinella und ihrem Dauerwellenkamm bringen mich doch stark ins Schwitzen. Soll ich mich diesem Wettbewerb überhaupt stellen?

    Antworten
  3. lamiacucina

    Alle geformten Teigwaren, besonders wenn sie aus dünnem Teig hergestellt werden, neigen dazu, ihre Form wieder zu verlieren. Man muss sie ganz einfach teilweise oder ganz antrocknen lassen. Ich hatte meine am Vortag hergestellt. Du darfst Dich trotzdem freuen, dass Du so perfekte Garganelli gemacht hast, und ich muss mich jetzt schämen, dass ich das zweideutig beschrieben habe. Werds gleich ändern.

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  4. Charlotte

    Das ist ja schade, daß die gekochten Nudeln die Form nicht behielten und ich kann mir Deine Enttäuschung darüber gut vorstellen. Die Garganelli im Rohzustand waren ja perfekt (wie es Deine Brote & Co. immer sind). Ich bin mir aber sicher, daß das Ergebnis der 2. „Bastelstunde“ von Erfolg gekrönt sein wird.
    Mit einer dicken Stricknadel hast Du aber nicht gearbeitet, gell :-).

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  5. Uschi

    Ich kann deine Enttäuschung über die gekochten Nudeln gut verstehen und bin mir sicher, dass du diese Pasta, unter Einbeziehung der Ratschläge von lamiacucina ein zweites Mal ausprobieren wirst.
    Lohnt denn der Zeitaufwand, wenn man es beim Ergebnis nicht sieht?

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  6. Barbara

    Mit der Sauce drauf sieht man die Nudeln eh kaum… 😉
    Ich bin wieder begeistert von Deiner Präzision und kann mir gut vorstellen, dass das Zeit braucht. Alle Achtung!!!

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  7. lamiacucina

    noch was: Charlotte hat mich drauf gebracht. Der Holzstab hat etwa 1cm Durchmesser, dadurch werden die Garganelli viel dünner und fragiler, als wenn man eine dicke Stricknadel nimmt. Mit einer Stricknadel dreht man etwa 2 Lagen aufeinander.

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  8. Karin

    Hut ab !!!! schon alleine für den Mut, sich an diese Bastelarbeit heran zu wagen.
    Dem Geschmack hat die “ gelöste “ Form bestimmt keinen Abbruch getan, sieht lecker aus und hat auch bestimmt zu geschmeckt.
    Das wird noch lange dauern, bis ich mich solch einer herrausforderung stelle…. die Geduld ist nicht gerade meine größte Tugend 🙂

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  9. Sivie

    Roh sahen sie ja wirklich schön aus und unter der Sauce waren sie auch gut getarnt. Ich habe letzte Woche mal wieder festgestellt, dass mein Bastelbedarf mit Ravioli für 4 Personen ausgeschöpft ist.

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  10. eibauer

    Ich bin Fan von selbstgemachter Pasta
    geworden. Geht super.
    Hattest Du nicht etwas zuviel Wasser? evi
    Ich nehme da weniger.
    HPG
    eibauer

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  11. Elljaja

    Es ist natürlich schade, wenn das Ergebnis nicht so aussieht, wie man es sich vorstellt, gerade wenn man sich soviel Mühe gemacht hat. Aber ich find es trotzdem schön, so können wir aus Deiner Panne ja auch was lernen, und geschmeckt haben sie ja sicher sehr gut, sehen ja köstlich aus 🙂

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  12. Petra aka Cascabel

    Wow, ich bin schwer beeindruckt. Toll sehen die aus! Und ich bin sicher, mit Roberts Tipps behalten sie auch beim nächsten Mal ihre Form (ich verrate jetzt nicht, dass ich auch ein (wenn auch etwas anders aussehendes) Gnocchi-Brettchen besitze – da könnte ich das natürlich auch mal probieren. Aber ich hab auch noch eine Packung im Sommerurlaub in Italien gekaufte Garganelli hier liegen – das lässt mich faul sein 😉

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