Weinheimer Zwirbelbrot

Schon länger gab es kein Brotrezept mehr in meinem Blog, was aber nicht bedeutet, dass im Hause D. nicht mehr gebacken wird – ganz im Gegenteil! Aber es wird eben nicht immer etwas Neues gebacken.

Von meinem heutigen Brotrezept bin ich sehr begeistert, denn es ist genial einfach in der Zubereitung: man benötigt keinerlei Spezialzutaten, es lässt sich super vorbereiten und man erhält ein richtig knackiges, schmackhaftes Brot – ähnlich einem Baguettebrot.

Es ist auch sehr gut geeignet für die Grillsaison: abends Teig zubereiten, am nächsten Tag Backofen vorheizen, Brot reinschieben und nach einer guten halben Stunde hat man ein tolles Brot!

Weinheimer Zwirbelbrot

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weinheimer Zwirbelbrot
Kategorien: Weizenbrot
Menge: 1 Brote

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl 550
300-350 ml   Kaltes Wasser (Eva: 350 ml)
10 Gramm   Hefe
10 Gramm   Salz

Quelle

  www.bufa-weinheim.de/modifiziert von Marla21
  Erfasst *RK* 06.06.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Alle Zutaten etwa 10 Min. (evtl. auch ein bisschen länger) in der Küchenmaschine kneten.

Teig in eine gut geölte rechteckige Frischhaltedose od. Auflaufform
geben und mit geölter Folie oder Deckel abdecken. Dann etwa 10 bis 12
Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig danach aus dem Kühlschrank nehmen (er sollte nun gut
aufgegangen sein) und auf eine gut(!!!) bemehlte Fläche stürzen –
Teigräder an den Seiten mit Spatel vorher vorsichtig lösen – nicht mehr
kneten!

Mit einem Messer oder Spatel den Teig in 2 längliche Stücke teilen,
dann Stück für Stück mit beiden Händen zweimal um die Längsachse drehen
und auf Backpapier legen. Teigstücke mit Roggenmehl bemehlen.

Nicht mehr gehen lassen! Direkt backen!

Backen:

Ofen auf ca. 240° C vorheizen, ca. 15 Min. backen, dann evtl. Hitze
reduzieren auf 200°C (je nach gewünschter Bräunung); insgesamt ca. 35
Minuten backen (auf eine kräftige Krustenbildung ist zu achten).

Mögliche Abwandlung:

Nur 3 g Hefe verwenden und Teig nach der Ruhepause im Kühlschrank
bei Raumtemperatur ca. 6 Std. weiter reifen lassen, bis sich das
Teigvolumen um das 2,5-fache vergrößert hat, dann wie beschrieben
weiter verfahren.

=====

19 Gedanken zu „Weinheimer Zwirbelbrot

  1. Alex

    Ich habe die ganze Zeit die Zwiebeln in den Zutaten gesucht, bis ich endlich richtig gelesen habe. Zwirbel- und nicht Zwiebel. Sieht wunderbar aus, muss ich ausprobieren. Das Rezept scheint keine großen Stolpersteine zu beinhalten.
    Vielen Dank für Deine ausführlich Antwort zum Linster-Buch per Mail 🙂
    Schönes Wochenende (hier regnet es in Strömen)

    Antworten
  2. lamiacucina

    das möcht ich auch gerne mal machen. Hier sind die Wurzel-Zwirbel-Pain-Paillasse und wie sie alle heissen sehr beliebt und haben die herkömmlichen Brotsorten fast verdrängt.

    Antworten
  3. dodo116

    Hallo Eva,
    das Brot ist eines unserer absoluten Lieblingsbrote zum Grillen und dann noch so einfach vorzubereiten.
    Ich habe jetzt schon mehrmals etwas abgewandelt und noch zusätzlich einen Vorteig bereitet (das hatte ich in einem Schweizer Brotbackbuch gelesen). Ob das Brot dann wirklich noch besser ist, weiß ich nicht, aber schaden tut es sicherlich nicht und der Vorteig ist ja ganz schnell zusammengerührt…
    Lieben Gruß
    Dodo

    Antworten
  4. Schnuppschnüss

    Eigentlich sollte ich statt Eva „Mava“ umarmen – das habt ihr aber mal wieder super hinbekommen und ich suchte gerade nach so einem Brot. Wird heute Abend vorbereitet und Morgen gebacken. Wie das wieder aussieht…

    Antworten
  5. Erich aka Houdini

    Sieht ja sehr hammer aus. Ich lasse ja den Teig auch über Nacht im KS, auch bei Vollkornbroten, nur gebe ich am Morgen noch 2x 25 Minuten Nachgarung vor dem Einschiessen. Werde es sicher mit obiger Methode versuchen, mit Mehl 550.
    2x um die Längsachse drehen heisst vermutlich, das eine Ende festhalten und das andere 2x drehen, sonst wäre es ja nicht Zwirbel, oder verstand ich das falsch?

    Antworten
  6. Marlene

    Das hast du super hinbekommen, sieht echt klasse aus!!
    Nach ein kleiner Tipp am Rande – den Teig direkt auf gut bemehltes Backpapier stürzen, da er recht weich ist, lässt er sich schlecht transportieren/heben, so kann man ihn auf dem Backpapier verarbeiten bzw. teilen, verdrehen und dann sammt Papier in den Ofen geben.

    Antworten
  7. Schnuppschnüss

    Brote sind im Ofen und ohne Marlenes Tipp gelesen zu haben, habe ich es so gemacht. Teig in der Form bemehlt, Dauerbackfolie aufgelegt, großen Brotschieber aufgelegt und umgedreht. Klappt prima! Nun bin ich gespannt, wie sie in 20 Minuten aussehen.

    Antworten
  8. Deichrunner

    Nach Mitternacht noch Brot backen?! – Und, wie sind sie geworden? Das ist
    aber Brot, das man ziemlich bald nach dem Backen essen sollte…wie Baguette
    eben auch.
    praktisch, wie du das mit dem ‚Umkippen‘ gelöst hast, muss ich auch mal so
    probieren.

    Antworten
  9. Schnuppschnüss

    Das Brot war nach dem Backen, wie Du es bereits vorhergesagt hast, total knusprig, aber noch viel zu heiß, um es zu essen. Heute Morgen ist es weich. Aber ich werde es einfrieren und dann nochmal aufbacken.
    An der Zwirbeltechnik muss ich noch feilen, es sieht gezwirbelt aus, aber nicht so schön wie bei Dir. Im Laufe der Woche wird es gebloggt und zum Frühstück gibt es ein paar aufgebackene Scheiben. Danke für das unkomplizierte Rezept, das so schöne Stängchen hervorbringt. Ist schon toll, was man aus vier Zutaten zaubern kann, gell?

    Antworten
  10. Deichrunner

    Ja, das ist ja – leider – mit all diesen Broten so: am besten recht rasch
    essen! Aber wir frieren auch immer ein und backen dann kurz auf, da merkt
    man keinen bzw kaum einen Unterschied.
    Ich finde meines gar nicht besonders schön gezwirbelt. Ich habe übrigens mit
    Roggenmehl bestäubt, gibt einen leicht rustikalen Touch und lässt sich auch
    besser handhaben bzw zwirbeln.
    Ich finde das Brot wirklich auch genial (auch wenn ich sonst auch gerne
    kräftige Brote mag): recht spät abends Teig zubereiten, dann auch mal ein
    wenig länger als 12 Stunden im Kühlschrank lassen und man hat
    mittags/nachmittags leckeres, frisches Brot ohne großen Aufwand

    Antworten
  11. eibauer

    …sieht sehr gut aus eva.
    ich nehme zum Besteuben und auf die
    Küchenplatte immer eine
    Mischung aus groben Maismehl und Roggenmehl.
    Die bekommen da immer eine schöne Färbung.
    HBG
    eibauer

    Antworten
  12. Monika

    Vor ungefähr 2 Jahren habe ich öfter Brot gebacken – jetzt gehöre ich eher zur Kuchenfraktion 😉
    Aber dieses Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren!
    Meine Hefeköpfe lasse ich übrigens auch immer über Nacht im Kühlschrank gehen….

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.