Nusszopf

Vor meiner Blogzeit war ich eine Zeitlang häufig Gast bei "Chefkoch" und stieß da irgendwann auf die sogenannten Frieda-Rezepte. Da gab es so viele Diskussionen und Threads drum herum, dass ich neugierig wurde und irgendwann Friedas genialen Nusszopf nachgebacken habe.

Ich war so angetan von diesem lockeren, flaumigen Hefeteig, dass dieses Rezept jetzt meist die Grundlage meiner süßen Hefeteige bildet, denn besser geht eigentlich nicht – zumindest bisher nicht für mich!

Ich habe das Rezept wortwörtlich von der Chefkoch-Userin übernommen, die es und viele weitere Frieda-Rezepte bei Chefkoch veröffentlicht hat – ich kann nur zum Nachbacken raten.


 

Nusszopf, angeschnitten

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nusszopf
Kategorien: Hefekuchen, Nussfüllung
Menge: 1 Stck

Zutaten

H TEIG
500 Gramm   Weizenmehl 550
50 Gramm   Zucker
1 Teel.   Salz
1/2 Würfel   Frische Hefe (Zimmertemperatur)
250 ml   Lauwarme Milch
80 Gramm   Weiche Butter
1     Ei (Zimmertemperatur)
H NUSSFÜLLUNG
150 ml   Milch
150 Gramm   Zucker (evtl auch Rohrzucker)
1 Pack.   Bourbonvanillezucker
      Schale einer Bio-Zitrone
1 Teel.   Zimtpulver
300 Gramm   Geriebene Nüsse (Mandeln oder Haselnüsse oder
      — Walnüsse)
1     Eiweiß
2 ml   Rum
H ZUM BESTREICHEN
1     Eigelb
      Kaffeesahne
1 Prise   Salz
1 Prise   Zucker

Quelle

  aus
  Chefkoch – Userin lone_bohne
  "Friedas genialer Nusszopf"
  http://www.chefkoch.de/forum/2,14,144205/forum.html
  Erfasst *RK* 06.01.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

(Originaltext von Chefkoch-Userin lone_bohne aus dem Chefkoch-Forum)

Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und in
einen Rührbecher gießen. Zucker und zerbröckelte Hefe dazu und alles
zusammen so gut verrühren bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat.
Ei dazugeben und alles zusammen gut verquirlen. Am besten kurz mit
einem Zauberstab, ansonsten mit dem Handmixer. Diese Flüssigkeit in
einem Schwung zum Mehl gießen, weiche Butter und Salz dazu und alles
zusammen kräftig verkneten.

Ein Vorteig ist nicht notwendig und auch nicht wünschenswert. So
lange kneten bis der Teig elastisch und glatt ist. Von Hand etwa 10
Min., mit der Küchenmaschine entsprechend weniger. Mit einem feuchten
Küchentuch (damit der Teig oben nicht antrocknet) abdecken und um das
Doppelte aufgehen lassen. (Kann 2 Stunden dauern) Eine Backunterlage
mit Mehl bestreuen und den gegangenen Hefeteig darauf geben und diesen
von Hand nochmals durchkneten. Backblech mit Backpapier auslegen.

( Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass man den Teig auch sehr
gut im BBA \'Teig kneten\' herstellen kann. Das dauert etwa 1 Stunde
und 20 Minuten und verringert natürlich die Gehzeit erheblich. )

Während der Teig geht wird folgende NUSSFÜLLUNG zubereitet:

150 ml Milch 150 g Zucker (man kann auch rohen Rohrzucker nehmen) 1
Päckchen Bourbonvanillezucker geriebene Schale einer unbeh. Zitrone 1
TL Zimtpulver 300 g geriebene Nüsse (Mandeln oder Haselnüsse oder
Walnüsse)

Alles zusammen aufkochen und abkühlen lassen

1 Eiweiß und 2 ml Rum nach dem Abkühlen unter die Nussmasse rühren
und beiseite stellen Das verbliebene Eigelb braucht man später zum
Bepinseln.

Wenn der Teig genügend aufgegangen ist wird er nochmals
zusammengeknetet und auf einer Backunterlage rechteckig ausgerollt und
zwar so, dass er etwa die Form des Backbleches hat. Dann bestreicht man
den Teig mit der Nussfüllung und rollt ihn längs auf. Diese Rolle etwas
mit Mehl bestäuben, damit sie nicht klebt wenn man sie behutsam auf das
vorbereitete Backblech legt. Es empfiehlt sich unbedingt, die
Hefeteigrolle diagonal aufs Blech zu legen. Jetzt wird es etwas
schwieriger, aber nur für Anfänger. Nachher beherrscht man das Flechten
wie aus dem FF. Mit einer Schere wird die Rolle längs in der Mitte
durchgeschnitten. Ich mache das folgendermaßen: Ich beginne an einem
Ende der Rolle und setze die Schere mittig an und beginne die Rolle zu
teilen. Allerdings schneide ich nur bis zur Mitte der Rolle. Dann
schlinge ich die beiden Hefezopfteile spiralenförmig umeinander. Dabei
quillt Füllung heraus. Das ist richtig und soll so sein. Jetzt drehe
ich das Blech einmal herum und schneide auch das andere Rollenende, bis
zur Mitte, in zwei Hälften. Wiederum werden diese beiden, entstandenen
Stränge spiralenförmig umeinander gewickelt. Jetzt sieht das Ganze sehr
zopfähnlich aus. Natürlich muss man das nicht wie ich in zwei Etappen
machen. Man kann die Hefeteigrolle auch auf einmal mitten durch in zwei
Teile schneiden. Aber erfahrungsgemäß wird der Zopf gleichmäßiger, wenn
man es wie oben beschrieben macht. Mit den Händen das Ganze noch etwas
zusammenschieben, damit der Zopf schön diagonal auf dem Blech liegt.
Das verbliebene Eigelb mit etwas Kaffeesahne, einer Prise Zucker und
einer Prise Salz (damit es nicht schwarz wird beim Backen) vermischen
und den Zopf damit einpinseln. Mit einem Silikonpinsel klappt das
besonders gut. Keine Angst vor der Nussfüllung, die darf ruhig
überpinselt werden. Während der Backofen auf 180° – 200° vorheizt, soll
der Nusszopf noch etwas gehen. Dann schiebt man ihn in den Ofen auf die
mittlere Schiene und lässt ihn etwa 45 Minuten backen. Je nach Backofen
kann nach der Hälfte der Backzeit auf 180° – 160° heruntergeschaltet
werden. Es macht nichts wenn der Zopf ein klein wenig zu fest bräunt,
zumal die Nussfüllung dabei von außen etwas knuspriger wird.

Nach dem Backen wird der Zopf sofort mit einer Zitronenglasur
bepinselt. Es sei denn man bestäubt ihn lieber mit Puderzucker, dann
muss man warten bis der Nusszopf abgekühlt ist.

Für die ZITRONENGLASUR nimmt man ca. 1/2 Packung Puderzucker und verrührt diesen mit dem Saft einer Zitrone.

Den Zopf kann man ruhig am Vorabend backen, da er wegen der Füllung
nicht so schnell austrocknet. Im Gegensatz zum herkömmlichen Hefezopf
schmeckt er sogar besser, wenn er nicht ganz frisch verzehrt wird.

Um es wieder einmal zu betonen. Varianten sind immer möglich. Es
gibt so viele verschiedene Füllungen, das sollte jeder selbst
herausfinden, was er bevorzugt. Man kann auch noch Rosinen dazugeben,
oder grob gehackte Walnüsse, oder Cedratfrüchte, oder etwas Nelke oder
Kardamom. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

*Eva: ohne Zitronenglasur

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16 Gedanken zu „Nusszopf

  1. Nathalie

    Ich habe den gleichen Werdegang wie Du, erst „Chefkoch“ dann „Blog“. Und die Frieda-Rezepte sind mir wohlbekannt. Nachkochen/-Backen klappte immer.

    Antworten
  2. Petra

    Sieht super aus und das Rezept klingt gut. Und obwohl ich schon „mein“ rezept für Nusszopf gefunden habe, werde ich dieses Ausprobieren. Das Bessere ist des Guten Feind oder so.
    Viele Grüße

    Antworten
  3. Steph

    Hehe, die Frieda-Rezepte sind mir natürlich auch bekannt und der Hefezopf ist einfach genial, da übertreibt der Name absolut nicht.
    Diese Nuss-Variante sieht sehr lecker aus und hätte ich hier nicht einen absoluten Nuss-Gegner sitzen, würd ich den glatt mal nachbacken ;o)

    Antworten
  4. Deichrunner

    dieses Mal waren es Haselnüsse und Mandeln gemischt, weil ich nichts anderes
    im Haus hatte; hab aber auch schon Walnüsse genommen – das schmeckt wirklich
    noch besser

    Antworten
  5. Deichrunner

    Och, ich könnte dir ja helfen..wenn ich dann auch zu Walnüssen aus eigener
    Ernte kommen würde?! 🙂 – Ja, ich denke, viele haben von Mutter oder
    Großmutter ein ähnliches Rezept, das ist sicher nichts total Neues – nur für
    mich war es eben der bisher am besten gelungenste

    Antworten

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