Hackbraten Wellington mit in Folie gebackenen Möhren

Schon klar – Hackbraten kann man auf vielerlei Art zubereiten und meinen italienischen Hackbraten mögen wir sehr gerne, aber als ich Hackbraten Wellington las, war mir klar, dass das ausprobiert werden musste.

Sorry, Bolli, ich weiß ja, dass du (und sicher etliche andere) den Rezeptverfasser nicht magst, aber mir ist wichtiger, ob mir das Rezept schmeckt und ob es stimmig ist, als wie der 'Typ' rüberkommt 🙂
Sehen muss ich ihn auch nicht!

Wir fanden sowohl den Hackbraten als auch die Möhren ausgesprochen lecker, wobei einem schon klar sein muss, dass beide Gerichte – von J.O. bewusst – rustikaler angelegt sind als 'normaler' Hackbraten und 'normale' Möhren – im Hackbraten hat uns das gröbere Gemüse gut geschmeckt, die Möhren würde ich das nächste Mal – rein der Optik wegen – ein wenig feiner schneiden. Geschmacklich haben sie aber durch diese Zubereitungsart in der Folie ein wunderbares Aroma.

Hackbraten Wellington

Für meinen – alles Maritime liebenden – Mitesser habe ich mich an einem kleinen Segelschiff als Verzierung versucht, aber dafür habe ich – wie man sehen kann – leider zwei linke Hände! 🙂

Hackbraten Wellington (Schiff)

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hackbraten Wellington(J.Oliver)
Kategorien: Hackfleisch, Gemüse, Blätterteig
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

1     Zwiebel
1     Möhre
1 Stange   Sellerie
1     Kartoffel
2     Knoblauchzehen
2 groß.   Wiesenchampignons oder Portabello-Pilze *
      Olivenöl
4 Zweige   Frischer Rosmarin
1 groß.   Handvoll Tiefkühl-Erbsen
1 groß.   Bio-Ei
500 Gramm   Rinderhackfleisch guter Qualität
      Meersalz
      Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
      Mehl, zum Bestäuben
500 Gramm   Fertiger Blätterteig, gekühlt

Quelle

  aus
  Jamie Oliver – Jamies Kochschule
  Erfasst *RK* 25.01.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Den Hackbraten vorbereiten:

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und
Kartoffel schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen
und fein reiben. Die Pilze putzen und grob hacken, sie sollten etwa die
Größe des gewürfelten Gemüses haben. Alles mit 2 Schuss Olivenöl in
einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die
Rosmarinnadeln abzupfen, fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben.
Die Mischung unter ständigem Rühren etwa 8 Minuten braten, bis das
Gemüse weich ist und etwas Farbe angenommen hat. Die gefrorenen Erbsen
hinzufügen und 1 Minute weitergaren. Die Pilz- Gemüse-Mischung in einer
großen Schüssel vollständig abkühlen lassen. Das Ei in eine Tasse
schlagen und verquirlen. Das Hackfleisch mit je 1 kräftigen Prise Salz
und Pfeffer und der Hälfte des verquirlten Eis zur Pilz-Gemüse-Mischung
geben und alles mit sauberen Händen verkneten.

Den Blätterteig ausrollen und füllen

Eine saubere Arbeitsfläche und ein Nudelholz leicht mit Mehl
bestäuben und den Blätterteig auf die Größe eines kleinen Küchentuchs
ausrollen. Den Teig während des Ausrollens mit Mehl bestäuben. Die
Teigplatte so drehen, dass eine Längsseite Ihnen zugewandt ist, und die
Hackfleischmasse entlang dieser Längsseite auf dem Teig verteilen. Die
Hackfleischmasse zu einer gleichmäßigen, langen Rolle formen. Die
Teigränder mit ein wenig verquirltem Ei bestreichen. Den Teig so
aufrollen, dass er die Fleischmasse vollständig bedeckt. Die Enden fest
zusammendrücken. Ein Backblech mit Mehl bestäuben und die
Blätterteigrolle darauflegen. Die Rolle rundum mit dem restlichen
verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen in l Stunde goldbraun
backen.

*Eva: Champignons

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: In Folie gebackene Möhren (J.Oliver)
Kategorien: Karotten, Speck, Orange
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

800 Gramm   Möhren
1 Scheibe   Durchwachsenen Räucherspeck
2 Zweige   Frischen Rosmarin
1     Knoblauchzehe
1/2     Unbehandelte Orange; die Schale
1 Teel.   Orangenmarmelade
      Butter
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  aus
  Jamie Oliver – Jamies Kochschule
  Erfasst *RK* 24.01.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Möhren schälen, kleine
Exemplare ganz lassen, große in Stücke schneiden. Ein Stück Alufolie
von etwa 60cm Länge in der Mitte falten und wieder öffnen. Die Möhren
auf eine Folienhälfte häufen. Scheibe durchwachsenen Räucherspeck in
feine Streifen schneiden. Die Nadeln von 2 Zweigen frischem Rosmarin
abzupfen und fein hacken. Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben
schneiden. Speck, Rosmarin und Knoblauch über die Möhren streuen.

Die Schale einer 1/2 unbehandelten Orange darüberreiben und l Tl
Orangenmarmelade, 2 Stückchen Butter und je 1 Prise Salz und Pfeffer
hinzugeben. Die andere Folienhälfte über die Möhren schlagen und an den
beiden seitlichen Rändern fest verschließen, die obere Seite offen
lassen. Die Orange halbieren, den Saft beider Hälften über den Möhren
ausdrücken. Die offene Seite des Päckchens ebenfalls fest verschließen.
Das Folienpaket auf einem Backblech für etwa 50 Minuten in den
vorgeheizten Ofen schieben.

Zum Servieren die Möhren und die gesamte Flüssigkeit vorsichtig in eine schöne große Schüssel umfüllen.

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17 Gedanken zu „Hackbraten Wellington mit in Folie gebackenen Möhren

  1. lamiacucina

    Eine schöne Idee, statt eines Filets einen Hackbraten in die Wellingtonhaube einzupacken. Es ist nur die hemmungslose Vermarktung von Büchern über Nudeln, Parmesanreibe, Pesto bis Tomatensauce, alles zu überteuerten Preisen und in zweifelhafter Qualität, was mich an ihm stört. Daneben mag er seine Verdienste durch die Vermittlung guter Küche an junge Leute haben.

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  2. Alex

    Das Filet Wellington ist für mich eine Kindheitserinnerung und ich habe es aber nie nachgekocht. Der Hackbraten ist sicherlich alltagstauglicher. Schöne Idee

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  3. Deichrunner

    Robert, damit hast du vollkommen recht; aber das machen Lafer, Schuhbeck,
    Poletto und wie sie alle heißen ganz genau so – in Hamburg kann man sich vor
    Lafer fast nicht mehr retten und da ich meist nach Rezept koche, bleiben mir
    wenig Möglichkeiten 🙂

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  4. Dandu

    Ich bin ein Fan von JO. Er hat das Kochgenre „cool“ gemacht und er hat einige ausgesprochen gute Ideen. Vorallem einfach auszuführende! und das ist für mich wichtig.

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  5. Bolliskitchen

    Ich überlese halt, woher das Rezept kommt….
    Die Vermarktung stört mich weniger als die Tatsache, dass ich mal gesehen habe, wie er die Lebensmittel behandelt, die flogen da durch die Küche, wurden begrapscht etc, das hat mich abgestossen.
    Kauf Dir doch mal die Bücher der beiden Lehrmeisterinnen von JO, River Café….

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  6. sammelhamster

    Mir gefällt der Braten und gerade eben die groben Gemüsestücke finde ich gut!
    Da ich noch nie einen Hackbraten gemacht habe, wird es langsam Zeit und jetzt schwanke ich zwischen Italienischem und J.O. 🙂

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  7. Anikó

    Mmmmh, Hackbraten! Das viele Gemüse darin ist großartig! Das ist eigentlich bei mir ein typisches Mama-Essen 😉 Aber vielleicht sollte ich es mal für mich machen! Die Reste können ja gut für Sandwiches und ähnliches verwandt werden 🙂

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  8. Petra

    Der Hackbraten gefällt mir. Die Karotten hätte ich aber auch lieber feiner, was sich ja leicht ändern lässt.
    Und von wem das gute Rezept letztendlich kommt ist mir relativ egal und Kochsendungen schaue ich aus Zeitmangel keine, bin daher unbelastet.
    Viele Grüße

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  9. mipi

    J.O. mag ich zwar auch nicht, aber der Hackbraten sieht gut aus. Ich bin der gleichen Meinung wie Du: Hauptsache, es schmeckt. Der Rezepterfinder ist dann nebensächlich.

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