Brassato mit pikantem Grießauflauf

Kulinarischer Adventskalender - 13

Heute habe ich die Ehre das 13. Türchen im kulinarischen Adventskalender mit Leben zu füllen, den Zorra im  kochtopf zum dritten Mal veranstaltet – vielen herzlichen Dank dafür.
Hinter den einzelnen Türchen verbergen sich lauter leckere Rezepte, aber es gibt auch ein Gewinnspiel mit wunderbaren Preisen, die von Betty Bossi, delicious days, HAWESKO, Kuhn Rikon, MYIABI, Trisa und Weingut Kaul gesponsert werden.

Vor ein oder zwei Jahren habe ich ein paar Mal seine Sendung gesehen und hatte dabei das Glück, dass er hin und wieder auch Einkaufstipps für Hamburg gab. Unter anderem machte er einen Besuch beim  Schlachter seines Vertrauens, wobei er den Namen natürlich nicht nannte und es schon einiger Recherche bedurfte, bis wir wussten, wo wir dessen Geschäft finden konnten.
Die Schlachterei Jacobs im Weidenstieg in Hamburg ist ein Familienbetrieb noch ganz im ursprünglichen Sinne; das Familienoberhaupt – umgeben und unterstützt von Kindern und Enkeln – bedient noch höchstpersönlich an der Fleischtheke. Er ist ein Schlachter wie aus dem Bilderbuch, der wohl jedes Stück Fleisch beim Namen kennt, da er auch selbst Tiere züchtet. Bessere Voraussetzungen, um ein gutes Stück Fleisch zu erwerben, kann es eigentlich gar nicht geben.
Der Ruf von Jacobs ist in dem Hamburger Viertel und darüber hinaus legendär, so dass vor allem auch an Samstagen die Kunden aus dem – zugegebenermaßen kleinen – Laden bei Wind und Wetter bis an die nächste Häuserecke Schlange stehen.
Die Fleischtheke beherbergt ein Sammelsurium an Fleischstücken, die in dieser Art und Weise in keiner Supermarktfleischertheke präsentiert würden. Aber mit sicherem Griff – natürlich erst nach eingehender Befragung, welchem Zweck das gute Stück denn zugeführt werden soll und einer Bestätigung oder eines Gegenvorschlags seinerseits – wird die gewünschte Menge und Qualität geschnitten, gewogen, verpackt und landet letztendlich in unserem Einkaufskorb. In unserem Fall war es dieses Mal ein Stück Rinderbraten aus der Oberschale.
Dann fehlte noch der passende Wein für dieses Rezept – natürlich ein Barolo . Fündig wurden wir bei unserem italienischen Lebensmittelgeschäft. Es kann aber auch jeder andere trockene bzw. sehr trockene italienische Rotwein sein, er sollte aber am besten auch aus der Nebbiolorebe bestehen.
Es fällt einem kurz schwer, mit diesem köstlichen Rotwein den Braten zu begießen, aber was tut man nicht alles fürs leibliche Wohl – man opfert schließlich den Wein auf dem Altar des Lucullus 🙂

Barolo
 

Das Ergebnis kann sich dann aber sehen, pardon schmecken lassen. Beste frische Zutaten – Fleisch, Gemüse, Wein, Olivenöl – und eine Portion Geduld – ca. 2 Stunden -  sind vonnöten, die man sich durchaus mit einer zweiten Flasche Barolo vertreiben könnte, aber, aber…schließlich möchte man das Ergebnis seiner Bemühungen noch bewusst genießen!

Als Beilage empfiehlt sich hervorragend die pikante Variante des Grießauflaufs, die vor allem zum Aufsaugen der außergewöhnlich schmackhaften Sauce herhalten darf.

Das Fleisch war wunderbar zart, die Sauce nach den 2 Stunden im Ofen sehr aromatisch und musste kaum mehr nachgewürzt werden und der pikante Grießauflauf war die perfekte Beilage – für uns alles in allem ein gelungenes Adventsessen.

Brassato und pikanter Grießauflauf

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Brassato
Kategorien: Ofen, Braten, Rind, Wein
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 klein.   Möhre
100 Gramm   Knollensellerie
1 mittl.   Zwiebel
2     Knoblauchzehen
1 Teel.   Getrockneter Rosmarin
      Salz
2 Messersp.   Muskat
1 kg   Rinderbraten (aus der Oberschale)
4 Essl.   Olivenöl
1 Essl.   Tomatenmark
1 gestr. EL   Mehl
750 ml   Trockener Rotwein
2     Lorbeerblätter
      Pfeffer
1 Teel.   Zucker, evtl

Quelle

  essen&trinken – Für jeden Tag
  Erfasst *RK* 08.12.2008 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Möhre und Sellerie putzen, schälen und in 5 mm große Würfel
schneiden. Zwiebel grob würfeln. Knoblauch fein hacken, mit
getrocknetem Rosmarin, 1/2 Tl Salz und Muskat mischen.

Sehnen und Fett vom Fleisch entfernen. Olivenöl in einem Bräter
erhitzen. Fleisch bei starker Hitze rundherum braun anbraten, aus dem
Bräter nehmen.

Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Knoblauch-Kräuter im Bratfett
andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Tomatenmark kurz mitdünsten,
dann mit Mehl bestäuben. Mit etwas Wein ablöschen, gut umrühren, dann
den restlichen Wein und Lorbeer dazugeben.

Fleisch in den Bräter legen und in den vorgeheizten Ofen schieben.
Auf der 2. Schiene von unten bei 200°C ca. 2 Std. braten (Umluft nicht
empfehlenswert).

Fleisch aus dem Bräter nehmen und in Alufolie wickeln. Lorbeer
entfernen. Bratensud mit Salz, Pfeffer, Muskat und evtl. etwas Zucker
würzen. Fleisch in Scheiben schneiden und mit der Sauce und dem Gemüse
servieren.

Zubereitungszeit: 2:20 Stunden

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pikanter Grießauflauf
Kategorien: Auflauf, Grieß, Pikant
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 ml   Milch
130 Gramm   Hartweizengrieß
50 Gramm   Parmesan, gerieben + 4 EL
20 Gramm   Butter
      Salz
      Pfeffer
      Muskat
1     Eiweiß

Quelle

  essen&trinken – Für jeden Tag Heft
  Erfasst *RK* 08.12.2008 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Milch, Grieß und 1/2 TL Salz in einen Topf geben, gut mit einem
Schneebesen verrühren und unter gelegentlichem Rühren zum Kochen
bringen. Auf milde Hitze zurückschalten und 5 Min. unter Rühren kochen
lassen. Vom Herd nehmen und zugedeckt weitere 10 Min. ziehen lassen.

4 Auflaufförmchen (12 x 8 cm) fetten.

Parmesan und Butter unter den Grießbrei ziehen. Mit Salz, Pfeffer
und Muskat kräftig würzen. Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Quirlen des
Handrührers steif schlagen und unter den Grießbrei heben. Die Masse in
die Auflaufförmchen füllen und jeweils mit 1 EL geriebenem Parmesan
bestreuen.

Grießauflauf im vorgeheizten Ofen auf einem Blech auf der oberen
Schiene bei 200°C (Umluft 180°C) 5-7 Min. überbacken. Der Käse soll
geschmolzen und leicht gebräunt sein.

Zubereitungszeit: 30 Min.

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20 Gedanken zu „Brassato mit pikantem Grießauflauf

  1. Marlene

    …das hört sich lecker und und sieht noch besser aus – da hätte ich auch gerne von gekostet:) – falls noch was übrig wäre….

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  2. lavaterra

    Die Schilderung dieses kulinarischen Ausfluges liest so schön, dass ich es fast ein bisschen bedauere, dort nicht einkaufen zu können. Der pikante Griesbrei wird gleich für meinen Polentavorrat umgewandelt. 😉

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  3. Petra Holzapfel

    Schade, dass Hamburg so weit entfernt ist! Ich hätte dich gerne beim Einkauf begleitet (Die Bezeichnung „Schlachter“ hat mich gleich wieder an meine Kieler Zeit erinnert), aber noch lieber hätte ich mit am Tisch gesessen 😉
    Tolles Türchen, vielen Dank!

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  4. Iris

    Sehr schönes Törchen – und endlich mal jemand, der auch an den Wein zum Essen denkt – Nebbiolo ist hier zwar nicht leicht zu bekommen, aber irgendwo in meinem Keller versteckt sich vielleicht doch noch eine importierte Flasche:-).

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  5. nysa

    erst jetzt kann ich mich deinem beitrag widmen. warst ja gleich nach mir dran. bin nicht so der rindfan, aber als braten finde ich es lecker. die sauce muss der absolute knaller sein. toller beitrag!!!!

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  6. Flüge

    Super Rezept, da bekommt man sofort Hunger. Sieht auch echt super lecker aus. Ich koche für mein Leben gern und bin immer auf der Suche nach guten Rezepten. Dieses Rezept ist sofort gespeichert bei mir. Ich freue mich es nachzukochen!

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