Jägerschnitzel mit Butterspätzle

Früher habe ich diese Zeitschrift hin und wieder mal gekauft, in letzter Zeit nicht mehr, denn Frau hat ja eigentlich mehr als genug Rezepte oder?!

Nachdem sie mich auf das Sonderheft dieser Zeitschrift aufmerksam gemacht hatte und ich dann schon mal am Kiosk zwischen all den Zeitschriften stand, musste das Monatsheft auch  noch mitgenommen werden.

Ich scheine aber nicht die Einzige zu sein, die das Heft unter den Foodbloggern hat, denn Frau Küchenlatein hat vor 2 Tagen schon diesen Schnitzelauflauf mit Chilisoße und Bauernbrot daraus gekocht, der auch sehr lecker aussieht.

Am Anfang des Hefts stehen Rezepte mit der Überschrift "Driving home for Lieblingsessen" – es sollen Gerichte sein, "für die gestandene Karrierefrauen und gewiefte Businessmänner selbst im wildesten Schneegestöber zu Mama fahren würden" – vielleicht sollte ich das bei meinen 'Kindern' mal ausprobieren? Für mich sind es auf alle Fälle richtige Klassiker, denn Jägerschnitzel mit Butterspätzle schmeckte schon in meiner Kindheit am besten bei Muttern.

Im Rezept steht doch tatsächlich, dass man Spätzle aus dem Kühlregal verwenden soll, dagegen mag ja vielleicht nichts einzuwenden sein, wenn Frau wenig Zeit zum Kochen hat, aber in meinem Fall geht das einfach gar nicht: als Tochter mit badisch-schwäbischen Wurzeln macht man Spätzle selbst.
Leider fiel mir zu spät auf, dass ich die Mengen für die Spätzle nicht abgewogen hatte, um sie genau ins Rezept zu schreiben – denn ich mache sie immer nach Gefühl;  ich habe aber versucht, meine Methode so gut wie möglich im Rezept zu beschreiben.

Das Schnitzel war butterzart, die Spätzle mit den gerösteten Zwiebeln zusammen mit der Jägersoße ein Traum – es kam an die Kindheitserinnerung 'wie bei Muttern' heran; ich kann das Nachkochen also nur empfehlen.

Jägerschnitzel mit Butterspätzle a

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Jägerschnitzel mit Butterspätzle
Kategorien: Schwein, Champignons, Zwiebeln, Spätzle
Menge: 4 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Champignons
1     Zwiebel
4     Schweineschnitzel (à ca. 150 g)
2 Essl.   Butterschmalz
      Salz
      Pfeffer
1 Essl.   Mehl
1 Glas   Waldpilzfond (400 ml)***
50-100 Gramm   Schlagsahne
400 Gramm   Spätzle (Kühlregal)*
1 Essl.   Butter
2 Essl.   Röstzwiebeln **

Quelle

  Zeitschrift "Lecker" – Heft 12/08
  Erfasst *RK* 25.11.2008 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

1. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und
würfeln. Schnitzel trocken tupfen. Im heißen Butterschmalz von jeder
Seite 2-3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und
warm stellen.

2. Pilze und Zwiebeln im Bratfett ca. 5 Minuten braten. Mit Salz und
Pfeffer würzen. Mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen. Fond und Sahne
unter Rühren zugießen, aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln. Mit Salz
und Pfeffer abschmecken.

3. Inzwischen Spätzle in kochendem Salzwasser 2-3 Minuten garen.
Abtropfen lassen. In dem Topf Butter schmelzen. Spätzle darin schwenken.

4. Schnitzel mit Spätzle und Soße anrichten. Röstzwiebeln
darüberstreuen. Dazu passt grüner Blattsalat mit Sahne-Zitronen-
Dressing.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Pro Portion: 480 kcal, E = 44g, F = 20 g, KH = 27 g

* Eva: Spätzle selbstgemacht = pro Person nimmt man gut 1 Ei (für 4
Personen also 5 Eier) und ebenso viele halbe Eierschalen Wasser, 1 TL
Salz; alles mit einander verrühren und dann nach und nach so viel Mehl
unterrühren wie man verarbeiten kann (der Teig wird recht fest); in der
Zwischenzeit Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, gut salzen
und dann Teig in eine Spätzlepresse füllen, über den Topf mit dem
kochenden Wasser halten und den Teig durchdrücken; direkt einmal mit
einem Messer durchrühren, damit die Spätzle nicht aneinander kleben;
wenn die Spätzle einmal gut aufgekocht sind, kann man sie mit einem
Sieb herausholen, gut abtropfen lassen und in einer Schüssel
warmhalten; so fortfahren, bis der ganze Teig verarbeitet ist. Die
fertigen Spätzle dann kurz in ein wenig (geschmolzener) Butter
schwenken.

** Eva: keine Röstzwiebeln genommen, sondern frische Zwiebeln gehäutet, in feine Ringe geschnitten und in Butter angebraten

*** Eva: hatte keinen Waldpilzfond bekommen, habe dann Bratenfond genommen; war perfekt!

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16 Gedanken zu „Jägerschnitzel mit Butterspätzle

  1. Ulrike

    Manno, das gibt’s bei uns morgen … Und selbstverständlich geht das mit den Fertigspätzle gar nicht, überhaupt nicht, selbst wenn Frau Ur-Holsteinerin ist.

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  2. Sivie

    Die Spätzle sehen wirklich Klasse aus. Da Fräulein K. nur lange Spätzle mag und das mit einem Spätzle-Sieb nicht so wirklich was wird, muß wohl doch eine Presse her.

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  3. Anikó

    Sieht gut aus, besonders die Spätzle! Die müssen auch mal gemacht werden.
    Ist lustig, was so als Jägerschnitzel gilt; meine erste Assoziation war eine dicke Scheibe panierte Jagdwurst, was es im Osten der Republik wäre. Gab es traditionell im Kindergarten zu Nudeln und Tomatensauce …

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  4. Houdini

    Ich bedaure ausserordentlich, dies so direkt zu schreiben, aber ich kann im Moment nicht anders, ausser ich wuerde nichts schreiben: „Fuer mich sehen Deine selbstgepressten Spaetzle aus wie die aus der Cellophantuete.“
    Eine Spaetzle-Presse in Ehren, wobei ich nicht einmal weiss, wie so eine aussieht, aber ich ziehe die knorrigen krueppligen Spaetzle ab dem Brett geschabt oder durch ein Lochsieb gedrueckt diesen nach Fabrik aussehenden Spaeztle vor. Ich lass mich gerne belehren und bekehren, so denn valable Gruende erscheinen sollten.
    Machen die Badenserinnen Spaetzle wirklich so? Ich versteh die Welt nicht mehr.
    PS: Im allgemeinen gelte ich als sehr netter Mensch.

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  5. Eva Ohrem

    @Houdini: du brauchst doch nicht zu bedauern, dass du das schreibst, wenn es deine Meinung ist und dass du ein netter Mensch bist, glaube ich dir aufs Wort! Das erst mal dazu – nun zu den Spätzle: ich bin gebürtige Badenserin und habe von meiner urschwäbischen Mutter diese Art der Spätzlezubereitung gelernt – sie hat auch nie geschabt (so weit ich weiß, konnte sie es gar nicht richtig); ich habe in meinen 20 Jahren in Baden und jetzt bei Besuchen dort noch nie handgeschabte gegessen, kann daher nicht beurteilen, ob sie anders schmecken als meine; eine andere Optik haben sie sicherlich! Eines weiß ich aber gewiss, dass meine besser schmecken als die aus der Zellophantüte! – Es tut mir sehr leid, dass ich dein Weltbild so durcheinander gebracht habe, das war nicht meine Absicht. Einen schönen Abend noch für dich. Liebe Grüße Eva

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  6. Erich

    Das wegen besser glaube ich Dir aufs Wort. Danke für die Erklärung. Ich werde bei den nächsten Spätzle einen bericht mit Foto in meinem Blog posten, dann siehst Du, wie meine/unsere nicht vom Brett geschabten aber durch ein Lochsieb gedrückten Spätzle aussehen, die aber vermutlich im Geschmack oder im Biss nicht an Deine herankommen. Aber gut, weiger gut und besser sind halt auch Geschmacksache.

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  7. Eva Ohrem

    @Erich: Ja, das mach mal mit dem Fotobericht – interessiert mich wirklich! Klar – kommen deine Spätzle im Geschmack und Biss an meine ran, warum denn nicht – wahrscheinlich sind sie sogar besser, weil die Könner sie ja so machen und nicht mit Spätzledrücker! – Ich bin gespannt und immer offen für Neues! Liebe Grüße Eva

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  8. ostwestwind.twoday.net

    Jgerschnitzel mit Buttersptzle

    Frau Deichrunner legte am Mittwoch vor und wie dort auch angekndigt gab es dieses Gericht bei uns am Donnerstag. Fr meinen Erstgeborenen gilt durchaus „Biking home for Lieblingsessen“. Wo er nur kann, vermeidet er das Essen in der Schule. A…

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  9. Pingback: Jägerschnitzel mit Butterspätzle - kuechenlatein.com

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