Grosis Marmor-Gugelhopf oder mein neues Marmorkuchenrezept

Ein bisschen Nostalgie muss ja hin und wieder sein – was Kuchen anbetrifft bedeutet das im Hause D. Marmorkuchen. Kein Geburtstag ohne Marmorkuchen…vor allem die beiden Söhne waren ganz verrückt danach und verzichten auch im heutigen Mannesalter am Geburtstag noch nicht darauf.

Von Anfang an hatte ich das Rezept übernommen, das ich schon von meiner Mutter kannte und alle  – bis auf mich – waren damit glücklich und zufrieden; mir war dieser Kuchen immer zu trocken und ich konnte ihn nur essen, wenn ich ihn mit einem Löffel leicht in den Kaffee eintauchen konnte (ich weiß – das ziemt sich nicht!).
Seit wir Deichrunners nun wieder alleine leben, gab es noch selten Marmorkuchen…eben nur, wenn der Geburstag eines der inzwischen erwachsenen Kinder gefeiert wird.

Nun fiel mir vor ein paar Tagen ein Marmorkuchenrezept in die Hände, das mich direkt ansprach und so wurde es gestern ausprobiert.
Und – es ist kaum zu fassen – Frau D. isst begeistert Marmorkuchen ohne jegliche Tunkversuche; dieser Kuchen ist so etwas von saftig und zugleich fein, dass er nur so auf der Zunge vergeht; er ist zwar bestimmt nicht freundlich zur Hüfte, aber gerade die Sahne und die Schokolade machen diesen Kuchen zu etwas besonderem und ich kann das Nachbacken nur empfehlen!

Marmorkuchen_2

Marmork_nah

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grosis Marmor-Gugelhopf
Kategorien: Kuchen, Rührteig, Schokolade
Menge: 1 Große Marmorkuchenform

Zutaten

250 Gramm   Zucker
250 Gramm   Weiche Butter
1     Vanillezucker
5     Eier
150 ml   Sahne
1 Prise   Salz
300 Gramm   Mehl
2 Teel.   Backpulver
200 Gramm   Kochschokolade

Quelle

  nach
  Arte Culinaria
  Erfasst *RK* 29.08.2008 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Zucker, weiche Butter und Vanillezucker zusammen schaumig rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Eier nacheinander beifügen und rühren, bis die Masse hell wird.

Sahne und Salz beifügen und gut mischen.

Mehl und Backpulver mischen, sieben und unter die Eicreme heben, die Hälfte dieses Teiges in eine zweite Schüssel geben.

Die Hälfte der Kochschokolade schmelzen, die andere Hälfte in Würfelchen schneiden; alles unter einen der beiden Teige mischen.

Eine Marmorkuchenform buttern und mehlen. Zuerst etwas hellen Teig
in die Form einfüllen, dann den dunklen Teig darauf geben und mit dem
restlichen hellen Teig bedecken. Mit einer Gabel die beiden Teige
kurvenförmig durchziehen, sodass eine schöne Marmorierung entsteht. Den
Kuchen backen und danach etwas ruhen lassen; aus der Form stürzen und
nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Backen bei 190° Unter-/Oberhitze; 60 Minuten; auf der 1. Einschubleiste von unten

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22 Gedanken zu „Grosis Marmor-Gugelhopf oder mein neues Marmorkuchenrezept

  1. Hedonistin

    Ich tunke gern Kuchen (und Kekse) in Kaffee – und kam bis eben gar nicht auf die Idee, dass sich das nicht ziemen könnte. Nun bin ich ganz geknickt. Aber ich werds trotzdem wieder tun, immer wieder. 🙂

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  2. Houdini

    Sehr schön und wohltuend, dass Ihr im Norden auch Gugelhopf sagt zu diesem Ding, sogar das o statt hupf, wie ich es auch schon sah. Ich dachte, die Verwandschaft höre irgendwo nach Stuttgart auf. Leider hören wir schon ennet der Grenze im Hegau überall und fast immer nur Schriftdeutsch, die Leute genieren sich wohl wegen ihres Dialekts.

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  3. Barbara

    Mir ist das klassische Rezept meist auch zu trocken…
    Sahne und richtige Schokolade drin klingt gut, mit Nougat hatte ich auch schon mal etwas gelesen. Der hier sieht super aus! 🙂

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  4. zorra

    Ja trockenen Marmorkuchen, der einem fast im Hals stecken bleibt kenne ich. Deiner sieht wirklich locker leicht und vor allem saftig aus. Wird sofort für kühlere Tage gespeichert.

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  5. Heidi

    Ich mag eigentlich überhaupt keinen Marmorkuchen. Die Dinger sind immer trocken, aber den hab ich schon ausgedruckt, der wird probiert. Danke fürs Rezept:-)

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  6. Kochbanause

    Lustig – Marmorkuchen war auch immer mein Geburtstagskuchen und der von meiner Oma war alles andere wie trocken. Leider ist er mir so nie gelungen. Dein Rezept motiviert mich doch nochmal einen Versuch zu wagen – der nächste Geburtstag kommt ja bestimmt :o)…

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  7. Petra

    Am Freitag habe ich den Marmorkuchen nachgebacken, er hat uns am Wochenende bei 2 längeren Cache-Ausflügen als stärkende Leckerei für zwischendrin beflügelt. Super-Rezept, kommt in die Favoriten ganz nach oben. Danke!

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  8. Chili und Ciabatta

    Pfirsich-Mascarpone-Kuchen mit Streuseln

    Letzten Freitag hatte ich den von Deichrunner so warm empfohlenen Marmorkuchen gebacken – wirklich großartig, die Empfehlung gebe ich uneingeschränkt weiter! Wunderbar saftig und schokoladig hat er uns auf einigen Geocaching-Wanderungen am Wochenende a…

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  9. Osteria

    Hallo Eva,
    kurze Frage zum Marmorkuchenrezept, das ich gern am Wochenende backen möchte. Was ist denn eigentlich „Kochschokolade“? Die aus früheren Tagen altbekannte Blockschokolade? Kann ich hier auch eine andere, z. B. eine 70% Bitterschoggi nehmen? Danke schon jetzt für die Antwort! Grüße aus dem Kraichgau von Osteria.

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  10. Deichrunner

    Hallo Petra,
    ja, mit Kochschokolade ist Blockschokolade gemeint, die ich auch verwendet
    habe; ich denke schon, dass du auch Bitterschokolade verwenden kannst, dann
    wird der Geschmack vielleicht ein klein wenig herber?! – Hoffe sehr, dass
    ihr von dem Kuchen ähnlich begeistert seid wie wir… LG Eva

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  11. Anka

    Dieser Kuchen ist gut.
    Sehr gut.
    Für mich bislang der Beste seiner Art.
    So gut, dass ich – stille Leserin – das hier unbedingt bestätigen muss, falls es noch Menschen gibt, die daran zweifeln.
    Und wenn ich schon mal hier bin: Danke für die tollen Anregungen!

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  12. Ulrike

    Meine Mutter (78) war immer der Meinung, ihr Mamorkuchen sei der beste. Als ich bei einem Besuch diesen hier mitbrachte, kam gar kein Kommentar. Nach dem 3. Stück konnte sie nicht mehr. Als ich fragte, ob ich ihr die Reste einfrieren solle, meinte sie: Das lohnt nicht. Da gehe ich heute noch ein paar Mal dran vorbei… Ein großes Lob von ihrer Seite.
    Ich nehme übrigens immer gleich ein ganzes Paket/Becher Sahne (200 g), weil ich sonst nicht weiß, was ich mit dem Rest machen soll.
    Ich muss dazu sagen, sie liebt traditionelle Kuchen und freut sich über sowas immer. Letztes Mal habe ich ihr einen Elsässer Gugelhupf mitgebracht (Butterhefeteig mit Rosinen), den es früher bei uns daheim immer gab, der aber sehr selten geworden ist. Auch ein voller Erfolg.

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  13. Krapfenfrau

    Meine Männer waren ganz begeistert und lobten den saftigen Kuchen. Dabei hatte ich beim Backen große Bedenken: soviel Butter! soviel Sahne! und die Schokolade! Aber das Ergebnis hat mich überzeugt und so werde ich noch weitere Rezepte ausprobieren! Viele Grüße von einer regelmäßigen Leserin Deiner Seite, Krapfenfrau

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    1. Eva Beitragsautor

      Liebe Krapfenfrau, herzlich willkommen auf meinem Blog! Ich freue mich immer sehr über regelmäßige Leser und über Kommentare. Freut mich, dass euch der Kuchen auch überzeugt hat. Viele liebe Grüße Eva

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