Gemüsebrühe ….auf Vorrat

Man hat ja so seine Eigenarten….für einen selbst sind die okay, für manch anderen mögen sie gesponnen oder unnötig erscheinen; zu meinen Eigenarten gehört, dass ich mir in den letzten Jahren angewöhnt habe meine Gemüsebrühe frisch zu kochen.

Hintergrund des Ganzen ist, dass  – wieder ein bisschen Sentimental Journey – in meiner Kindheit kein Essen auf den Tisch kam, an dem nicht ein Maggi-Würfel dran war; als dann ein wenig später bekannt wurde, dass diese Fleischbrühwürfel doch nicht so gesund sind, wurde auf Instant-Gemüsebrühe umgeschwenkt und als erst die Fix-Gerichte aufkamen, da war es so richtig um die Geschmacksknospen geschehen. Als ehrlicher Mensch gebe ich ja zu, dass ich lange auf dieser Welle mitgeschwommen bin, weil ich mich so an diesen speziellen Geschmack nach Geschmacksverstärkern und all den anderen Zutaten gewöhnt hatte – auch im Hause D. gab es das einige Zeit, sehr zur Freude des jüngsten Sohnes.

Als ich dann meine Kochgewohnheiten zu ändern begann, kaufte ich mir anfangs diesen Fond  – damit gewöhnten wir uns ganz rasch den ‚Maggi‘-Geschmack ab; da mir diese Fonds dauerhaft ein wenig zu teuer wurden, bin ich dazu übergegangen mir selbst Gemüsebrühe zu kochen, sie klein zu portionieren und einzufrieren – schnell erledigt, denn kochen tut sie von alleine!

Gemsebrhe

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gemüsebrühe
Kategorien: Suppengrün, Brühe
Menge: 2 ,5 Liter

Zutaten

3     Zwiebeln
300 Gramm   Knollensellerie
3     Möhren
3     Petersilienwurzeln
7     Lauchstange
150 Gramm   Geschlossene weiße Champignons
5     Vollreife Tomaten
1     Lorbeerblatt
1 Teel.   Pimentkörner
1 Teel.   Pfefferkörner
      Salz

Quelle

  Alfons Schuhbeck – Meine Saucen
  Erfasst *RK* 27.08.2008 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

1. 1 ungeschälte Zwiebel mit Schale quer halbieren und in einer
Pfanne ohne Fettzugabe auf der Schnittfläche dunkel bräunen. Die
anderen Zwiebeln schälen und vierteln. Sellerie, Möhren und
Petersilienwurzeln schälen, Lauch längs halbieren, putzen, waschen und
grob zerkleinern. Champignons säubern, nur wenn nötig waschen. Tomaten
waschen, Stielansätze entfernen und grob zerkleinern.

2. Die angebräunte Zwiebel, die Zwiebelstücke, Sellerie, Möhren,
Petersilienwurzeln und Tomaten mit 3 l kaltem Wasser in einen Topf
geben. Lorbeer, Piment- und Pfefferkörner einlegen, langsam aufkochen
lassen, 1 Prise Salz hinzufügen und alles 45 Minuten ziehen lassen.

3. Lauch und Champignons dazugeben und weitere 10 Minuten ziehen
lassen. Damit der Geschmack des Gemüses in die Brühe übergeht und sie
trotz langer Garzeit ihre Frische behält, darf die Brühe nicht kochen.
Zum Schluss abkühlen lassen und durch ein Passiertuch seihen.

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11 Gedanken zu „Gemüsebrühe ….auf Vorrat

  1. sammelhamster

    Stimmt, ich bin auch Maggifix und Co. verseucht worden als Kind!
    Es hat lange gedauert, bis ich diese Geschmacksverstärker aus der Küche verdrängen konnte, der nächste Schritt ist dann wohl auch, meine Fonds selbst zu machen 🙂

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  2. zorra

    Ich mache meist Hühnerbrühe, die frier ich aber nicht ein, weil zu wenig Platz im Gefrierfach sondern füll sie in heiss ausgekochte Gläser, wie Konfitüre. Ich weiss nicht ob man das so machen sollte, aber bis jetzt ist mir noch nie ein Glas verdorben und ich lebe noch. 😉

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  3. Houdini

    Danke für die Anregung. Ich müsste den Fond allerdings auch wie Zorra lagern, mit Confi-Gläsern, oder irgendwie konzentrierter machen. Dazu steht Christel’s Suppengrundstock schon lange auf meiner Liste.

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  4. Bolliskitchen

    Ich mache das mit Huhn immer…..hätte jetzt aber gerne schon mal ein paar Suppen von Dir tiefgekühlt hier……..Gerade wenn man aus dem Urlaub kommt, kann man dann sofort ein Risotto machen!!!!!!

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  5. Foodfreak

    Das ist mal ein hübsches Rezept vom Alfons… das nehme ich gleich mit. Ich mache Gemüsebrühe natürlich nach meinem eigenen Rezept aus dem Kochbuch für Geeks *g* genauer Gemüsefond.
    Allerdings mache ich Brühe auch meist aus Resten, im Tiefkühler schlummert ein Beutel für Gemüseabschnitte wie harte Stellen vom Fenchel, Möhrenenden usw. – das kommt ab und an mit Hühnerknochen & Karkassen in den grossen Topf und wird durchgeköchelt, also Hühnergemüsebrühe. Einen Teil friere ich ein, ein Teil wird heiss in Twist-off-Gläser gefüllt und kalt gestellt und hält sich so recht lang.

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  6. Jutta

    Ich friere die Fonds entweder in Eiskugelbeuteln ein oder aber ich mache es wie zorra – wie Konfitüre heiß in Gläser füllen. Meine Fonds halten sich so wunderbar im Keller. Ilka von RezKonv macht es auch so.

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  7. Stefan

    Ich komme mit den Chemie- und Geschmacksverstärkerbomben auch nicht klar, lasse manchmal sogar bewusst Fonds aus Rezepten weg. Das geht aber nicht immer. Diese Variante liest sich einfach und lecker. Das Zwiebelbräunen war neu für mich, ist aber vermutlich ein wichtiger „Kick“. Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren. Danke dafür 🙂

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  8. Kochbanause

    Also ich kann die Gemüsebrühe hier nur wärmstens empfehlen und unbedingt die Zwiebeln auch bräunen, man schmeckt den Unterschied. Die schmeckt einfach super klasse. Danke für das Rezept :-).

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