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Steinpilzrisotto mit Zucchini aus dem Kombi-MULTI-Dampfgarer (MDG)

Franz Stolz kenne ich virtuell schon fast so lange wie ich meinen Kombi-Dampfgarer habe und das sind nun schon einige Jahre. Hat man eine Frage zu Dampfgarern und Kombi-Dampfgarern, dann sind Franz und seine Frau Rosi immer die besten Ansprechpartner. Leider (für mich!) leben und wirken die beiden in Österreich. So wird es mit einem realen Kennlernen und/oder dem Besuch einer ihrer Dampfgar-Vorführungen und Kochkurse nichts werden. Sie haben aber einen genialen, sehr informativen Webauftritt, sind bei facebook sehr aktiv und man kann in ihrem Web-Shop nicht nur praktisches Zubehör für den Dampfgarer und fürs Kochen kaufen, sondern auch eine DVD mit vielen Rezepten für den MDG – komplett als Video anzuschauen und auch als Rezept zum Ausdrucken. Wem dies alles nicht ausreicht, der kann sich auch noch die App VISUAL ACT – Franz Stolz für Handy oder Tablet herunterladen – alles sehr zu empfehlen.

Als Franz dieser Tage sowohl in der App als auch bei facebook das Rezept für ein Steinpilzrisotto mit Zucchini aus dem Kombi-MULTI-Dampfgarer einstellte, war für mich – als bekennende Risotto-Liebhaberin – klar, dass ich das ausprobieren musste. Heute habe ich das gleich in die Tat umgesetzt und bin einfach nur begeistert: sowohl vom Geschmack, der bei dieser Zubereitung mit Dampf viel intensiver ist auf bei der herkömmlichen als auch von der genial einfachen Zubereitung, bei der man nicht mehr permanent am Herd stehen und rühren muss.

Ich werde künftig Risotti vorrangig im MDG zubereiten; dies Rezept hat mich überzeugt.

Steinpilzrisotto mit Zucchini aus dem Kombi-MULTI-Dampfgarer (MDG)

Portionen: 4 Personen

Steinpilzrisotto mit Zucchini aus dem Kombi-MULTI-Dampfgarer (MDG)

Zutaten

  • 1 Stk Zwiebel
  • 2 Stk Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Butter
  • 1 Tasse Weißwein
  • 3 Tassen Wasser
  • 10 g Steinpilze (getrocknet)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Stk Lorbeerblatt
  • 1 Stk Zucchini
  • 1 Tasse Risottoreis (Arborio)
  • (Arborio - diese Reissorte hat das größte Korn, und ist ideal für die Zubereitung im Kombidämpfer)
  • 1 EL Butter
  • 4 EL Parmesan gerieben
  • (Tasse = große Kaffeetasse)

Zubereitung

  • - Zwiebel und Knoblauch gehackt mit Olivenöl und Butter in ein Glaskochgeschirr geben.
  • - Im vorgeheizten MDG mit der Ofenfunktion "Feuchtgaren NIEDER"
  • 200°C
  • (Intervall Dampf ~ 25% Dampfanteil) Zwiebel und Knoblauch ca. 10 Minuten dünsten.
  • - Mit Weißwein ablöschen, und heißen Wasser aufgießen.
  • - Getrocknete Steinpilze, Lorbeerblatt und Salz beigeben.
  • Wichtig:
  • 15-20 Minuten den Steinpilzfond erhitzen so lange bis dieser im Glaskochgeschirr beginnt zu köcheln!!!
  • - Risottoreis in den siedend-köchelnden Fond geben.
  • Kochzeit:
  • ca.15-20 Minuten.
  • Je nach Angabe des Herstellers bzw. nach persönlichen Wunsch der Bissfestikeit.
  • - Zucchini oder anderes Gemüse in Stücke schneiden und mit dem Risotto mitdünsten.
  • Wer den Zucchini oder Gemüse weich essen möchte, gibt den Zucchini gleichzeitig mit den Reis in den siedenden Fond.
  • Wer das Gemüse bissfest möchte legt das Gemüse die letzten 10 Minuten auf das Risotto.
  • Nicht umrühren, sonst wird der Garprozess unterbrochen!
  • - Ist die gewünschte Bissfetikeit erreicht, einfach probieren...
  • Risotto aus dem MDG nehmen.
  • Das Risotto ist in diesen Zustand noch sehr flüssig, zieht aber im heißen Glaskochgeschirr rasch nach!!!
  • - Butter und Parmesan in das Risotto einrühren.
  • Risotto sollte ja cremig-flüssig serviert werden.
  • Je nach persönlichen Geschmack die Flüssigkeitsmenge oder die Kochzeit für das gewünschte "al dente" beim nächsten mal anpassen.

Notizen:

Anmerkung Eva: ich habe das Rezept nur für 2 Personen zubereitet und daher von allen Zutaten nur die Hälfte genommen. Die Ofeneinstellungen habe ich gleich gelassen, lediglich das Andünsten der Zwiebel hat nur knapp 8 Minuten gedauert und der Fond begann nach ca 12 Minuten zu köcheln; das Risotto hatte für mich nach 18 Minuten die richtige Bissfestigkeit. - Die Zucchini waren halb so lange wie der Reis im Ofen

http://deichrunnerskueche.de/2016/12/steinpilzrisotto-mit-zucchini-aus-dem-kombi-multi-dampfgarer-mdg.html

In meiner Seitenleiste findet sich in der Rubrik ‚aus dem Ofen‘ die Untergruppe ‚Kombidampfgarer‘. Dort findet ihr noch weitere Rezepte, die im MDG zubereitet werden können; etliche davon sind ebenfalls von Franz Stolz.

 

 

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Dinkel-Joghurt-Brot mit Chia

Heute gibt es bei mir ein neues Brotrezept verbunden mit Werbung für eine badische Mühle mit Onlineshop und einer äußerst informativen Website für Hobbybäcker.

gleicher Teig – verschiedenes Topping

Die Zeller Mühle ist ein fast 700 Jahre alter Handwerksbetrieb im Schwarzwald – genauer im Raum Bühl, ganz nahe meiner Kindheitsheimat Baden-Baden. Neben Weizen und Roggen werden hier auch Dinkel und andere Urgetreide (wie Emmer und Einkorn) zu verschiedenen Endprodukten verarbeitet. In dem 2016 neu gestarteten Brotkrümel-Onlineshop findet der Hobbybäcker alles, was sein Herz begehrt. Neben den ‚Materialien‘ zum Brot backen finden sich bei Brotkrümel auch Rezepte, Videos und Infos fürs gelingsichere Backen sowie ein sehr praktischer Sauerteig-Rechner.

Diese Seite zu abonnieren und häufiger darin zu lesen, ist also nur zu empfehlen.

Nun aber zu meinem heutigen Dinkel-Joghurt-Brot mit Chia, das ich auch aus dem Brotkrümel-Blog habe. Es ist wirklich anfängertauglich zu backen, kommt mit Zutaten aus, die wohl jeder zu Hause hat und schmeckt sehr gut mit deftigem, aber auch süßem Belag. Ein weiterer Vorteil dieses Rezeptes ist es, dass es sich an einem Tag innerhalb weniger Stunden backen lässt.

(Hinweis: unterhalb des nun folgenden Rezepts findet ihr noch Erklärungen und Alternativen zu dem Rezept vom Brotkrümel-Blog)

Dinkel-Joghurt-Brot mit Chia

Portionen: 3 Brote à ca. 500 g

Dinkel-Joghurt-Brot mit Chia

Zutaten

  • Vorteig TA 190
  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • 450 g Wasser
  • 13 g Hefe
  • Mehlkochstück TA 500
  • 25 g Dinkelmehl Typ 630
  • 100 g Wasser (kalt)
  • Teig
  • Vorteig
  • Mehlkochstück
  • 475 g Dinkelmehl 630 oder 1050
  • 20 g Pflanzenöl oder Butter
  • 23 g Salz
  • 12 g Flohsamenschalen
  • 35 g Chiasamen
  • 30 g Honig
  • 25 g Naturjoghurt (zimmerwarm)
  • 30 g Wasser (lauwarm) - ca.

Zubereitung

  • Vorteig: Zutaten ca. 3 Minuten verkneten, ca. 2 Stunden ca. 23-25° (oder über Nacht in der Kühlung) abgedeckt reifen lassen.
  • Mehlkochstück: Stehzeit ca. 1-2 Stunden. - muss wieder abkühlen (Mehl und Wasser 1:4 = TA 500) Zutaten mit Schneebesen verrühren, unter Rühren kurz aufkochen bis die Stärke gut verkleistert ist. Vom Herd nehmen, nochmals durchrühren und abgedeckt abkühlen lassen.
  • Teigzubereitung: Alle Zutaten vermischen und verkneten, inkl. Vorteig und Mehlkochstück.
  • Knetzeit: 5-7 Minuten langsam und ca. 1 Minute etwas schneller kneten
  • Teigtemperatur: ca. 24-25°C wären optimal
  • Teigruhe: ca. 60 Minuten – nach ca. 40 Minuten 1-2x aufziehen/falten
  • Aufarbeiten: Teig in 3 Stücke teilen, wirken und langformen. Mit dem Schluss nach unten in eine gefettet Backform (ca. 1/2 voll) legen. Teigoberfläche befeuchten, evtl. mit Chiasamen od. Flocken bestreuen, leicht andrücken.
  • Stückgare: ca. 60-90 Minuten – bis zur knapp voller Gare, Teigoberfläche befeuchten.
  • Backen: Backofen mit Backblech vorheizen auf 250°C - mit Schwaden anbacken - ca. 15 Minuten voller Temperatur backen. Nach 20 Minuten Schwaden ablassen (Ofentüre kurz öffnen), Temperatur reduzieren auf ca. 190-200°C und weitere 30 Minuten backen.
  • Backzeit gesamt: ca. 50 Minuten (Für eine bessere Krustenbildung das Brot kurz vor Ende der Backzeit aus der Form nehmen, mit Wasser abstreichen oder einsprühen und ohne Form zu Ende backen, evtl auf Umluft umschalten.)

Notizen:

Eva im MIWE folgendermaßen gebacken: 230°/15 Min/ 5 sec Schwaden//190°/35 Min/ohne Schwaden//nach 20 Min Schwaden abgelassen//die letzten 5 Min ohne Form gebacken

http://deichrunnerskueche.de/2016/12/dinkel-joghurt-brot-mit-chia.html

Zu jedem Rezept führt der Brotkrümel-Blog auch immer Erklärungen zu Rohstoffen und Alternativen auf – wie z.B. diese hier zu meinem vorgestellten Rezept:

Zitat Brotkrümel-Blog: Was wir uns bei der Zusammenstellung der Rezeptur gedacht haben und warum wir welchen Rohstoff verwenden bzw. wie man diesen auch austauschen kann, findet ihr hier.

• Der Vorteig dient dazu, dass die Schalenbestandteile des Vollkornmehls ordentlich verquellen können. Hat man keine Zeit mit einem Vorteig über Nacht zu agieren, verknetet man das Dinkelmehl 20 Minuten vor der Teigbereitung und verlängert die Teigruhezeiten etwas.
• Wer das Brot gerne heller (also mit weniger Vollkorn) möchte, darf den Vorteig auch mit einem 1050er Dinkelmehl herstellen.
• Das Mehlkochstück bringt gebundenes Wasser in Form von verkleisterter Stärke in den Brotteig. Austauschen kann man dieses gegen ein Flockenbrühstück oder auch gegen Dinkelextrudat, wenn man es ganz einfach haben möchte.
• Da Dinkel ja zum Trockenbacken neigt (wenn man ihn nicht richtig verarbeitet) sind mit Chia und Flohsamenschalen gleich zwei Frischhaltekomponenten enthalten.
• Die zwei Prozent Fett sorgen für eine langanhaltend weiche Krume. Hier kann man flexibel agieren und auch Olivenöl oder auch mal ein Leinöl einsetzen.
• Außer Honig kann man auch wunderbar ein anderes Süßungsmittel (z.B. Apfelkraut, Zuckerrübensirup, Vollrohrzucker, o.ä.) einsetzen. Die Zugabemenge darf durchaus bis zu 8 Prozent betragen.
• Die Hefemenge passt jeder für sich an, je nach gewünschter Geschwindigkeit. Alternativ zur Frischhefe geht auch Trockenhefe mit ca. 1/4 der Menge.
• Die Wassermenge wird so eingestellt, dass der Teig die gewünschte Konsistenz hat. Da genug gebundenes Wasser enthalten ist (über das Kochstück, Pflanzenfasern und Chia), den Teig nicht zu weich halten.

Schaefer mit Huetehunden

Spaziergang von Undeloh nach Wilsede – Lüneburger Heide pur

Am letzten Samstag hatten wir liebe Freunde aus Brunsbüttel zu Besuch, die die Lüneburger Heide noch so gut wie gar nicht kannten. Was lag da näher, als ein Ausflug in die so bekannten Heideorte Undeloh und Wilsede?!

Von Undeloh aus kann man den Weg nach Wilsede in einer der vielen Kutschen machen, was viele Touristen auch mit Vorliebe tun. Wir zogen es aber vor den Weg zu Fuß zu gehen.

Kutschfahrt von Undeloh nach Wilsede

Kutschfahrt von Undeloh nach Wilsede

Dies stellte sich alsbald als eine sehr gute Entscheidung heraus, denn so konnten wir den Schäfer samt Hütehunden mit seiner großen Heidschnuckenherde hautnah erleben.

Schäfer mit Hütehunden

Ziege zur Unterstützung der Heidschnucken

In jeder Heidschnuckenherde gibt es auch Ziegen. Sie unterstützen die Heidschnucken, weil sie noch besser Gehölze wie Birken und Kiefern verbeißen können.

Heidschnuckenherde

Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden das ganze Jahr über durch die Heideflächen der Lüneburger Heide

Heidschnucke

Erstmals erwähnt wurde Wilsede bereits im Jahre 1287. Im 16. Jahrhundert gab es hier vier Bauernhäuser, im 20. Jahrhundert sind einige hinzugekommen und restauriert worden. Dazu zählen das sehenswerte Heidemuseum ‚Dat ole Huus‘, zwei Gaststätten, die »Milchhalle«, der Emhoff sowie reetgedeckte Schafställe. Dat ole Huus gilt als eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands.

Hof in Wilsede

Treppenspeicher

Emhoff

Speicher

alter Hof in Wilsede

Jakobus Pilgerfigur

Am »Erdkeller« des Emhoffs findet man diese Holzfigur. Hier hat der Künstler Wladimir Rudolf eine Ausstellung gestaltet, die als Andachtsort des Jakobus-Pilgerweges in Wilsede dient. Dieser ist Teil des 200 km langen Jakobuswegs Lüneburger Heide, der von Hittfeld nach Loccum und eben unter anderem auch von Wilsede über Bad Fallingbostel nach Hodenhagen führt. In dem wie eine kleine Kirche wirkenden Raum findet man auch einen Stempel für den Pilgerpass vor.

 

Zurück sind wir dann einen anderen Weg gegangen. Leider ist die schöne Heideblüte vorbei und auf dem Foto hier sieht man auch, dass viele der Heideflächen leider sehr versteppen.

Heidefläche

Steinfiguren

Blindschleiche

Auch Blindschleichen und anderes Getier kreuzte unseren Weg.

Heidelaufkäfer

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Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Und weiter geht es mit Brot backen – ich habe gerade einen Lauf! 🙂

Als ich bei Marlene dies Cranberry-Walnuss-Brot gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich das nachbacken werde, denn ich mag süßes/nussiges Brot sehr gerne mit Brie oder Camembert als Belag. Marlene hat für ihr Rezept Zorras Kalifornisches Walnuss Cranberry Brot modifiziert.

Vor Jahren habe ich schon 2 Rezepte von Petra nachgebacken, die man auch wunderbar mit Käsebelag essen kann: Müslibrot mit Pistazien und Cranberries sowie Früchte-Müsli-Brötchen.

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito madre)

Dieses Brot und darauf Brie de Meaux = ein Gedicht! Ihr müsst es einfach kosten.

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Portionen: 2 Brote à ca. 500 g

Cranberry-Walnuss-Brot (Lievito Madre)

Zutaten

  • Madre-Auffrischung: Reifezeit ca. 3-4 Std. – 24-26° – TA 150
  • 110 g Madre
  • 55 g Wasser ca. 30°
  • 110 g Weizenmehl 1050 (od. ½ 550 + ½ 1050)
  • Weitere Infos Auffrischung/Führung siehe hier:
  • Madreauffrischung/Führung
  • Mehlkochstück: Stehzeit ca. 1-2 Std. - muss wieder abkühlen
  • 10 g Weizenmehl 550
  • 50 g Wasser - kalt
  • Mehl und Wasser mit Schneebesen gut verrühren, unter Rühren kurz aufkochen bis die Stärke gut verkleistert ist. Vom Herd nehmen, nochmals durchrühren und abkühlen lassen.
  • Alternativ - Zubereitung Mikrowelle: Zutaten mit Schneebesen verrühren 20 Sek. erhitzen (ca. 900 Watt), durchrühren und noch mal 20-30 Sek. erhitzen, nochmals durchrühren, abkühlen lassen.
  • Hauptteig:
  • 270 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 40 g Roggenvollkornmehl 997 od. 1150 (Eva:1150)
  • 12 g Salz
  • 3 g Hefe (optional)
  • 250 + ca. 20 g Wasser
  • 275 g Madre - aufgefrischt
  • Mehlkochstück
  • am Ende der Knetzeit unterkneten:
  • 80 g Walnüsse - geröstet, grob zerkleinert
  • 80 g Cranberries - grob zerkleinert

Zubereitung

  • Zubereitung:
  • 150 g Weizenmehl 550, 100 g Weizenmehl 1050 mit 250 g Wasser grob vermischen, ca. 30 Min. verquellen lassen.
  • Restliches Mehl, Madre, Mehlkochstück, Salz, Hefe und restliches Wasser zugeben und verkneten. Wenn der Teig ausgeknetet ist, langsam die Walnüsse und Cranberries unterkneten, Teig 2-3x aufziehen/falten, in eine geölte Box legen und abdecken, damit der Teig nicht austrocknet.
  • Teigruhe: ca. 120 Min. – Teig nach 45 + 90 Min. 1x aufziehen/falten.
  • Nach der Teigruhe den Teig nochmals aufziehen/falten, in 2 gleichschwere Stück teilen, ca.10 Min. entspannen lassen, anschließend, wirken und formen nach Wunsch. In Hartweizengrieß wälzen und mit dem Schluss noch oben in die Gärkörbchen legen und gehen lassen. Abdecken, damit die Teiglinge nicht austrocknen. -
  • Alternativ kann man den Teig auch mit dem Schluss nach unten ins Gärkörbchen legen, der Schluss ist im Ofen dann oben und reißt rustikal auf.
  • Stückgare: ca. 90-120 Min. bis zur knapp vollen Gare, das Volumen sollte sich gut verdoppelt haben. Teiglinge aus Gärkörbchen kippen, einschneiden und im vorgeheizten Ofen mit Schwaden backen.
  • Backen: Ofen mit Backblech oder Backstein gut vorheizen auf 240°C;
  • anbacken mit Schwaden bei 240°C - fallend auf ca. 220°C ausbacken.
  • Nach ca. 15 Min. Schwaden ablassen - die letzten 5-10 Min. mit leicht geöffneter Türe backen, evtl. auf Umluft umschalten.
  • Die Brote sollten gut ausgebacken werden, damit sich eine schöne rösche Kruste bildet, diese sorgt für gute Frischhaltung. Aufpassen, dass die Brote nicht zu dunkel werden.
  • Gesamtbackzeit: ca. 40-45 Min.
  • Eva im MIWE folgendermaßen gebacken: 220°C/15 Minuten/5 sec Schwaden//190°C/30 Minuten/ohne Schwaden - nach ca. 10 Minuten Backofentür kurz geöffnet und Schwaden abgelassen

Notizen:

Rezept von hier

http://deichrunnerskueche.de/2016/09/cranberry-walnuss-brot-lievito-madre.html

Dinkelmischbrot mit Saaten und Möhren (Lievito madre)

Wenn ich in den letzten Monaten gebacken habe, dann immer helles Brot mit Lievito madre. Jedes auf seine Art sehr lecker, aber irgendwann steht einem dann der Sinn auch mal wieder nach etwas körnigerem, herzhafterem Brot.

Daher habe ich mich an dies Dinkelmischbrot mit Saaten und Möhren – auch mit Lievito madre – gewagt und wurde nicht enttäuscht: ein wunderbar aromatisches, saftiges Brot, das gut zu Wurst und Käse passt.

dinkelmischbrot-mit-saaten-und-moehren

Das Rezept habe ich, wie eigentlich all meine Rezepte, von meiner lieben Freundin Marlene, die es auch in Pöts Brotbackforum veröffentlicht hat.

Dinkelmischbrot mit Saaten und Möhren

Dinkelmischbrot mit Saaten und Möhren

Zutaten

  • Madre-Auffrischung: Reifezeit ca. 3-4 Std. – 24-26° – TA 150
  • 60 g Madre-Anstellgut
  • 30 g Wasser (ca. 30°)
  • 60 g Dinkelvollkorn
  • Quellstück: ca. 3 Std. oder über Nacht, dann aber kühl stellen
  • 35 g Leinsamen – geschrotet
  • 25 g Sonnenblumenkerne – geröstet
  • 15 g Chiasamen - (alternativ Leinsamen - geschrotet)
  • 4 g Flohsamenschalen
  • 9 g Salz
  • 130 g Wasser lauwarm
  • in den ersten 10 Min. der Quellzeit mehrmals umrühren
  • Hauptteig:
  • 150 g Dinkelvollkorn
  • 40 g Dinkelmehl 630
  • 30 g Roggenmehl 997 oder 1150
  • 6 g Flohsamenschalen
  • Madre,
  • Quellstück
  • 1,5 g Hefe (optional, wenn die Madre nicht ganz so triebkräftig sein sollte)
  • ca. 150 g (130 + evtl. ca. 10-20 g ) Wasser (der Teig ist eher weich, sollte sich aber noch gut bearbeiten lassen)
  • Nach ca. 5 Min. Knetzeit zugeben und unterkneten:
  • 6 g Öl (Eva: Walnussöl)
  • Gegen Ende der Knetzeit zugeben und unterkneten:
  • 30 g Möhren

Zubereitung

  • Autolyse - von den Zutaten für den Hauptteig abnemen:
  • 150 g Dinkelvollkorn und 130 g Wasser grob vermischen und ca. 40-60 Min. quellen lassen, anschließend restliche Zutaten nach und nach zugeben und langsam verkneten.
  • Nach ca. 5 Min. Knetzeit 6 g Öl unterkneten, nach ca. 10 Min. Knetzeit geraspelte Möhren unterkneten.
  • Knetzeit gesamt: ca. 10 Min.
  • Teigtemperatur: ca. 24-26°
  • Teigruhe: ca. 60 Min. – nach 30 Min. den Teig 1x falten oder in der Maschine zusammenkommen lassen, ca. 8 Umdrehungen mit dem Knethaken.
  • Aufarbeiten:
  • Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche geben und 2x falten, Teigkarte ist hier hilfreich. Teig ca. 5 Min. ruhen lassen, anschließend rund wirken und länglich ausformen. Mit dem Schluss nach unten in eine gefettet Backform (ca. 20 cm) legen. Oberfläche befeuchten mit Chia- u. Leinsamen bestreuen.
  • Gehzeit: ca. 60-90 Min. – ohne Hefe entsprechend der Triebkraft der Madre.
  • Beim Backen in der Kastenform, die Teigoberfläche bei knapp voller Gare mit Stipprolle oder mit feuchtem Holzstäbchen mehrmals einstechen, Teigoberfläche nochmals befeuchten und mit Schwaden anbacken.
  • Backen: Ofen vorheizen auf 250° - ca. 15 Min. anbacken, anschließend fallend auf ca. 210° ausbacken. Nach ca. 10-15 Min. Backzeit Schwaden ablassen – Ofentür kurz öffnen
  • Backzeit: ca. 45-50 Min. – dann Brot aus der Form nehmen und noch ca. 10 Min. im ausgeschalten Ofen lassen, anschließend auf einem Rost auskühlen lassen.
  • Eva im MIWE folgendermaßen gebacken: 15 Minuten/230°C/5 sec Schwaden; anschließend 35 Minuten/200°C/ohne Schwaden; danach noch 10 Minuten im Ofen gelassen
http://deichrunnerskueche.de/2016/09/dinkelmischbrot-mit-saaten-und-moehren-lievito-madre.html

Pflaumenkuchen (Lievito madre) mit Streuseln

Pflaumenkuchen (Lievito madre) mit Streuseln

Nun ist genug *geflittert* ! 🙂 und es wird Zeit, dass der letzte Beitrag mal ein wenig nach unten rutscht. Auch *Flitternde* brauchen schließlich was zu beißen.

Diesen Pflaumenkuchen (bisschen nach unten scrollen auf der Seite) habe ich bei meiner Freundin Marlene zuerst auf facebook gesehen. Dort lachte er mich direkt so an, dass ich ihn unbedingt auch backen musste, obwohl ich von vorneherein wusste, dass ich damit bei Knut nicht punkten kann, denn er mag Pflaumenkuchen nur mit Rührteig – was wiederum für mich ein totales No-go ist. 🙂 Geschmäcker sind nun mal verschieden und vielleicht backe ich dieser Tage ja noch mal einen mit Rührteig, den er dann ganz alleine essen darf.

Der Teig ist richtig flaumig und lässt sich so gut handeln, dass schon das Backen eine wahre Freude ist. Er verliert auch durchs Backen kein bisschen von seiner Flaumigkeit und ist schön locker und saftig.

Pflaumenkuchen (Lievito madre) mit Streuseln

Probiert es aus, ihr werdet begeistert sein.

Pflaumenkuchen (Lievito madre)

Pflaumenkuchen (Lievito madre)

Zutaten

  • Lievito madre TA150
  • 25 g Weizenmehl Type 550, 812 oder 1050
  • 12 g Wasser ca. 30°C
  • 25 g Anstellgut Weizen TA150
  • Mehlkochstück
  • 5 g Weizenmehl Type 550
  • 20 g Wasser kalt
  • Quellstück
  • 2 g Flohsamenschalen
  • 25 g Wasser kalt
  • 33 g Schmand oder Crème Fraiche
  • 25 g Vollei
  • 28 g Zucker
  • 2 g Salz
  • Vanilleschoten-Mark nach Geschmack
  • Zitronenabrieb nach Geschmack - optional
  • 125 g Weizenmehl Type 550
  • 25 g Butter weich
  • Butterstreusel
  • 82 g Butter, weich - nicht flüssig
  • 66 g Zucker
  • 150 g Weizenmehl 405 oder 550
  • 1 g Salz
  • Zimt nach Geschmack

Zubereitung

  • Lievto madre: Zutaten verkneten, Reifezeit ca. 3-4 Std. ca. 24-28°C
  • Mehlkochstück: Zutaten gut verrühren und unter rühren kurz aufkochen und abkühlen lassen. Kann schon am Tag vorher hergestellt werden, dann kühl lagern.
  • Quellstück: Zutaten gut verrühren und ca. 1 Std. quellen lassen. Kann schon am Tag vorher hergestellt werden, dann kühl lagern.
  • Teigbereitung:
  • Schmand, Zucker, Salz, Vanillemark und Ei verquirlen.
  • Lievito madre grob zerteilen, mit Mehlkochstück und Quellstück kurz ankneten, dann nach und nach ca. 2/3 des Mehls und die Schmand-Mischung langsam unterkneten. Den Teig ca. 5 Min. kneten, dann restliches Mehl mit der weichen Butter unterkneten. Teig ca. 10-15 Min. kneten. Am Ende der Knetzeit sollte der Teig glatt und glänzend sein, sich vom Schüsselrand und -boden lösen.
  • Knetzeit: ca. 5 Min. + ca- 10-15 Min.
  • Teigtemperatur: 22-24°C - max. 26°C
  • Teigruhe: ca. 90 Min. - Teig in Abständen von ca. 30 Min. aufziehen/falten.
  • Aufarbeitung: Teig nach der Teigruhe nochmals aufziehen/falten, kurz entspannen lassen, anschließend auf Blechgröße ausrollen.
  • Stückgare: ca. 60-90 Min., dann stippen und belegen.
  • Backen: Backofen vorzeiten auf 220°C - Blech in den Ofen schieben und ca. 10 Min. bei 220° anbacken, dann Temperatur reduzieren auf ca. 180°C und weitere 30 Min. backen.
  • Gesamtbackzeit: ca. 40 Min. – 220°C fallend auf 180°C
  • Eva im MIWE folgendermaßen gebacken: 20 Minuten bei 200°C und 20 Minuten bei 180°C (ohne Schwaden!)
  • Teigeinlage Backblech ca. 30x40 cm - ca. 400-500 g Teig
  • Teigeinlage Backform ca. 28 cm Ø - ca. 350 g Teig
  • ________________________________________________________________________________
  • Zubereitung Butterstreusel
  • Butter, Zucker, Salz u. Zimt mit dem Knethaken des Handrührers kurz verkneten.
  • Nach und nach das Mehl zugeben, erst langsam rühren bis es nicht mehr staubt, dann auf voller Geschwindigkeit weiter kneten bis sich feine Streusel bilden.
  • Knetzzeit: ca. 2 Min.
  • Die feinen Streusel auf die Arbeitsfläche kippen und mit den Händen verreiben bis die gewünschte Streuselgröße erreicht ist.
  • Die Streusel kann man gut schon ein paar Tage vorher herstellen, sie halten sich im Kühlschrank gut 1-2 Wochen, wenn sie einem gut verschlossenen Gefäß gelagert werden.
  • Streuselmenge:
  • Backblech 30x40 cm - ca. 400-500 g Streusel
  • Backform ca. 28 cm Ø - 300 g Streusel"
http://deichrunnerskueche.de/2016/09/pflaumenkuchen-lievito-madre-mit-streuseln.html

Das Originalrezept – allerdings für einen feinen Zopf – findet ihr hier bei Marlene im Sauerteigforum.

Von nun an: ‚Zosamme alt ….‘

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Da dieser Blog mich nun schon so viele Jahre begleitet und viele Höhen und Tiefen mit mir durchlebt hat, gehört auch dieses schöne Ereignis in mein virtuelles Tagebuch!

Von nun an: ‚Zosamme alt‚ – getreu eines Liedtextes der Lieblingsband meines Mannes.

Am 25.07.2016 haben wir  ‚JA‘  zu einander gesagt.

Wir haben einen wunderschönen Tag zusammen mit unseren Trauzeugen verlebt – genau so wie wir uns unseren Hochzeitstag gewünscht hatten.

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Kapitel

Zusammen alt

Schließlich war der Herbst gekommen,
plötzlich stand er vor der Tür,
nach einem endlos langen Sommer,
in dem allerhand passiert ist.

Von einem Kuhkopf, der durchleuchtet wird
und einem D-Zug, der durch Städte fährt,
bis zu einer rothaarigen Katze
und einem legendären grünen Kleid.

Vom Oleander, der wohl ständig blüht
und dem Wort, das Gott alleine gehört,
bis zu einem Kompass, der nicht funktioniert
und einer Stimme, die durch Labyrinthe führt

Sie ist das Beste, was ihm je passiert ist.
Das weiß er ganz genau, auf jeden Fall.
Und so wie es aussieht, wird der Troubadour jetzt
mit seinem Schutzengel zusammen alt.

Es ist nicht immer alles rund gelaufen.
Nach zwei Jahrzehnten auch zu viel verlangt.
Doch Schwalben kann man nicht für blöd verkaufen, 
Gott sei Dank!

Es gab kein Drehbuch, keinen Airbag,
keine Leitplanke und keine Garantie.
Wenn er auch nicht immer wusste, wo es langging,
jetzt weiß er es, sogar wie.

Er weiß, er ist unvollständig ohne sie
und dass wir alle enorm zerbrechlich sind,
dass es bergabwärts schneller geht,
und das nicht erst seit dem Novembermorgen,
an dem die Uhr stillsteht.

Von ihm aus kann der Winter irgendwann kommen.
Doch eins nach dem anderen, und auf keinen Fall
muss man das überstürzen, erst mal wird er
mit seinem Engel in aller Ruhe zusammen alt.

Sie ist das Beste, was ihm je passiert ist.
Das weiß er ganz genau, auf jeden Fall.
Und so wie es aussieht, wird der Troubadour jetzt
mit seinem Engel in aller Ruhe zusammen alt.

Landesgartenschau Eutin = ein Besuch wert!

Landesgartenschau in Eutin – ganz klar: da musste ich hin!

12 Hausgärten, 6 Kulturgärten sowie 6.500 qm Blütenpracht werden dem Besucher geboten – ganz oft mit Blick auf den Eutiner See und das Eutiner Schloss.
Aber nicht nur vom Land aus kann man die Gartenschau genießen, sondern auch an Bord einer elektrobetriebenen Shuttlefähre kann man sie von der Wasserseite aus erleben.

Eutin ist es wunderbar gelungen historische Gebäude, alten Baum- und Pflanzenbestand mit neu erschlossenen, sanierten Flächen zu vermischen – eine sehr harmonische, stimmige Kombination. Ein Gelände, das auch künftig einen großen Erholungswert für Einheimische und Touristen bieten wird.

Organisatorisch ist das Ganz auch gut durchdacht: es gibt einen ausgewiesenen Großparkplatz, von dem aus alle paar Minuten ein Shuttlebus zum Haupteingang fährt. Für die Kinder sind mehrere Spielplätze geschaffen worden und auch fürs leibliche Wohl ist an mehreren Stellen gesorgt.

Daher meine klare Empfehlung: auf nach Eutin! 🙂

Und jetzt gibt es Bilder als Vorgeschmack, die man durch Anklicken – wie immer – vergrößert ansehen kann. Viel Spaß damit.

Eingangsbereich

die Unwetter der letzten Zeit haben den Blumen ein wenig geschadet

hier dreht sich alles um Bienen und Honig

mein Traum-Gartenhaus 🙂

oder doch lieber das….?!

die Weltkugel als Feuerstelle

Haus- und Themengärten wechseln sich in der Anlage ab

auch für die Kinder ist gesorgt

leider schon am Verblühen

Kuhstall und Torhaus – alt und neu harmonisch vereint

11 unterschiedliche Blumen-Hallenschauen sind in einem 14-tägigen Wechsel zu sehen – im Kuhstall und im Torhaus

Eutiner Schloss

Lindenallee beim Eutiner Schloss

Blick auf den See

Wasserfall im Schlossgarten

Schloss von der Vorderseite

„Die Schauende“

„Garten am frischen Wasser“ (Kirchgarten) – hier finden auch Gottesdienste statt

eine teilweise schon verblühte Pracht

auch Plätze zum Ausruhen und Entspannen wurden geschaffen

See-Panorama

Freibad am See

zurück zum Haupteingang geht es dann mit der Elektrofähre

 

Heidschnuckenweg Etappe 1: von Fischbek nach Buchholz

An Himmelfahrt und den Tagen danach war ich ja fleissig auf Schusters Rappen unterwegs. Nach ‚der Wanderung der feinen Art‘ stand 2 Tage später eine sehr bodenständige, naturverbundene Wanderung an: Heidschnuckenweg Etappe 1: von Fischbek nach Buchholz, die ich gegen Schluss hin ein wenig in Richtung meines Wohnortes verändert habe.

Mich fasziniert dieser Wanderweg, den man in 13 Etappen von Hamburg-Fischbek bis Celle auf insgesamt 223 km laufen kann. Ist ein kleiner Traum von mir irgendwann den ganzen Weg gegangen zu sein – immerhin wurde dieser Weg zum „schönsten Wanderweg 2014“ erkoren.

Nun aber ein bisschen was zur 1. Etappe: Rucksack geschultert, zu unserem Bahnhof gelaufen, mit dem Metronom nach Hamburg Hbf und von dort mit der S-Bahn nach Fischbek gefahren.  Dann noch ein paar hundert Meter zu Fuß durch den Ort und man gelangt zum Einstieg der 1. Etappe und ist ‚von jetzt auf gleich‘ in einer wunderschönen Heidelandschaft.

Beginn der 1. Etappe

Beginn der 1. Etappe

Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide ist die zweitgrößte Heidelandschaft Deutschlands. Es erstreckt sich über 773 ha über die Stadtteile Neugraben-Fischbek und Hausbruch im Südwesten Hamburgs. Die weitflächigen Heidelandschaften werden durch idyllische Laubwälder, schöne Quellmoore und Waldwiesen ergänzt.

Das heutige NSG Fischbeker Heide war ursprünglich gänzlich von Wäldern bewachsen. Um die Heide vor erneuter Bewaldung zu bewahren, wird die Landschaft heute mithilfe einer Heidschnuckenherde und durch Brandrodungen künstlich erhalten.

Im NSG befindet sich auch die höhste Erhebung Hamburgs: der Hasselbrack ist 116,2 m hoch. 🙂

NSG Fischbeker Heide

NSG Fischbeker Heide

wenn das erst mal blüht......

wenn das erst mal blüht……

Mein Weg verlief – immer gut marktiert mit dem ‚H‘ – auf sandigen Heidewegen in zahlreichen Kurven auf und ab Richtung Süden.

Gibt es etwas Schöneres als das satte Grün im Mai??

diesen Blick möchte ich nochmals haben, wenn die Heide blüht

Durch diesen Kiefernwald geht es steil bergauf bis zur Start- und Landebahn des Segelflugplatzes Fischbek.

Segelflugplatz Fischbek

Am Segelflugplatz Fischbek gibt es einen Rastplatz (leider war er besetzt) mit schönem Blick ins Fischbektal und über den Segelflugplatz weit nach Westen bis über die Elbe.

Die Heidelandschaft bedarf übrigens stetiger Pflege, um erhalten zu bleiben und für diese Heidepflege sind vor allem die ‚Heidschnucken, die tierischen Landschaftspfleger‘  zuständig.

Nach dem Segelflugplatz geht es entlang einer Holzpfostenreihe, die die Grenze zu Niedersachsen markiert, auf schmalen Waldwegen und Pfaden hügelauf und hügelab….zeitweise kam ich ganz schön ins Schwitzen! Mit Heide ist es hier dann vorbei und man lernt das Auf und ab der Schwarzen Berge kennen.

teilweise sind die Wege doch recht anspruchsvoll…

Nach einiger Zeit gelangt man in die wunderschön im Wald gelegene Siedlung Tempelberg, die bereits zu Niedersachsen gehört.
Und hier sollte man aufpassen und auf andere Wanderer hören!! (Zitat Stefanie) „In Tempelberg hast Du das Anstrengendste hinter Dir. Unterhälst Du Dich zu intensiv, könntest Du leicht den gelben Pfeil übersehen, der bei den letzten Häusern links hoch auf einen schmalen Pfad weist. (Dass Du in die Irre läufst, merkst Du, wenn Du länger als 10 Minuten kein weißes H auf schwarzem Grund oder gelben Pfeil entdeckt hast.)
Genau das musste mir natürlich passieren – nicht, weil ich mich unterhalten habe, denn ich war ja alleine unterwegs, sondern weil ich im falschen Moment auf den Boden gestarrt
habe 🙁 ….das hat mich dann gut 2-3 km ‚gekostet‘!

Ein weiterer Aufstieg bringt einen dann irgendwann zum Karlstein und endlich wieder Bänken, auf denen man eine Rast machen kann – die hat man sich dann auch wirklich verdient. 😉
Der Karlstein ist ein etwa 2 m hoher Findling aus Granit, der während der Eiszeit mit Gletschern aus Skandinavien hierher transportiert wurde und seinen Namen Karl dem Großen verdankt.

Hinter dem Karlstein geht es weiter durch den Wald, bis man nach einiger Zeit auf die Rosengartenstraße trifft. Will man sich hier – wie ich!! – etwas Gutes tun, geht man erst mal nach links (in die falsche Richtung!) und gönnt sich in der ‚Waldschänke‘ Kaffee und Kuchen oder auch etwas Deftiges.

Hotel/Restaurant Waldschänke in Rosengarten

Weiter geht es durch Buchenwälder und vorbei an landwirtschaftlichen Nutzflächen bis man den Funkturm bei Langenrehm vor sich sieht, das höchste Gebäude der Gemeinde Rosengarten.

Beim davor liegenden Reiterhof hat man nochmals die Gelegenheit Kaffee zu trinken oder auch einen Stempel für den Heidschnuckenwanderpass zu bekommen.

Funkturm bei Langenrehm

Von Langenrehm aus führt der Weg weiter bis Nenndorf und von da auch nach Buchholz. Hier habe ich dann mal auf andere Wanderer gehört: (Zitat Stefanie) „Ab Nenndorf fällt der Weg meines Erachtens aber ab. Über gut 4 km geht man jetzt in Autobahnnähe. Mal drunter durch, mal drüber weg, mal an ihr entlang.“ Das musste ich mir nicht mehr geben, zumal mein Wohnort der zweitnächste Ort nach Nenndorf ist und auch dieser Weg noch ein paar Kilometer bedeutete.

Zu Hause angekommen hatte ich dann fast 28 km hinter mir (selbst schuld, wer sich verläuft!) und die Knochen waren doch recht am meckern. Aber das war mir egal, denn es war ein rundum schöner Tag, der mir richtig gut getan hat und stolz war ich natürlich auch auf mich. 🙂

Mal sehen, wann ich mich auf die nächste Etappe des Heidschnuckenweges begebe?!

Hirtenmakkaroni

Für die Gestaltung der Rezeptnamen in meinem Abo-Heft bin ich nicht verantwortlich. 😉
Aber die von der Redaktion werden schon wissen, warum sie dieses Gericht Hirtenmakkaroni genannt haben.

Selten hatte ich es bisher, dass an den Rezepten aus diesen kleinen Monatsausgaben etwas nicht stimmig war – bei diesem Rezept waren es aber gleich zwei Dinge: erstens stimmt die Personenzahl nicht – mit diesen angegebenen Mengen werden locker 3, vielleicht sogar 4 Personen satt und nicht nur 2 – und zweitens wird eine Flasche =500 g passierte Tomaten angegeben und damit erhält man aber eher eine Suppe als ein Pastagericht. 😉

Hirtenmakkaroni

Nun aber genug gemeckert: ansonsten ist es ein leckeres, schnell zubereitetes Alltagsgericht, das es gerne mal wieder geben darf.

Hirtenmakkaroni

Portionen: 2 Personen

Hirtenmakkaroni

Zutaten

  • 100 Gramm Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80 Gramm Südtiroler Speck (oder rohe Schinkenwürfel)
  • 2 Essl. Öl
  • 250 Gramm Hack, gemischt
  • 1 Flasche Tomaten, passiert (500 g)
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 1 Teel. Oregano, getrocknet
  • 100 Gramm TK-Erbsen
  • 180 Gramm Makkaroni, kurz
  • 1/2 Bund Glatte Petersilie

Zubereitung

  • Champignons putzen und vierteln. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Speck 0,5 cm groß würfeln.
  • Einen großen Topf voll Wasser zum Kochen bringen. Speck in einer Pfanne mit 1 El Öl knusprig braten, auf einen Teller geben, 1 El Öl ins Speckfett geben, darin das Hack rundum hellbraun und krümelig braten. Zwiebeln und Knoblauch zugeben, 2 Min. mitbraten.
  • Passierte Tomaten und Sahne zum Fleisch geben, mit Salz, Pfeffer,
  • 1 Prise Zucker und Oregano kräftig abschmecken. Pilze und Erbsen untermischen. Bei milder Hitze warm halten.
  • Kochendes Wasser salzen, Makkaroni nach Packungsanweisung garen.
  • Petersilienblättchen abzupfen und fein hacken. Nudeln abgießen und tropfnass unter die Sauce mischen. Mit Petersilie bestreut servieren.

Notizen:

lt. Rezept für 2 Personen, reicht aber für 3-4 Personen

Rezept aus: "essen&trinken - für jeden Tag" Heft 6/2016

http://deichrunnerskueche.de/2016/05/hirtenmakkaroni.html